Kleine Fluchten - WoMo-Blog

Blog über unsere Wohnmobilaktivitäten, gedacht für Freunde und andere Interessierte. Warum heisst der Blog kleine Fluchten? Ja klar weil es für uns nebst grösseren Reisen auch immer Wochenendausfüge in eine andere Lebensart, eben kleine Fluchten sind. Es gibt aber noch einen weiteren Grund, warum der Titel für uns so passt. Unsere Freundschaft begann einmal vor langer Zeit im Kino, der Film hiess: Kleine Fluchten...... wen es interessiert, der Film: https://de.wikipedia.org/wiki/Kleine_Fluchten PS: Wenn im Blog Produkte genannt werden, ist das nicht weil ich Werbung dafür mache und damit etwas verdiene, sondern rein aus eigener Erfahrung und Überzeugung.

Spuren der Vergangenheit

Heute wandelten (sind wir gefahren) auf den Spuren der Vergangenheit. Zuerst ging es gute 6000 Jahre zurück, wir besichtigten die Felsritzungen bei Bøla, genauer wir besichtigten das gut sehbare Rentier. Die anderen ca. 30 Figuren, Tiere und Menschen sahen wir nicht, viele davon sollen aber auch praktisch nicht mehr sichtbar sein wegen der Erosion.

Danach ging es nach Stiklestad ins Jahr 1030, am 29. Juli fand hier die Schlacht von Stiklestad statt. Da kämpfte König Olav gegen die heidnischen Stämme, selber fiel zwar der König, aber sein Heer gewann die Schlacht. In Norwegen gilt diese Schlacht als so etwas wie der Beginn eines geeinten christlichen Norwegens. Auf alle Fälle wurde König Olav heilig gesprochen und ist in Norwegen ein Nationalheld. Den Schrein von König Olav kann man im Nidarosdom in Trondheim besichtigen. In Stiklestad gibt es eine schöne Kirche zu besichtigen, dazu eine Freiluftbühne, auf der immer am 29. Juli ein Olav-Schauspiel gespielt wird und ein Freilichtmuseum mit sehr schönen Häusern. Leider war das Freilichtmuseum, bis auf ein Langhaus geschlossen.

Danach sind wir zu unserem Übernachtungsort gefahren, auf die Insel Tautra. Hier können wir bei einem Kaffee, gleich neben den Klosterruinen des alten Klosters Tautra übernachten. Das Kloster wurde 1207 gegründet, im Zuge der Reformation wurde es 1537 wieder aufgelöst.

Bevor man zur Insel Tautra gelangt, fährt man durch ein Gebiet in dem Gemüse auf freiem Feld gezogen wird. Wir sahen Salat, Kabis, Zwiebeln, Lauch, Stangensellerie, Rüebli, Dill und Kartoffeln, dazu Zuccetti in Treibhäusern.

Auf die Insel gelangt man über einen langen Damm, ziemlich in der Mitte steht man vor einem Tor, etwas ratlos standen wir da, aber das Tor ging rasch auf. Im Nachhinein haben wir recherchiert, dass das Tor Raubtiere abhalten soll um die vielfältige Vogelpopulation auf der Insel zu schützen.

Das Wetter war heute durchzogen, es gab immer wieder Regenschauer, zwischendurch aber auch Sonne bei ca. 16°.

nicht so geplant

Eigentlich wollten wir am Freitag eine Paddeltour unternehmen, es wurde allerdings eine kurze Ausfahrt. Vom Campingplatz her hat es einen kleinen Teich mit Ausfluss in den Snåsasee, den wollten wir benutzen um in den See zu gelangen. Allerdings erwies sich der Ausfluss als flach mit einigen Steinen darin die wir berührten. Resultat davon war, dass wir nach ein paar Minuten nasse Füsse im Boot bekamen und umkehrten um den Schaden zu begutachten. Auf einer Seite des Bootes war an 4 Stellen das PVC aufgescheuert und an 2 Stellen war ein kleines Loch. Zum Glück wurde mit dem Boot auch passendes Flickzeug geliefert. So konnten die Stellen geflickt werden.

