Kleine Fluchten - WoMo-Blog

Blog über unsere Wohnmobilaktivitäten, gedacht für Freunde und andere Interessierte. Warum heisst der Blog kleine Fluchten? Ja klar weil es für uns nebst grösseren Reisen auch immer Wochenendausfüge in eine andere Lebensart, eben kleine Fluchten sind. Es gibt aber noch einen weiteren Grund, warum der Titel für uns so passt. Unsere Freundschaft begann einmal vor langer Zeit im Kino, der Film hiess: Kleine Fluchten...... wen es interessiert, der Film: https://de.wikipedia.org/wiki/Kleine_Fluchten PS: Wenn im Blog Produkte genannt werden, ist das nicht weil ich Werbung dafür mache und damit etwas verdiene, sondern rein aus eigener Erfahrung und Überzeugung.

Vera

Am Sonntagmorgen war es noch trocken, wir verabschiedeten uns von unserer netten Nachbarin und fuhren in Richtung Vera. Begleitet wurden wir von dunklen Wolken, aber es blieb trocken bis wir in Vera ankamen. Unterwegs fuhren wir an grossen Gewächshäusern und offenen Gemüsefeldern vorbei, wir kommen in die Region mit den riesigen Gemüseplantagen, deren Erzeugnisse in den Regalen der Geschäfte in Mitteleuropa zu kaufen sind.

Kaum hatten wir auf dem Stellplatz eingecheckt, begann es zu nieseln. In einer kleinen Regenpause sind wir einmal um den Stellplatz gelaufen, ansonsten haben wir uns im Wohnmobil gemütlich eingerichtet.

In der Nacht auf Montag hat es geregnet, gegen Mittag kam tatsächlich mal kurz sogar die Sonne hervor. Der Wetterbericht hatte zum Glück mit der Wettervorhersage nicht ganz recht, es war deutlich mehr Regen angesagt. Gegen Abend begann es dann wieder zu Regnen, bis gegen Morgen vom Dreikönigstag.

Am Dienstag, dem Dreikönigstag war dann der Regen endgültig vorbei. Es wehte aber ein unangenehmer Wind, bei 6° war es draussen ziemlich ungemütlich an diesem für Spanien wichtigen Feiertag. In Spanien ist der Dreikönigstag wichtiger als Weihnachten selbst. Die Kinder erhalten ihre Geschenke am 6. Januar, nicht am heiligen Abend oder Weihnachtstag. Diese Tradition ist tief in der spanischen Kultur verwurzelt und gilt als symbolischer Abschluss der Weihnachtszeit. Dazu gehört auch der Dreikönigskuchen, am 6. Januar isst man einen Róscon de Reyes, ein süsses Brot mit Zuckerguss und Sahnefüllung. Darin verborgen ist wie bei uns eine kleine Figur, wer sie in seinem Stück findet ist für einen Tag König. Es gibt aber noch einen zweiten Inhalt, nämlich eine Bohne, wer diese bekommt „darf“ die Zeche bezahlen. Auf dem Stellplatz wurden alle Wohnmobilbesatzungen am Morgen zu einem Stück Königskuchen und heisser - sehr süsser Schokolade eingeladen, eine wirklich nette Geste Vom Stellplatzbetreiber. Einen König haben wir nicht erwischt, ich nur eine Bohne…. zum Glück waren wir ja eingeladen.

Ebenfalls die Bohne erwischte ich bei unserem selber gekauften Dreikönigskuchen. Wer König ist, wurde leider nicht klar, wir haben den König genau in der Mitte angeschnitten, deshalb sind wir wohl beide Könige!

Gegen Mittag klarte es auf und an der Sonne war es schon recht angenehm, wir haben einen kleinen Bummel durch Vera gemacht. Die Ortschaft ist nicht gerade spektakulär, aber ein paar hübsch Orte hat es und vor allem sehr schöne Weihnachtsdekoration, die wir aber nur am Tag angeschaut haben.

