Kleine Fluchten - WoMo-Blog

Blog über unsere Wohnmobilaktivitäten, gedacht für Freunde und andere Interessierte. Warum heisst der Blog kleine Fluchten? Ja klar weil es für uns nebst grösseren Reisen auch immer Wochenendausfüge in eine andere Lebensart, eben kleine Fluchten sind. Es gibt aber noch einen weiteren Grund, warum der Titel für uns so passt. Unsere Freundschaft begann einmal vor langer Zeit im Kino, der Film hiess: Kleine Fluchten...... wen es interessiert, der Film: https://de.wikipedia.org/wiki/Kleine_Fluchten PS: Wenn im Blog Produkte genannt werden, ist das nicht weil ich Werbung dafür mache und damit etwas verdiene, sondern rein aus eigener Erfahrung und Überzeugung.

Glad Midsommar im Frevisören Camp & Resort

Glad Midsommar oder auf deutsch: schönen Mitsommer. Am Freitagmorgen hat sich der Campingplatz noch ganz gefüllt mit Schweden. Wir haben nur 2 deutsche und ein norwegisches Fahrzeug ausgemacht. Der Morgen begann zwar mit blauem Himmel aber einem bissigen Nordwind. Als sich der Wind gegen Mittag legte haben wir einen Spaziergang um die Halbinsel gemacht, zum Teil sieht es fast wie im Süden aus und dann wieder typisch nordisch.

Am Nachmittag hörte der Wind dann auf und es wurde richtig warm. Überall auf dem Campingplatz haben sich die Schweden in Gruppen zusammengesetzt und palavert. Gegen Abend wurde es etwas lauter, beruhigte sich aber bald, vielleicht auch wegen dem kühlen Wetter, um 8 Uhr abends war es nur noch 13°. Wir sind bis Mitternacht aufgeblieben, wobei „Nacht“ natürlich nicht stattfindet, sondern es bleibt taghell.

Am Samstag war es mit 15° auch ziemlich kühl, aber fast windstill. Wir haben mit dem Kajak einen Ausflug um die Halbinsel gemacht. Das man sich auf dem Meer befindet merkt man eigentlich nicht, es fühlt sich eher wie auf einem See an, auch das Wasser ist am oberen Ende der Ostsee kaum salzhaltig, es leben auch Hecht, Barsch und andere Süsswasserfische im Meer.

Am Sonntagmorgen war grosses Aufbrechen, am Nachmittag war der volle Campingplatz leer bis auf ein paar wenige Camper und uns. Wir haben nochmals einen Paddelausflug gemacht. Allerdings war es gegenüber gestern etwas anstrengender, weil etwas Wind aufkam und es auf den offenen Wasserflächen grössere Wellen gab.

Am Abend genossen wir ein sehr gutes Nachtessen im Restaurant beim Campingplatz. Wir waren sehr überrascht, wie gut man hier essen kann.

Ganz oben an der Ostsee

Wir sind heute nochmals nach Gammelstad gefahren. Neben dem Kirchendorf gibt es ein kleines Freilichtmuseum, dass wir gestern nicht angeschaut haben, weil es zu Regnen begann.

Heute war recht viel Betrieb und einige Häuser offen, die man anschauen konnte. Auf dem Gelände liefen auch die Vorbereitungen für das morgige Mittsommerfest.

Nebst dem Freilichtmuseum habe ich gelesen, gibt es in ca. 1 Km Entfernung auch eine Heilquelle die als Attraktion angepriesen wird. Auf einem Bretterpfad durch den Wald, der von aggressiven Mücken wimmelt, sind wir zu der „Heilquelle“ gelangt, die sich als Mücken verseuchtes Sumpfloch entpuppte.

Nach dem Besuch des Freilichtmuseums sind wir das letzte Stück bis ganz oben an der Ostsee gefahren. In Kalix waren wir noch für das verlängerte Wochenende einkaufen, damit wir Mittsommer überstehen. Bis Montag haben wir uns auf einem Campingplatz auf einer Halbinsel in der Ostsee, die hier gar nicht wie ein Meer aussieht einen Platz gebucht. Ausser uns sieht man auf dem Platz nur schwedische Autokennzeichen - mal schauen wie das mit Mittsommer wird.