Am Samstag wollten wir gegen Mittag eine kleine Wanderung unternehmen und nachher noch etwas Paddeln. Die kleine Wanderung zum Bjørtjønna-See entpuppte sich als recht anstrengende Tour. Der Pfad geht ziemlich steil bergauf und vor allem über Torfboden, bei jedem Schritt sinkt man etwas ein.  Als wir beim Wohnmobil zurück waren, beschlossen wir, dass wir uns genügend körperlich betätigt haben und die Sonne lieber noch etwas im Ruhemodus geniessen.

Keine Wanderung

Über Nacht hat es weiter geregnet und auch am Morgen gab es weiterhin Regenschauer. Das Wetter sollte allenfalls Morgen besser sein. Wir haben darum daran gedacht unsere geplante Wanderung morgen zu machen. Als ich aber zum Fischen ein paar hundert Meter den Weg gelaufen bin, war schnell klar, dass wir auch morgen diese Wanderung nicht machen. Der Weg war sumpfig, teilweise im Wasser und die Planken, Wurzeln und Steine glitschig. Wir haben deshalb beschlossen die Wanderung sein zu lassen und sind weiter gefahren, auf der E6 südwärts bis zum Snåsasee. Die Fahrt war recht mühsam, weil es regnete und einiges an Verkehr herrschte. Wie schon ein paar Mal sind uns die Lastwagen negativ aufgefallen die rasen und keine Rücksicht nehmen.

Ein paar Baustellen gab es auch noch zum Passieren und wir sahen seit langem wieder die ersten Kraniche.

Kurz vor dem Snåsasee wurde das Wetter besser. Wir staunten ob der ausgedehnten Getreidefelder, die wir soweit nördlich nicht erwartet hätten.

Am Snåsasee haben wir einen netten kleinen Campingplatz bei einem Bauernhof gefunden, wir bleiben bis Sonntag hier.

Villmarksveien

Heute sind wir den Villmarksveien (Fv 74) gefahren. Eine Strasse die etwas südlich von Mo i Rana beginnt und durch recht dünn besiedeltes Gebiet mit schöner Natur führt. Leider hat es während der meisten Zeit geregnet, nur zwischendurch gab es trockene Abschnitte. Es handelt sich um eine eher schmale Strasse, aber mit wenig Verkehr. An einigen Abschnitten wird die Strasse neu gemacht, wir fuhren wieder einmal ein Stück hinter einem Leitfahrzeug her und später stand ein grosser Bagger im Weg, der zuerst Platz machen musste.

Als Übernachtungsort haben wir einen Wanderparkplatz am Rande des Børgefjell-Nationalpark gewählt. Eine Regenpause nutzten wir um die nähere sehr schöne Umgebung zu erkunden.

Morgen wollen wir eine Wanderung unternehmen, wenn das Wetter einigermassen mitspielt.

Am Abend haben wir uns noch etwas als Jäger (Fischer) und Sammler betätigt. Wobei Coni wesentlich erfolgreicher war.

Stürmisch

In der Nacht um 3:30 Uhr wachten wir auf, weil heftige Windböen am Wohnmobil rüttelten. Ringsherum waren die Nachbarn damit beschäftigt Markisen einzurollen, einige fuhren auch ihre aufklappbaren Dächer ein, der Wind war ziemlich heftig, wenigstens war es ein warmer Wind mit 22°. Wir legten zur Sicherheit unseren Tisch umgekehrt auf den Boden und die Stühle darauf.

Gegen Morgen liess der Wind etwas nach und wir konnten draussen frühstücken. Auf der Weiterfahrt waren dann teilweise heftige Windböen die uns schüttelten. Die erste von 2 Fähren heute erwischten wir perfekt. Der zweiten Fähre, die nur ca. alle Stunde fährt, konnten wir gerade noch nachwinken. Nicht schlimm wir haben ja Zeit. Noch während wir am Fährenquai warteten, begann es zu Regnen. Gemäss Wetterbericht wird uns in den nächsten Tagen wechselhaftes Wetter begleiten. Bis die Fähre kam, war der Regen bereits durch, auf der restlichen Fahrt bis Mo i Rana, begleiteten uns zwar schwarze Wolken, aber es blieb trocken. Auf der Fähre haben wir auch den Polarkreis nach Süden überschritten, wir waren jetzt eineinhalb Monate über dem Polarkreis unterwegs. Auf der Küstenstrasse sind einige ziemlich dunkle, schmale Tunnels von mehreren Kilometer Länge zu bewältigen, in einem davon kam uns ein ziemlich grosser Lastwagen entgegen. Ganz an die Felswand gedrückt konnte der Laster passieren.