2026

Am Sonntagabend wurden wir von einem Gewitter überrascht, mitten beim Kochen mussten wir von draussen ins Wohnmobil zügeln, die Blitze kamen bedrohlich nahe. Da wir selbst panierte Schnitzel machten und einen Kartoffelgratin dazu war das eine grössere Umzugsaktion und etwas eng im Wohnmobil zum Kochen. Bedrohlich sahen auch die Wasserhosen aus, die sich über dem Meer bildeten. Zum Glück kamen aber weder die Wasserhosen noch das Gewitter zu uns. Am Montagmorgen konnten wir dann lesen und in den Medien sehen, dass eine Wasserhose den Hafen von Puerto de Mazzaron erreichte und da einiges an Verwüstung an den Schiffen und den Hafenrestaurants anrichtete.

Am Dienstag sind wir mit unserer Campingplatz-Nachbarin, einer 80-jährigen rüstigen Dame nach Puerto de Mazarron gefahren (wir mitgefahren). Es soll da ein gutes asiatisches Restaurant mit Buffet geben. Das Restaurant entpuppte sich als richtiges Schlemmerparadies, für 16 Euro kann man soviel Essen wie man will und das Buffet ist wirklich riesig. Es gibt Suppen, Sushi, warme und kalte asiatische Spezialitäten, Salate und eine grosse Auswahl an rohem Gemüse, Fleisch, Fisch Muscheln, Calamares usw. die man sich frisch zubereiten lassen kann. Zum Abschluss locken noch allerlei Süssspeisen und Glaces. Den Rest vom Tag genossen wir ziemlich voll gegessen an der Sonne, bei 17° am Schatten.

An Sylvester machten wir eine ziemlich anstrengende Velotour und wurden dafür mit fantastischer Aussicht belohnt. Am Abend gab es das schon fast traditionelle Käsefondue.

Am Neujahrstag und am 2. Januar war es sonnig und mit 16° angenehm warm. Wir verbrachten die Zeit beim Wohnmobil unterbrochen von einem kleinen Ausflug nach Puerto de Mazarron und einem Spaziergang in die Umgebung.

Der Samstag, 3. Januar brachte einen Wetterwechsel, es war zwar warm aber der Himmel bedeckt mit grauem Dunst. Das Wetter soll sich in den nächsten Tagen sowieso von seiner garstigen Seite zeigen, Wind und Regen oder teilweise Schnee bis fast an die Küste ist für Sonntag - Dienstag angesagt. Wir fahren Morgen bis nach Vera und warten das schlechte Wetter ab. Danach starten wir so richtig ins 2026! Zuerst werden wir wieder nordwestlich in Richtung Galicien fahren, vermutlich, je nach Wetter, mit einem Abstecher nach Madrid. Den Januar und Februar wollen wir in Galicien und Portugal verbringen. Im März haben wir bis Anfang April bei Lagos, auf dem Campingplatz auf dem wir letzten Frühling waren, für einen Monat reserviert. Wir wollen die Algarve mit dem Mietauto erkunden. Danach werden wir der Mittelmeerküste entlang fahren und irgendwann erste Hälfte Mai in der Schweiz ankommen. Den Frühling und Sommer werden wir in der näheren Umgebung verbringen, es stehen einige Termine an. Im Herbst wird es wieder Richtung Süden, entweder in Richtung Italien oder Balkan gehen, das ist noch offen.

Camping Las Torres

Am Dienstag, 23. Dezember haben wir das schöne Wetter beim Campingplatz genossen, wir konnten draussen unseren Brunch essen.

Der Campingplatz ist in der Nacht wie erhofft sehr ruhig, für einmal gibt es aus der Umgebung kein Hundegebell. Auf dem Platz sind sehr viele Langzeitcamper die hier überwintern, vor allem aus Deutschland, den Niederlanden und Frankreich, aber auch ein Paar Schweizer, es braucht also kein Spanisch um sich zu unterhalten. An Infrastruktur hat es auf dem Platz was es braucht. Es gibt zwar auch ein beheiztes, gedecktes Bad, aber das ist ziemlich klein. Einen Tennisplatz gäbe es auch noch und ein Restaurant, dass aber nur am Wochenende offen ist und etwas karg aussieht. An der Rezeption kann man Brot, Wasser und die wichtigsten Dinge kaufen, der nächste Laden ist ca. 3 Km entfernt.  Man kann es hier einige Tage gut aushalten, aber einen ganzen Winter wäre nichts für uns.

An Heiligabend war es untertags warm, wir unternahmen eine kleine Velotour zum nahen Ort.