Coiffeursuche

Heute sind wir via Piteå nach Luleå gefahren. Unterwegs sahen wir eine grosse Schar Kraniche, weiter südlich sahen wir immer wieder Kraniche, dass sie aber so weit im Norden sind hat uns überrascht.

Nach Piteå sind wir gefahren um unsere Gastankflasche zu füllen. Die LPG-Tankstellen sind im Norden ziemlich dünn gesät, in Finnland gibt es gar keine, die nächsten Stationen sind Kiruna oder Alta in Norwegen. Bevo wir nach Luleå hineingefahren sind, haben wir die alte Kirchenstadt besucht, die als Luleå gegründet wurde, bevor die Stadt direkt ans Meer verlegt wurde. Deshalb heisst die Kirchenstadt Gammelstad, was nichts mit gammeln zu tun hat, sondern Altstadt heisst. In der Kirchenstadt hatten die Familien aus den zum Teil weit entfernten Dörfern und Gehöften ein kleines Haus, heute wäre es ein Tiny-House, um die Kirchenfeste zu besuchen.

Nach diesem Besuch sind wir in die neue Stadt Luleå gefahren, haben aber keinen Parkplatz gefunden und sind jetzt deshalb etwas ausserhalb beim Eisberecherhafen untergekommen.

Wir sind dann zu Fuss ins Zentrum gelaufen, um die Stadt anzuschauen und für Coni einen Coiffeur zu finden. Coiffeure haben wir einige gefunden, aber bei allen hiess es: leider ausgebucht. In Schweden beginnen dieses Wochenende die Sommerferien und vor allem ist am Freitag auf Samstag Mittsommernacht, da wollen natürlich alle schön sein. Da wir ja eh nicht so die Fest-Typen sind, kann Coni es verkraften erst nach Mittsommernacht einen Coiffeurtermin zu bekommen. Die Stadt haben wir ansonsten ziemlich schnell angeschaut, weil es nicht viel zu Sehen gibt.

Für den Rückweg zum Übernachtungsplatz haben wir uns einen e-Scooter gebucht, wir hatten müde Füsse und es begann wieder etwas zu Regnen.

Ein wunderbarer Tag

Der wunderbare Tag bezieht sich nicht nur auf das recht schöne Wetter, sondern vor allem auf das was wir Heute gesehen haben.

Einsam im Wald verbrachten wir eine ruhige Nacht. Am Morgen vor dem Frühstück sind wir das kurze Stück bis zur Quelle Grodkällan oder auf englisch Frog Springs gelaufen. Wir waren alleine unterwegs, bis auf die vielen Mücken. Bei der Quelle handelt es sich um eine Unterwasserquelle, bei der man im tiefen klaren Wasser am Grund die Quelle blubbern sieht. Fantastisch sind vor allem auch die schönen Farben.

Danach haben wir gemütlich gefrühstückt, bevor wir ca. 90 Km weiter gefahren sind zum Storforsen. Da haben wir auf dem Camping ähnlichen Stellplatz einen schönen Platz direkt am Fluss erhalten.

Beim Storforsen handelt es sich nicht um einen richtigen Wasserfall, sondern um 600 Meter lange Stromschnellen wo das Wasser 50 Höhenmeter hinabschiesst. Es ist ziemlich eindrücklich den Wassermassen zuzuschauen, die da brodeln und tosen.

Aber noch besser haben uns die kleineren Flüsschen, Bäche und Tümpel neben dem Hauptstrom gefallen. Entlang den Stromschnellen kann man über glatt geschliffene Felsen sehr viel schöne Sachen entdecken. Wir haben fast 4 Stunden damit verbracht um uns an dieser Naturpracht satt zu sehen. Darin schön eingebettet gibt es verschiedene Stege und Feuerstellen. Oberhalb der Stromschnellen hat es noch so etwas wie ein Freilichtmuseum, das den Holzfällern und Flösser gewidmet ist.