In Mo i Rana wollten wir unser Wohnmobil waschen, in einer Truck-Waschanlage, aber irgendwie ging das Tor nicht auf, so bleibt das Wohnmobil noch etwas länger schmutzig, da ja eh Regen ansteht ist es nicht so schlimm. Wir sind dann auf den Campingplatz gefahren, als kleine Überraschung hat es auf dem Platz Hecken mit Himbeeren und Johannisbeeren, die man pflücken kann.

Küstenstrasse 17

Am Sonntag war es schon um 8 Uhr morgens über 20°. Die Temperatur stieg bis gegen Mittag auf über 27°. Die Hitze sind wir uns nicht mehr gewohnt, wir sind wie halbtote Fliegen auf dem Campingplatz herumgelungert. Erst am Abend sind wir an den Saltstraumen zum Fischen. Leider nichts Gescheites gefangen, nur kleinere Fische die allesamt wieder ins Wasser durften. Aber am Saltstraumen ist es auch ohne Fischfang interessant, beim weltweit stärksten Gezeitenstrom. Das Wasser schiesst mit bis zu 40 Km durch die schmalste Stelle, dazu entstehen mächtige Wirbel, sehr eindrücklich.

Am Montag hat sich das Wetter zum Glück wieder normalisiert, bei angenehmen 22° sind wir weiter südwärts auf der Küstenstrasse 17 gefahren.

Vor der ersten Fähre sind wir auf den Campingplatz Furøy gefahren, einem kleineren einfachen Campingplatz an wunderschöner Lage. Wir entdeckten gleich beim Campingplatz einen Pfad der auf eine Halbinsel führt. Der Pfad entpuppte sich als ein sehr schöner Weg über Stege und Felsen durch eine tolle Landschaft. Unterwegs hat es immer wieder Tische und Grillstellen. Nach einer Dreiviertelstunde kamen wir am Ende bei einer Felszunge an. Auf dem gleichen Weg ging es auch wieder zurück.

Unterwegs sahen wir allerhand Interessantes wie Rauschbeeren (die heissen so!), Quarzschlangen, Felswurzeln und einen ausgewilderten Nuggi.

Es zogen heute immer wieder dunkle Wolken vorbei, Regen gab es bei uns aber keinen, nur einen schönen Regenbogen.

Fähre fahren

Als wir am Morgen aufwachten, war draussen dicker Nebel. Gegen 10 Uhr sind wir losgefahren zurück zum Fährenquai. Kaum waren wir um die Bergecke herumgefahren lichtete sich der Nebel und die Sonne begrüsste uns.

Um 11:30 konnten wir auf die Fähre fahren und standen ganz zu vorderst im Schiffsbauch. Die Fähre hatte zum Glück sehr bequeme Sessel und war auch nicht voll, also viel Platz um sich einen schönen Platz zu suchen. Zuerst ging es eine Stunde nach Røst, dem äussersten Zipfel der Lofoten. Kurz vor Røst landeten wir wieder in der gleichen Nebelbank wie am Morgen.

Einige wenige Fahrzeuge verliessen die Fähre und ein paar wenige fuhren auf die Fähre. Dann ging es über das offene Meer nach Bodø wo wir um 17:30 Uhr nach sehr ruhiger Überfahrt ankamen und wir als Erste von der Fähre fahren durften. Unterwegs kam auch die Sonne hervor und Bodø empfing uns mit ca. 22°.

Wir fuhren noch einige Kilometer weiter bis zum Saltstraumen, wo wir für 2 Nächte auf dem Campingplatz bleiben. Das Thermometer zeigte um 19 Uhr tatsächlich noch 25° an, für Morgen sind Temperaturen bis 27° angesagt.