Am Abend verwöhnten wir uns mit einem Fondue Chinoise, haben uns dann aber ins Wohnmobil zurückgezogen, in den Nächten ist es nur 9° - 10°. Alle sagen so kalt, auch am Tag, sei es in den letzten Jahren nie gewesen.

In der Nacht auf den Weihnachtstag schlug das Wetter um, es begann zu Regen, den ganzen Tag über war es kühl und nass. Die kurze Störung war dann zum Glück auch schon wieder vorbei und wir fuhren am Stephanstag bei recht schönem Wetter mit dem Velo nach Puerto de Mazarron um uns etwas den Ort anzusehen und zum Einkaufen.

Am Samstag unternahmen wir eine kleine Wanderung in die Hügel die hinter dem Campingplatz beginnen. Wir staunten über die verschiedenen Büsche und Sträucher die Ende Jahr hier blühen. Das viele Grün scheint auch den Wildkaninchen zu gefallen, wir sahen mitten am Tag 3 putzige Tiere.

In der Nacht auf Sonntag begann es etwas kräftiger zu winden, eigentlich kein Problem, die Markise war gut befestigt. Aber irgendetwas knackte und übertrug sich aufs Wohnmobil. Mit den Windgeräuschen dazu, war nicht mehr an Schlaf zu denken, deshalb sind wir nachts um 4 Uhr nach draussen und haben die Markise abgebaut, bzw. eingezogen.

Am Sonntagmorgen war es schon wieder recht ruhig und ich habe die Markise wieder herausgekurbelt und noch besser als vorher befestigt, in der Hoffnung auf ruhige Nächte.

Quartier bezogen

Wir sind heute ein Stück weitergefahren, bis in die Nähe von Mazarron. Auf dem Campingplatz Las Torres werden wir Weihnacht - Neujahr verbringen. Am 4. Januar werden wir dann weiterfahren. Da der Campingplatz etwas im Hinterland liegt und es in der Nähe keinen Laden hat, haben wir heute noch Grosseinkauf gemacht und das Wohnmobil gefüllt. Auf dem Campingplatz angekommen sind wir gleich von der Nachbarin zu einem Glas Wein eingeladen worden, ein schöner Empfang.

Weihnachtsbeleuchtung und Krippen

Gestern sind wir mit dem Bus ins Zentrum von Murcia gefahren und haben uns die Weihnachtsdekoration bzw. Beleuchtung sowie 2 Krippen angeschaut. Am Nachmittag waren schon recht viele Leute unterwegs, nach dem Eindunkeln waren die Strassen dann voll mit Menschenmassen. Wir wollten eigentlich recht früh zum Wohnmobil zurück, allerdings mussten wir dann über eine Stunde auf den Bus warten um dann in einem Gedränge zurück zu fahren.

Heute sind wir darum mit dem Velo in die Stadt gefahren, das geht sehr gut, einerseits weil die Spanier Rücksicht nehmen auf die Velofahrer und das Radwegnetz in der Stadt ist wirklich sehr gut ausgebaut. Wir wollten zwei weitere Krippen ansehen, irgendwo hatte ich etwas von einer Sandkrippe gelesen, auf dem Platz wo sie sein sollte war aber nichts. Dafür fanden wir die lebendige Krippe, die nur heute über Mittag zu sehen war. Schön gemacht aber für Maria und Josef hätten etwas jüngere Schausteller glaubwürdiger gewirkt. Nachdem wir am Nachmittag zurück beim Wohnmobil waren, begann es zu regnen.

Burgenweg

Über Nacht hat uns der Nebel eingeholt, am Morgen war alles grau in grau. Das hielt sich aber als wir weiter in Richtung Murcia fuhren nicht lange. Bald war der Nebel weg, aber richtig schön wurde es den ganze Tag über nicht, es blieb bedeckt.

Bei Murcia sind wir auf einen privaten Stellplatz gefahren und wurden sehr freundlich begrüsst. Hier bleiben wir um Samstag und Sonntag etwas Murcia zu erkunden. Wir waren zwar schon letztes Jahr in Murcia aber es gibt noch genügend zu sehen. Heute haben wir am Nachmittag den Burgenweg erwandert. Der Rundweg ist ganz in der Nähe des Stellplatzes und führt an 3 Burgen vorbei, am spektakulären Castillo de Monteagudo, dem trutzigen Castillejo de Monteagudo und dem Castillo Larache. Da wir unterwegs doch merkten, dass wir von unserer Magen- Darmgeschichte noch etwas geschwächt sind, kürzten wir die Route ab und verpassten so das Castillo Larache, schön war die Runde trotzdem.