Den Abend haben wir uns noch mit einem guten Essen im Restaurant verschönert.

Viel Wald

Wir sind heute weiter der E45 (Inlandsvägen) nach Norden gefolgt. Ausser Wald und ein paar Seen gab es nicht viel zu Sehen. Abwechslung gab es wieder einmal durch eine grössere Baustelle mit dem bekannten geführten Kolonnenverkehr und mehreren Gruppen Rentiere.

Praktisch den ganzen Tag, bis wir an unserem Übernachtungsplatz waren, sind wir vor einer Regenfront hergefahren. Den ganzen Spätnachmittag und Abend hat es geregnet. Deshalb haben wir den Besuch der angepeilten Quelle auf Morgen verschoben, da sollte das Wetter besser sein.

 

2 Tage warmes Wetter

Gestern Samstag wurde es zwar nicht so warm wie vorhergesagt. Am Morgen fing es gut an, wir konnten draussen Frühstücken gegen Mittag war es richtig heiss, bis plötzlich ein kalter Wind aufkam und es rasch 6°-7° abkühlte. Der Sonntag begann wiederum sehr schön und es blieb dann auch bis am Abend schön und warm.

Storumans Camping

Nachtrag zu gestern Abend:

Als wir auf den See hinausschauten, schwamm plötzlich etwas vorbei, von dem wir zuerst nicht sicher waren was es ist. Nach etwas Recherche sind wir ziemlich sicher, dass es ein Fischotter war.

Heute sind wir noch ein Stück auf dem Vildmarkswägen gefahren, bevor wir in Richtung Storuman abbogen, die Fahrt (gute 140 Km) war eher langweilig, weil die Strasse die meiste Zeit durch den Wald führt.

In Storuman sind wir auf den Campingplatz gefahren, auf dem wir 2022 schon einmal waren. Es ist der Platz, auf dem wir ein Wochenende verbrachten, nachdem Malheur mit dem Benzin statt Diesel tanken - und wir dafür mit unseren ersten Polarlichter belohnt wurden.

Link zum damaligen Beitrag: https://www.reppi.ch/entry/polarlicht

Wir bleiben hier wiederum über das Wochenende, nicht wegen Polarlichter, dafür ist es zu hell bei Sonnenuntergang um Mitternacht und 2 Uhr Sonnenaufgang, sondern weil auf das Wochenende schönes warmes Wetter angesagt ist.

Das warme Wetter begann schon heute gegen Abend, so sind wir in ein Restaurant zum Abendessen gegangen und genossen unser Essen auf dem Balkon, gut bewacht vom Haushund.

Stekenjokk

Heute haben wir so etwas wie das Herzstück des Vildmarkswägen unter die Räder genommen. Dies führt über die Hochebene Stekenjokk, auf ca. 850 Meter, ein Stück der Strecke ist im Winter gesperrt und wird jeweils erst ab dem 6. Juni geöffnet.

Aber bevor es auf die Hochebene ging haben wir unterwegs den Gaustafallet besucht.

Auf dem Steckenjokk gibt es einen grossen Parkplatz, da standen ca. 30 Camper. Wir haben auch angehalten und haben in der Winterlandschaft einen Spaziergang gemacht. Die Temperatur betrug um die Mittagszeit 5°, aber der Wind machte es gefühlsmässig deutlich kälter, trotzdem genossen wir die grandiose Landschaft.

Nach der Hochebene ging es rasch wieder hinab in den Frühling auf 500 Meter.

Wir besuchten einen weiteren Wasserfall, den Fiskonfallet.

Ein kurzes Stück weiter kamen wir dann zum Trappstegsforsen (Treppenstufen-Stromschnellen), warum die so heissen sieht man sofort.

Ganz in der Nähe haben wir ein einsames Plätzchen zum Übernachten gefunden und den Nachmittag / Abend bei Temperaturen um 15° genossen.

Sonnenuntergang ist mittlerweile 23:45 und um 2:00 Uhr geht sie wieder auf.