Vaerøy

Die Fähren von und nach Vaerøy sind gratis. Das ist auch so eine Insel bei der man den Tourismus etwas ankurbeln will. Auf der Insel gibt es neben viel Landschaft, sonst kaum etwas. 2 Kirchen, einen Laden und erstaunlich viele Wohnhäuser, zudem diverse Wanderwege. 80% der Bevölkerung ist im Fischereigeschäft tätig. Attraktiv für Camper ist Vareøy aber nicht nur wegen der Gratisfährverbindung Moskenes - Vaerøy - Bodo oder umgekehrt, sondern auch wegen dem speziellen Stellplatz auf der ehemaligen Flugpiste. Die Pist wurde 1986 gebaut und bereits 1990 ausser Betrieb genommen, wegen einem Flugzeugunglück. Anscheinend können recht starke Seitenwinde herrschen, die führten auch zum Absturz mit 5 Toten. Auf der Piste zahlt man Stellplatzgebür, dafür hat es einen kleinen Sanitärcontainer und vor allem eine grandiose Aussicht. Sogar ein Glace-Wagen kommt vorbei.

Die Aussicht kann man noch toppen, wenn man auf einen der diversen Berge klettert, es gibt verschiedene recht anspruchsvolle Wanderwege. So bin ich (Mathias) auf den 346 Meter hohen Hornet gestiegen und wurde mit einer super Aussicht belohnt.

Am Abend konnten wir bei sehr mildem Wetter draussen essen und Seeadler und ein Gewitter, dass knapp an uns vorbeizog, beobachten. Um 8 Uhr waren es immer noch 20°.

 

Am Ende der Lofoten

Am Morgen war es in Fredvang immer noch trüb mit tief hängenden Wolken. Ein paar Kilometer weiter in Richtung Moskenes gab es immer mehr blauen Himmel und es wurde ein richtig schöner warmer Tag.

Wir fuhren bis nach Å dem letzten anfahrbaren Ort. Die Fahrt war etwas stressig, weil die Strassen eng sind und viel Verkehr herrscht. In der Region von Reine und Moskenes ist jede noch so kleine Parklücke mit Autos und Camper vollgestopft. In Å hatten wir Glück und fanden einen Parkplatz. Wir bummelten durch das Dorf und erstiegen einen Hügel mit super Aussicht.

Danach fuhren wir etwas zurück bis nach Sørvågen, wo wir nochmals eine kleine Wanderung machten.

Danach ging es zurück nach Moskenes und auf die Fähre nach Vaerøy.

In Vaerøy angekommen sind wir noch 8 Km um die halbe Insel herumgefahren, zu einem verlassenen Flugplatz der jetzt als Stellplatz fungiert. Hier verbringen wir den 1. August, bevor es am 2. August mit der Fähre nach Bodø geht.

Fredvang

Vom Morgen her war es bedeckt, die Sonne sahen wir heute nicht. Je weiter wir in Richtung Spitze der Lofoten kamen, dest schlechter wurde das Wetter. Auf dem Campingplatz Fredvang angekommen, empfingen uns Wind, tiefhängende Wolken und bald begann es auch etwas zu Regnen.

Irgendwie scheint der Ort etwas gegen uns zu haben, schon vor 10 Jahren waren wir hier, bei windigem Wetter mit tiefhängenden Wolken, aber keinem Regen. Dabei wäre der Campingplatz, die Gegend wunderschön….

Brustranda Fjordcamping

Am heutigenTag sind wir mit etwas Umweg immerhin 68 Km gefahren, bevor wir bei unserem Übernachtungsplatz Brustranda Fjordcamping angekommen sind. Wir sind bei dichten dunklen Wolken losgefahren, aber ein paar Kilometer weiter wurde es richtig schön mit blauem Himmel.

Auf dem Campingplatzschien die Sonne kräftig und es wurde richtig warm. Bevor gegen Abend wieder mehr Wolken aufzogen. Ich habe wieder einmal versucht ein Nachtessen zu Fangen, aber irgendwie wollen die Fische nicht recht, also müssen wir uns immer noch mit Fischstäbli behelfen.

Svolvaer

Unsere heutige Tagesetappe betrug nur 45 Km. Wir fuhren nach Svolvaer zum Tanken, Gastanken, Einkaufen und neue Wanderschuhe kaufen.

Zudem sind wir etwas durch den Ort gebummelt, ein solcher Auflauf von Fahrzeugen und Menschen haben wir schon lange nicht mehr erlebt.

Auf der Weiterfahrt haben wir noch die Lofotenkathedrale besucht, eine grosse Holzkirche, die als wir vor 10 Jahren vorbei kamen, geschlossen war.