Nebelsuppe

Gestern ging der Fussballmatch doch etwas länger, es gab Verlängerung und dann noch Elfmeterschiessen, dass Albacete gewann. Entsprechend waren die Fans recht lange am Feiern, inkl. ein paar Böllerschüsse.

Als wir am Morgen aufwachten war draussen dichter Nebel. Der Nebel hielt sich fast über die ganze Tagesetappe, erst kurz vor unserem Ziel Salinas, einem kleinen Dörfchen in der Nähe von Sax wurde es klar.

In Salinas hat es einen Stellplatz in schöner Lage, leider sind die Plätze ziemlich schräg, wir stehen für diese Nacht ziemlich aus dem Lot. Dafür konnten wir am Nachmittag Sonne geniessen, die Lufttemperatur war nur 13° aber die Sonne gab schön warm.

Albacete

In der Nacht auf Mittwoch hat es geregnet, am Morgen war es aber trocken und bald zeigte sich etwas blauer Himmel. Wir fuhren durch einen Teil der La Mancha Region nach Albacete. Die Fahrt war sehr abwechslungsreich, normalerweise fährt man durch Reben oder Olivenplantagen oder wenn es über 800 Meter geht durch Mandelbaumplantagen. Hier auf einer Höhe von 750 - 800 Meter über Meer ist alles bunt gemischt. Daneben sahen wir auch Schweinemästereien, eine riesige Champignonzucht und eine schöne alte Windmühle.

In Albacete hat es einen Stellplatz auf einem grossen Parkplatz, nicht sehr schön, aber sonst gibt es nichts. Mit dem Bus sind wir am späteren Nachmittag in die Innenstadt gefahren. Es gibt einige schöne Gebäude, ein paar Parkanlage und eine sehr schöne Kirche.

Ansonsten wäre nicht viel zu erwähnen, wenn nicht Weihnachtszeit wäre, beim Eindunkeln lassen sich nämlich diverse Weihnachtsbeleuchtungen entdecken. In der Haupteinkaufsstrasse gibt es sogar so etwas wie eine Lichtshow, die musikalisch begleitet wird.

Als wir mit dem Bus zum Wohnmobil zurückkamen herrschte ein grosses Verkehrschaos. Wie wir herausfanden spielt Albacete heute im spanischen Fussballcup und das Stadion ist ganz in der Nähe. Wir hören den Jubel, bzw. die Empörung der Zuschauer recht gut im Wohnmobil.  Zum Glück war der Anpfiff bereits um 19:00 Uhr, so wird es nachts hoffentlich ruhig.

Camping Kiko Park

Am Montag war es fast den ganzen Tag trocken, aber bewölkt. Der Dienstag brachte dann doch etwas mehr Regen. Da wir immer noch etwas mit Magen- Darmproblemen kämpfen, haben wir nur kleine Spaziergänge hinab zum Contreras Stausee gemacht. Schade hatte es keine Sonne, die Farben müssen fantastisch aussehen.

Requena

Für die nächsten Tage ist vor allem an der Küste recht viel Regen angesagt. Wir haben deshalb beschlossen etwas ins Landesinnere auszuweichen, da sollte es zwar kühl sein aber weniger regnen.

Praktisch die ganze Fahrt war es dann auch feucht, erst kurz vor Requenas hörte es auf zu nieseln.

Wir machten deshalb einen Besuch der Altstadt von Requenas und waren ziemlich enttäuscht. Die eigentlich schöne Altstadt wirkt sehr ungepflegt und dreckig und diverse Gebäude sind abbruchreif. Bei der Festungsanlage kann man den Turm besichtigen und hat eine gute Aussicht, der Aufstieg erfolgt über steile dunkle Stufen, passt irgendwie zum Gesamteindruck der Stadt.

Nach dem Besuch der Stadt fuhren wir weiter durch das grosse Rebbaugebiet, die Reben werden hier bis auf 850 Meter über Meer gepflanzt.

Beim Contrera-Stausee haben wir einen offenen Campingplatz gefunden, weit ab von einem Dorf. Ausser uns sind auf dem grossen Platz noch 3 andere Camper, man kann sich also gut aus dem Weg gehen. Wir haben für 3 Nächte gebucht, ab Mittwoch sollte das Wetter besser werden.