Wasserfälle

Am Morgen begann es leicht zu Regnen, das Nieseln hielt bis in den Nachmittag an. Unsere erste Wegstrecke, ca. 50 Km war einen Naturpiste, entsprechend sieht das Wohnmobil jetzt auch aus!

Wir haben heute viel Wasser gesehen, nicht nur von oben, sondern auch in Form von Bächen, Flüssen, Seen und Wasserfällen.

Als Erstes sind wir zum Hällingsåfallet gefahren. Das Wasser stürzt spektakulär aus einer Höhe von 43 Meter in eine Schlucht.

Auf dem weiteren Weg haben wir einen Halt gemacht um den unteren und oberen Brakkåfallet anzuschauen. Zwei auch sehr schöne Wasserfälle.

Ein Stück weiter am Blåsjön-See sind wir zum Übernachten auf einen Stellplatz gefahren.

Gegen Abend wurde das Wetter immer besser und die Sonnen gab sich noch die Ehre.

 

 

Vildmarksvägen

Wir haben den Campingplatz Lit, auf dem wir uns sehr wohl fühlten verlassen und sind Richtung Vildmarksvägen gefahren. Bis nach Strömsund folgten wir der E45, dem Inlandsvägen mit erstaunlich wenig Verkehr.

Kurz vor Strömsund lief weit vor uns eine Elchkuh mit einem Jungen über die Strasse - wieder kein Foto. In Strömsund sind wir Einkaufen gegangen bevor wir uns auf den Vildmarksvägen begeben haben. Die Strasse ist sehr gut ausgebaut und war heute wenig befahren, so konnten wir die Fahrt richtig geniessen. Als Übernachtungsort haben wir uns ein Plätzchen an einem gestauten Fluss ausgesucht.

Einen kleinen Spaziergang haben wir auch noch gemacht und das herabschiessende Wasser bestaunt.

Am späteren Nachmittag sind wir vor dem Womo gesessen, bei angenehmer Sonne und genossen die super Aussicht.

Camping Lit

Am Samstag hat es wie vorhergesagt den ganzen Tag geregnet. Nebst einem Regenspaziergang und einigen erfolglosen Würfen mit der Angelrute haben wir den Tag drinnen verbracht. Wir vertrieben uns die Zeit mit Spielen und Lesen.

In der Nacht auf Pfingstsonntag hörte der Regen auf und schon am Morgen schien die Sonne. Wir haben das Kajak zusammengesetzt und sind ein paar Kilometer den Fluss Hårkan hinauf gepaddelt. Obwohl der Fluss so ruhig fliesst, hat er eine rechte Strömung, entsprechend anstrengend war es flussaufwärts. Dafür konnten wir uns dann hinab treiben lassen und die Landschaft geniessen.

Am Montag war es schon wieder vorbei mit dem schönen Wetter, am Morgen hat es etwas geregnet und vor allem war es merklich kühler geworden. Sehr viel haben wir heute nicht gemacht, Wäsche gewaschen und einige erfolglose Angelversuche. Ab Morgen soll das Wetter für ein paar Tage etwas besser werden.

Nationalfeiertag in Schweden

Heute am 6. Juni ist Schwedens Nationalfeiertag. Das sei Einer der 2 Tage im Jahr, der andere ist Mittsommernacht, an dem alles geschlossen ist haben wir gelesen. Auf der Strasse merkt man das, dadurch das es kaum Lastwagen unterwegs hat. Ansonsten ist uns nicht viel aufgefallen, in grösseren Orten soll es teilweise eine Feier geben, die Schwedenfahnen flattern sowieso überall, auch ohne Nationalfeiertag.

Wir sind von Bräcke nach Östersund gefahren und da etwas in der Stadt herumspaziert. Überraschenderweise waren die meisten Geschäfte geöffnet und ziemlich viele Leute unterwegs. Sehr viel Spannendes haben wir nicht gefunden, ausser dem Runenstein von Frösön, der 1050 entstanden ist und beschreibt, dass eine Brücke gebaut und die Menschen christianisiert wurden. Am Wasser fanden wir noch einen Kajak-Automat, da kann man sich übers Handy ein Kajak ausleihen. Wir sind auf knapp 400 Meter, hier ist noch Frühling.