Danach sind wir noch etwas weiter zu unserem heutigen Übernachtungsplatz gefahren und können den späteren Nachmittag bei angenehmen Temperaturen und super Aussicht geniessen.

Laukvika

Am Morgen sind wir ins Hurtigruten Museum gefahren. Das Museum ist in Stokmarknes, hier wurde die Hurtigruten 1893 gegründet. Das Museum besteht hauptsächlich aus der MS Finnmarken die von 1956 - 1993 im Einsatz war. Man kann das ganze Schiff ansehen, das liebevoll gestaltet ist, wie wenn es noch in Betrieb wäre.

Zusätzlich wurden die Kabinen und der 1. Klasse Salon des Namensvorgängers von 1912 nachgebaut und ums Schiff herum gibt es noch diverse Fotos und Utensilien.

Nach dem Museumsbesuch sind wir um die Insel Hadseløya herum gefahren zur Fähre. Wir erwischten gerade noch die Fähre, kaum waren wir an Bord, ging die Klappe zu und die Fähre legte ab in Richtung Lofoten. Die nächste Fähre wäre eineinhalb Stunden später gefahren.

Angekommen auf den Lofoten fuhren wir bis Laukvika auf den Stellplatz.

Wir machten noch eine schöne aber anstrengende Wanderung durch eine Moorlandschaft und waren froh als wir zurück beim Wohnmobil waren.

Die Abendstimmung genossen wir bei recht milden Temperaturen von 17°.

Keine Mitternachtssonne

Es ist kaum zu Glauben, über einen Monat waren wir soweit nördlich, dass die Sonne theoretisch um Mitternacht hätte zu sehen sein sollen. Aber wir sahen sie kein einziges Mal! Entweder war es bewölkt, so wie gestern bei unserer letzten Chance in Andenes oder wenn es klar und schön war, stand uns ein Berg oder Gebirge vor der Sonne. Jetzt etwas weiter südlich tauch die Sonne, wenn sie den mal zu sehen ist kurz unter den Horizont, aber taghell bleibt es immer noch. Heute sehen wir die Sonne eh nicht, weil einerseits bedeckt ist und wir andererseits auf einem kleinen Campingplatz bei Stokmarknes in einem Talkessel sind.

Heute Morgen fuhren wir auf der Westseite von Andøya südwärts, bei bewölktem Himmel und etwa 14°. Vor Sortland wurde dann das Wetter immer schöner und auch etwas wärmer.

Wir fuhren bis nach Stokmarknes auf der Insel Hadseløya. Nachdem wir auf dem Campingplatz angekommen waren, regnete es etwa 2 Stunden lang. Danach klarte es auf und wir machten einen Spaziergang in die Umgebung und wähnten uns mitten im Schwarzwald, dunkler Tannenwald mit moosigem Boden und vielen Heidelbeeren. Innert kürzester Zeit hatten wir ziemlich viele für einen feinen Dessert gesammelt, Moltebeeren hätte es auch sehr viel gehabt, aber die schmecken uns nicht so.

Walsafari

In der Nacht begann es zu regnen, zum Glück war es schon am Morgen wieder trocken. Kurz vor Mittag sind wir aufgebrochen zur Walsafari. In Andenes am Hafen wurden wir instruiert, zogen einen dicken wasserabweisenden Anzug und eine Schwimmweste an, bevor wir das Schnellboot enterten.

Dann ging es in rasanter Fahrt los auf die Suche nach Walen. Tatsächlich wurde der Bootsführer fündig und wir konnten längere Zeit grosse Gruppen von Grindwalen beobachten, die teilweise ganz nahe ans Boot kamen.

Auf dem Rückweg sahen wir auch noch Delphine und ganz kurz Schweinswale. Neben den Tiersichtungen war auch der Ausblick vor allem auf Senja schön, recht dramatisch im Nebel verhüllt. Kurz vor Andenes gab es dann noch einen kurzen Regenschauer, aber in dem Anzug ist das ja kein Problem. Der Ausflug dauerte etwa 3 Stunden und war ein ganz tolles Erlebnis.