Geldo

Obwohl beim Stellplatz von Onda eine Strasse vorbeiführt haben wir sehr gut geschlafen. Am Samstagmorgen bedeckten dunkle Wolken den Himmel, der Wetterbericht hatte auch Regen angesagt. Es blieb den ganzen Tag über bedeckt, aber ausser etwas Nieselregein blieben wir verschont, zwischendurch sahen wir kurz auch mal etwas blau am Himmel. Wir fuhren nach Ain, einem hübschen kleinen Bergdorf. Wir spazierten durch die paar kleinen Gässchen und sahen tatsächlich schon die ersten Mandelblüten an einem Baum.

Die Weiterfahrt führte uns über den Coll de la Ivola, eine schmale Passstrasse, die bis auf 730 Meter hoch führt, durch eine einsame schöne Gegend.

Wieder im Tal sind wir nach Geldo gefahren, einem kleinen eigentlich unscheinbaren Ort, ausser das es einen Stellplatz hat und vor allem ganz viele Wandbilder. Bei einem Bummel durch das Dörfchen, haben wir 43 Bilder entdeckt, es gäbe wohl noch mehr zu entdecken.

Onda

Wir haben am Morgen unseren Platz geräumt und sind weiter gezogen. Zuerst wurde in Peñiscola an einer Waschanlage der Dreck der letzten Wochen vom Wohnmobil abgespült, jetzt sieht unser Wohnmobil wieder wesentlich schöner aus. Danach sind wir nach Castellón zum Einkaufen gefahren. Zuerst in den Alcampo um die Vorräte aufzufüllen, dann in den LeroyMerlin um den Vorrat an Abdeckmaterial für die Trenntoilette zu ergänzen und zu guter Letzt an eine Tankstelle um die Gastankflasche zu füllen. Das Einkaufen war eigentlich recht stressfrei, aber die Anfahrt an die 3 jeweiligen Standorte war ziemlich stressig. Recht viel Verkehr und gefühlte hunderte Kreisel, einige davon 3 spurig, die meisten 2 spurig und keine vernünftigen Parkplätze für Wohnmobile bei den Einkaufscenter führten dazu, dass wir froh waren als wir mit Vorräten eingedeckt aus dem Trubel entfliehen konnten.

Danach ging es nach Onda, das liegt gleich bei Castellón, zwischen den zwei Städten sind dutzende von Keramikfirmen angesiedelt. Onda war schon im Mittelalter für die Keramikproduktion bekannt und hat auch heute gibt es noch eine Keramikschule. Nebst vielen schönen Schildern in der Stadt wurde auch eine ganze Unterführung mit Keramik verziert.

In Onda gibt es auch einen Stellplatz auf dem wir Übernachten. Am späten Nachmittag schauten wir uns noch die hübsche Altstadt und die Überreste der ursprünglich maurischen Burganlage an.

Peñiscola Woche 2

Der Donnerstag war ehr kühl und den ganzen Tag hatte es Wolken am Himmel. Wir haben nicht viel gemacht ausser einem Spaziergang um den Campingplatz. Dabei konnten wir einen Wiedehopf beobachten, der verdankenswerterweise längere Zeit ganz ruhig dastand.

Weil Samstag - Montag in Spanien Feiertag ist (Freitag Tag der Verfassung und Montag Maria Empfängnis) sind wir Einkaufen gegangen und haben Wäsche gewaschen. Am Abend haben wir den Vollmond bewundert und einen Spaziergang durch die Altstadt gemacht um die Weihnachtsbeleuchtung anzuschauen.

Der Samstag war als sehr warm im Wetterbericht angekündigt und tatsächlich wurde es ca. 21°. Wir haben der Küste entlang eine kleine Velotour unternommen, danach wollten wir im Städtchen Essen gehen. Das war aber ein ziemlich hoffnungsloses Unterfangen, die schönen Beizli waren alle rappelvoll. So sind wir zum Wohnmobil zurück und haben uns selber bekocht.

Aufgrund der vielen Leute unterwegs haben wir es uns am Sonntag bei schönem Wetter beim Wohnmobil gemütlich gemacht.