 

Nach dem Besuch von Östersund sind wir ein kleines Stück weiter bis nach Lit gefahren und haben uns auf dem Campingplatz bis Dienstag einquartiert. Eigentlich wollten wir über das Pfingstwochenende den Vildmarksvägen, die höchste asphaltierte Strasse in Schweden, nur im Sommer geöffnet, unter die Räder nehmen. Allerdings ist der Wetterbericht ziemlich schlecht, regnerisch und kühl soll es werden, dass wir lieber ein paar Tage abwarten.

Auf dem Campingplatz in Lit haben wir einen sehr schönen Platz direkt am Fluss auswählen können. Der Besitzer des Platzes ist etwas ausgeflippt, was sich auch auf dem Platz, durchaus sympathisch zeigt.

 

Bräcke

Je weiter wir in den Norden kommen desto deutlicher werden die Tage länger. Heute war Sonnenaufgang um 03:27 und Sonnenuntergang gegen 23:00 Uhr. Da wir unser Womo aber recht gut abdunkeln können lässt es sich auch sehr gut schlafen, wenn draussen bereits die Sonne scheint. Wir sind heute mit ca. 240 Km nochmals eine etwas längere Etappe gefahren. Meistens auf sehr schönen Strassen mit wenig Verkehr.

Zwischendurch gab es ein Stück über 30 Km wo die Strasse saniert wurde, mehrmals Stücke einspurige Strecken, bei denen man selber schauen muss ob die Strasse frei ist. Ca. 10’ sind wir aber auch im Konvoi gefahren, da steht man am Lichtsignal an und wartet bis das Führungsauto kommt und die Kolonne abholt.

Den ganzen Tag über war schönes Wetter mit angenehmen 17°-18°. Nur gerade als wir bei unserem Übernachtungsplatz in Bräcke ankamen, gab es dunklere Wolken und kräftigen Wind. Gegen Abend war es dann wieder richtig schön. Bräcke hat einen sehr schönen Stellplatz am See, ansonsten gibt es nicht viel Sehenswertes, halt ein typischer kleinerer Ort im Norden. Aber immerhin gibt es neben anderen Läden auch einen Systembolaget, ein staatliches Alkoholgeschäft in dem wir einen 3 Literkarton trinkbaren Rotwein zu einem vernünftigen Preis erstanden haben.

Timber Lodge

Die Nacht war dann überraschend ruhig, nach 10 Uhr am Abend, waren ziemlich alle Autos weg und es wurde ruhig - bis auf die Vögel die mehr oder weniger die ganze Nacht lärmten. Insbesondere eine zur Nachtigall verwandte Art namens Sprosser war die ganze Nacht zu hören. Am Morgen vor 4 Uhr, gesellten sich dann Amsel, Drossel, Mönchsgrasmücke und Tauben dazu.

Wettermässig war es heute durchzogen, mit immer mal wieder etwas Regen. Wir sind daher ein etwas grösseres Stück gefahren, bis zur Timber Lodge Skalsjögarden. Als wir gestern einen Übernachtungsplatz für heute suchten, sind wir auf die Timber Lodge gestossen und haben gelesen, dass diese von einem Schweizer Paar bewirtschaftet wird. Am Abend reichte es noch für einen Spaziergang durch die schönen Wälder rings um die Lodge, bevor wir mit einem ganz feinen Nachtessen verwöhnt wurden.

 

Örebro und Elchsichtung

Heute haben wir den schönen und geruhsamen Campingplatz Malexander verlassen und sind weiter nordwärts bis nach Örebro gefahren. Die Route führte uns durch sehr schöne abwechslungsreiche Landschaften. Verschiedene Wälder wechselten sich ab mit offenen Landschaften mit Ackerwirtschaft und zwischendurch immer wieder kleinere oder grössere Seen.

Unterwegs, leider gerade auf einer Schnellstrasse wo wir nicht anhalten konnten, haben wir unseren ersten wildlebenden Elch, genauer eine Elchkuh gesehen. Fotos gibt es leider davon nicht, wir waren zu schnell vorbei.