 

Andenes

Wir sind 50 Km weiter bis nach Andenes gefahren und da auf den Campingplatz. Morgen wollen wir auf Walsafari gehen. Unterwegs sahen wir schon wieder Elche (ohne Foto). Schon verrückt auf unseren bisherigen Skandinavienferien sahen wir nie Elche und jetzt ständig.

Kurz bevor wir auf dem Campingplatz ankamen, ist auch das Paket mit den Ersatz-Rückspiegelgläser auf dem Campingplatz eingetroffen, jetzt haben wir wieder von Panzerband ungehindert klare Rücksicht.

Das Wetter hat sich leider im Verlauf des Tages verschlechtert, der Himmel wurde immer dunkler und am Nachmittag waren düstere Wolken über dem Campingplatz. Wir haben trotzdem einen Spaziergang in die Umgebung gemacht.

Elch zum Frühstück

Nein es gab kein Trockenfleisch, sondern 2 Elche praktisch vor der Haustür. Als wir im Wohnmobil am Frühstück sassen, draussen war es kühl und Hochnebel verdeckte die Sonne, standen plötzlich an einem Hang gleich in der Nähe 2 Elche.

Das war unser letztes Erlebnis auf Grytøya, bald danach fuhr unsere Fähre. Wir sind unter einer Nebeldecke weiter gefahren in Richtung Vesteralen. Erst kurz vor Sortland riss die Nebeldecke auf und wir konnten uns an den schönen Farben der Landschaft kaum sattsehen.

Wir machten mehrere Fotostopps, hätten aber noch viele mehr machen können. Wir sind bis Risøyhamn gefahren, wo wir auf einem Stellplatz übernachten.

Gegen Abend machten wir noch einen kleinen Spaziergang gleich beim Dorf auf einem schönen Rundweg. Wir sahen diverse Blumen und Tiere, inkl. einer Elchmutter mit einem Jungtier.

 

2 Tage auf Grytøya

Es war gestern so schönes Wetter, dass wir den ganzen Tag beim Wohnmobil sassen und die Wärme und schöne Aussicht genossen. Wir haben uns darum auch entschieden noch einen Tag an dem schönen Ort mit sehr netten Gastgebern zu verbringen, da auch das Wetter weiterhin über 20° am Tag ist.

Am Abend machten wir eine Wanderung, in ein Tal gleich hinter dem Haus, wo man ev. Elche sieht. Die Wanderung war sehr schön, aber die Elche hielten sich weiterhin hartnäckig versteckt.

Heute hatte es am Morgen etwas Nebel über dem Wasser, der von der Sonne aber rasch weggebrannt wurde. Einzig am anderen Fjordufer hielt sich hartnäckig ein Nebelband.

Gegen Mittag sind wir mit dem Wohnmobil ins nahe Dorf gefahren um Einzukaufen. Nebst allerlei Nötigem haben wir auch ein Körbchen Erdbeeren erstanden, die 100 Meter neben dem Laden wachsen. Gestern bekamen wir von unseren Gastgebern ein paar zum Probieren, sie sind zuckersüss und geschmackvoll.

Danach fuhren wir noch ein paar Kilometer weiter an einen kleinen traumhaft schönen Sandstrand mit feinem fast weissem Sand. Das türkisblaue Wasser war ziemlich frisch, mehr als ein kurzes Eintauchen gab es nicht.

Auf der Rückfahrt zu unserem Stellplatz rief Coni, plötzlich: 2 Elche! Tatsächlich standen in der Wiese 2 schöne Elche und waren so nett sich auch fotografieren zu lassen.

Grytøya ist wirklich wunderschön und es hat erstaunlich wenig Touristen, obwohl die Insel zwischen Senja und den Lofoten liegt und landschaftlich ebenso schön ist.

Von Einem schönen Ort zum Nächsten

Der Campingplatz Solbergfjord ist recht klein und einfach gehalten, aber mit sehr netten Besitzern. Vor allem liegt der Platz in einer schönen Umgebung. Am Samstag haben wir einen Spaziergang gemacht und uns im Fischen versucht. Weil wir nichts Rechtes gefangen haben, gab es zum Znacht als Ersatz Köttbullar. Den ganzen Tag über war es wieder schön und warm. Die Nacht auf Sonntag war dann sehr warm, es kühlte nur auf 18° ab, das Morgenessen konnten wir darum gut draussen mit der super Aussicht geniessen. Die Mitternachtsonne sahen wir übrigens nur fast, um 11:30 verschwand aber die Sonne hinter den Bergen von Senja.

Wir sind heute weiter gefahren in Richtung Harstad, zuerst durch eine ganz tolle Landschaft, dann mit der Fähre über einen Fjord nach Harstad.

Kurz hinter Harstad ging es dann gleich weiter mit einer weiteren Fähre auf die Insel Grytøya. Diese Fähre ist sogar gratis, Norwegen will einsame Gegenden damit fördern, Tourismus und so. Das hat uns zwar gefreut, die Frage ist aber schon ob das sinnvoll ist, nachdem jetzt Gegenden wie die nahen Lofoten oder das Nordkapp überquellen von Touristen und Massnahmen wie Parkzeitbeschränkungen eingeführt werden. Auf die Insel Grytøya sind wir durch Park4night gestossen. Gleich in der Nähe des Fähranliegers bietet ein deutsches jüngeres Paar auf seinem Grundstück 2 Stellplätze an. Der Platz erwies sich wieder als wunderschöner Platz mit toller Aussicht und wir wurden sehr herzlich von Melanie und Marco empfangen. Auch heute war wieder Prachtswetter bei ca. 25°.

Hochs und Tiefs

Hochs:  warmes Wetter, schöne Landschaften, Bad im Nordatlantik

Tief: Rückspiegel kaputt, schlechte Strassen

Schon am Morgen um 9 Uhr zeigte das Thermometer 22° an. Im Verlaufe des Tages kletterte die Temperatur bis auf 29° an. Wir sind von Tromsø aus weitergefahren bis in die Nähe von Bardufoss. Wir nahmen aber nicht die E6 sondern die andere Seite vom Fjord. Zuerst über die spektakulären Brücken von Tromsø und dann alles der Küste entlang. Die Strasse auf dieser Seite ist ziemlich schmal, wenn alle Verkehrsteilnehmer schöne auf der Seite fahren kann man aber selbst einen Lastwagen kreuzen. Als uns einmal 3 Autos hintereinander entgegenkamen fuhr das dritte leider nicht auf der Seite und schon gab es einen Knall, die Rückspiegel hatten sich berührt und das Spiegelglas landete auf der Strasse. Wir fuhren ganz auf der Seite, aber lange Diskussionen bringen ja nichts, weiter ist ja nichts passiert. Das lädierte Spiegelglas haben wir notdürftig in die Halterung geklebt, wenigstens sieht man so noch etwas - Ersatzteil ist schon bestellt. Die schöne Landschaft liess aber den Ärger schnell verblassen.

Auf der Weiterfahrt wurde die Strasse immer schlechter, wellig und mit vielen Löchern und Flickstellen. Zwischendurch ein recht düsterer Tunnel unter einem Meeresarm durch. Wir waren froh als wir kurz vor Bardufoss wieder auf eine anständige Strasse gelangten. Danach ging es noch ca. 30 Km weiter unter Anderem durch einen Über 1 Km langen Tunnel, bei dem ein Kreuzen eher schwierig gewesen wäre. Kurz vor dem Campingplatz kamen wir an 2 Sandstränden vorbei an denen es fast wie an der Riviera zuging.

Bis zum Sonntag sind wir jetz auf dem Camping Solbergfjord, einem kleinen Platz mit sehr schönen Stellplätze direkt am Meer. Bei einem kurzen Bad im Meer konnte ich (Mathias) feststellen, dass es überraschend warm war, habe schon in kälterem Meer gebadet.

Eine Seite für unsere Freunde. Wenn sich sonst jemand hierher verirrt hat, darf er sich natürlich auch an den Inhalten erfreuen.

Zu finden sind auf der Webseite Reiseberichte unserer Wohnmobiltouren.

 

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Warum heisst der Blog kleine Fluchten? Ja klar weil es für uns nebst grösseren Reisen auch immer Wochenendausfüge in eine andere Lebensart, eben kleine Fluchten sind. Es gibt aber noch einen weiteren Grund, warum der Titel für uns so passt. Unsere Freundschaft begann einmal vor langer Zeit im Kino, der Film hiess: Kleine Fluchten...... wen es interessiert, der Film: Link auf Wikipedia
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