In Örebro stehen wir etwas ausserhalb des Ortes auf einem Parkplatz. Bei einem Spaziergang durch die Stadt stellten wir überrascht fest, dass es ein lebendiges hübsches Stadtzentrum gibt. Dazu eine mächtige Burg, im Wasser gelegen. Von unserem Parkplatz führt ein Weg dem Kanal entlang, auf dem fleissig gejoggt und Velo gefahren wird. Jetzt am frühen Abend ist recht viel Betrieb auf dem Parkplatz, Autos fahren hin und wieder weg, jemand wechselt die Pneus am Auto und diverse Autofahrer probieren ihre Bum-Bum Bässe aus. Hoffentlich legt sich der Betrieb noch etwas auf die Nacht hin!

Camping Malexander

Der Campingplatz liegt direkt über dem grossen Sommensee. Ein grosser Teil ist durch Dauercamper belegt.

An Auffahrt war wunderbares Wetter, blauer Himmel und ca. 19°. Schon unser Frühstück konnten wir draussen geniessen. Wir haben einen Ausflug mit dem Kajak gemacht auf dem schönen Sommensee. Am Nachmittag war es an der Sonne gerade noch knapp zum Aushalten, wir genossen das schöne Wetter beim Womo. Der Campingplatz ist gut zur Hälfte gefüllt, praktisch alles von Schweden die wohl das verlängerte Wochenende hier verbringen. Am Abend gab es wieder mal etwas aus dem Omnia, eine Blumenkohlbombe - war sehr lecker.

Am Freitagmorgen hat es etwas geregnet, das Wetter wurde aber rasch besser und am Nachmittag war es wieder schön und warm. Ideales Wetter um wieder einmal einen Waschtag einzulegen.

Den Samstag verbrachten wir bei schönem Wetter mit paddeln, angeln und Sonne geniessen beim Wohnmobil.

Den Sonntag, unseren 40. Hochzeitstag, begannen wir am Morgen gemütlich, und machten dann eine grössere Kajaktour. Im Verlauf des Mittags gab es einen kurzen Regenguss, ansonsten war das Wetter schön und warm. Zum Abendessen haben wir uns ein Fondue Chinoise improvisiert, weil tatsächlich einfach alles was Laden und Restaurant betrifft in Malexander geschlossen ist.

Am Montag sind wir auf dem Campingplatz geblieben und haben zwischen Drinnen und Draussen ein paarmal gewechselt. Es war richtiges „Aprilwetter“,  wenn die Sonne schien war es angenehm warm bis heiss, dann gab es wiederum dicke dunkle Wolken und auch ein paar Regentropfen und vor allem einen kräftigen kühlen Wind.

nach Malexander

Nach einer ganz ruhigen Nacht sind wir am Morgen ins nahe Eksjö gefahren um unsere Vorräte aufzufüllen und das Städtchen anzuschauen. Eksjö gilt als eine der schönsten Holzhaus-Siedlung in Schweden. Tatsächlich gibt es sehr viele schmucke Holzhäuser, teilweise 400 - 500 Jahre alt.

Weil es praktisch auf unserem geplanten Weg lag sind wir noch bei der Heimat von Michel aus Löneberga vorbeigefahren. Praktisch alle Aussenaufnahmen wurden auf dem Hof Katthult gedreht.

Ein kurzes Stück weiter befindet sich die grösste Eiche Schwedens, über 14 Meter Umfang hat der fast 1000 Jahre alte Baum. Leider scheint er seinem Lebensende entgegen zu gehen, nur noch ein Ast ist grün.

Wir sind dann über schmale Strassen, auch ein Stück Naturstrasse, nach Malexander auf den dortigen Campingplatz gefahren. Auf dem schönen Platz bleiben wir bis nächsten Dienstag, Waschen, Paddeln und Angeln ist geplant.

Am Abend machten wir noch einen Rundgang durch den Ort. Den hat man rasch gesehen, in der Jahreszeit ist sowieso noch alles geschlossen (1 Restaurant und 1 Laden). Dafür kann man mitten auf der Hauptstrasse spazieren gehen. Einzig die Mücken sind schon da, vor allem am schönen See.

Regnerisch und trotzdem schön

Heute war ein interessanter Tag, auf den gut 100 Km die wir gefahren sind, haben wir allerhand angeschaut.

Als Erstes besuchten wir den grossen Friedhof von Värnamo, dieser hat uns neugierig gemacht, weil er auf der Karte wie ein Park aussah. Es ist ein schöner Friedhof, auf dem es auch muslimische Gräber gibt. Interessant sind die Steinhügel, erinnern irgendwie an Gräber aus früherer Zeit.

Genau solche standen als nächstes auf unserem Plan, wir schauten uns ein prähistorisches Grabfeld an. Es soll ca. 200 Grabhügel geben, aus der Zeit irgendwo 1000 v. Chr. bis 500 v.Chr.

Ein bisschen weiter steht die alte Kirche von Vallsjö am Wegesrand. Weil ohne Heizung wird sie nur im Sommer benutzt, war aber zum Glück offen, so konnten wir das Innere auch besichtigen. Der Bildstein ist aus dem 13. Jahhundert, die Kirche selber wohl aus dem 17. Jahrhundert. Um die Kirche herum sind diverse alte Gräber und der Kirchturm. Das Ganze an schöner Lage, ein wirklich  friedlicher Flecken.

Als Letztes, bevor wir zu unserem Übernachtungsplatz kamen, sind wir in einem Naturschutzgebiet bei Vetlanda etwas spazieren gegangen. Praktisch durch das ganze Waldgebiet fliesst Wasser. Tiere haben wir keine gesehen, nur lustig bemalte Vogelhäuser.

Elche haben wir auch heute unterwegs keine gesehen, aber Rehe und Kraniche.

Zum Übernachten sind wir an einen See gefahren, an dem es einen kleinen Parkplatz gibt, im Sommer sicher auch schön zum Baden, heute etwas kühl bei 14° Lufttemperaturen und etwas Regen.

Schöner Stellplatz Skeda Strand

Am Morgen haben wir den Klostergarten besucht, eine sehr schöne Anlage. Das Innere des Klosters Bosjö konnten wir nicht anschauen, weil es erst gegen Mittag offen gewesen wäre.

Bis dahin sind wir aber bereits weitergefahren, bei recht schönem Wetter konnten wir die Landschaft unterwegs geniessen. Bald sahen wir auch die ersten Elchtafeln, jetzt fehlt uns nur noch das Original.

Zum Übernachten haben wir uns einen Stellplatz an einem See ausgesucht. Der Platz entpuppte sich als tolle Anlage mit ganz vielen im Gelände verteilten Stellplätzen. Eine „Naturdusche“ lädt zum Duschen ein, wir haben aber aufgrund der Temperatur doch lieber die normale Dusche genutzt.

Rostock - Trelleborg

Am Hafen war über Nacht ziemlich unruhig, entsprechend haben wir auch schon besser geschlafen. Kurz vor 10 Uhr sind wir zum Fährhafen gefahren und auf die MS Skåne eingeschifft.

Nach 18 Uhr konnten wir die Fähre, nach einer ruhigen, regnerischen  Überfahrt, verlassen und sind noch ca. 80 Km weiter gefahren bis zum Kloster Bosjö.

Eine Seite für unsere Freunde. Wenn sich sonst jemand hierher verirrt hat, darf er sich natürlich auch an den Inhalten erfreuen.

Zu finden sind auf der Webseite Reiseberichte unserer Wohnmobiltouren.

 

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Warum heisst der Blog kleine Fluchten? Ja klar weil es für uns nebst grösseren Reisen auch immer Wochenendausfüge in eine andere Lebensart, eben kleine Fluchten sind. Es gibt aber noch einen weiteren Grund, warum der Titel für uns so passt. Unsere Freundschaft begann einmal vor langer Zeit im Kino, der Film hiess: Kleine Fluchten...... wen es interessiert, der Film: Link auf Wikipedia
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