Am Montag wieder bei wunderbarem Wetter unternahmen wir nochmals eine kleine Velotour. Es ging ziemlich steil bergauf und wir kehrten früher als geplant um, als die Strasse nur noch geschottert war und wir den gleichen Weg auch wieder hinab fahren mussten.

Entweder hatten wir etwas Schlechtes gegessen oder uns irgendwo mit etwas angesteckt, auf alle Fälle verbrachten wir die Nacht auf Dienstag mit entsprechenden Sympthomen ziemlich schlaflos. Entsprechend waren wir am Dienstag auch ziemlich schlapp. Eigentlich hatten wir geplant am Mittwoch weiter zu fahren, aber in unserem Zustand war nicht daran zu denken. Zum Glück konnten wir auf dem Campingplatz 2 Tage verlängern. So haben wir uns Dienstag - bis Donnerstag mit Bouillon, Tee etc. und etwas Schonkost wieder einigermassen aufgepäppelt.

Wir freuen uns das wir weiterziehen können. Der Campingplatz ist zwar in Ordnung, aber wir haben einen recht schattigen Platz und vor allem stört uns das Hundegebell, am Tag vom Hundespielplatz gleich neben dem Camping und in der Nacht aus der Umgebung. Zudem hat es gleich hinter dem Camping ein Sumpfgebiet und es hat auch in dieser Jahreszeit noch Stechmücken.

Peñiscola Woche 1

Den Donnerstag und Freitag haben wir vor allem beim Wohnmobil genossen, bei sehr schönem Wetter mit ca. 16°. Wir machten einen Spaziergang dem Strand entlang und einen kurzen Ausflug in die Altstadt von Peñiscola.

Am Freitagabend sind wir an die Eröffnung des  Weihnachtsmarktes und der Weihnachtsbeleuchtung gegangen. Dazu wurde eine Drohnenshow angekündet, bis wir aber merkten auf welcher Seite über dem Meer diese stattfand, war sie schon fast vorbei. Ein paar Bilder haben wir aber noch gesehen.

Am Samstag machten wir mit dem Velo einen Ausflug nach Benicarlo. Wir waren aber von der Stadt etwas enttäuscht, es gibt eigentlich keinen alten Stadtkern und praktisch in allen Strassen hat es Verkehr.

Am Sonntag bummelten wir etwas durch Peñiscola und haben in einem Restaurant fein gegessen. Die Temperatur bewegt sich am Tag immer so um 16° - 17°, mit Sonne ist das angenehm warm.

Am Montag sind wir uns auf dem Wochenmarkt etwas umschauen gegangen, nebst ein paar Lebensmittelständen gibt es unzählige Kleider und Schuhstände, aber wir brauchen nichts und haben eh keinen Platz im Wohnmobil.

Für den Dienstag haben wir eine Velotour geplant. Bei schönem Wetter ging es los, zuerst nicht sonderlich interessant der Strasse entlang ins Hinterland. Dann fuhren wir aber auf Nebenstrassen praktisch ohne Verkehr durch eine schöne fruchtbare Landschaft. Unterwegs kamen wir auch durch die kleine Ortschaft Calig, bevor es wieder bei Benicarlo an die Küste und zurück zum Campingplatz ging.

Kaum waren wir angekommen, war es auch vorbei mit dem schönen Wetter. Graue Wolken verdunkelten den Himmel, richtiges Fonduewetter.

Den Mittwoch verbrachten wir beim Wohnmobil, nur unterbrochen von einem Spaziergang am nahen Strand. Es war ein schöner Tag, vom Morgen her so warm, dass wir draussen unseren Brunch essen konnten. Aber ausserhalb des Windschatten ging ein unangenehmer kalter Wind.

Stürmische Fahrt

Wie geplant sind wir heute in Richtung Mittelmeer gefahren. Davor gab es aber noch ein paar Pässe (3 Stück ) zu erklimmen. Der erste Pass war mit 1700 Meter der höchste, eigentlich ist das ja nicht so spektakulär, aber in der Nacht hatte es doch recht weit hinab geschneit und so lagen auf der Passhöhe doch ein paar Flocken Schnee.

Wir fuhren wieder durch wunderschöne Landschaften und sehr einsame Gegenden.

Im Bergdorf Cantavieja machten wir eine Pause und schauten uns das Dorf an.

Danach führte die Strasse stetig bergab in Richtung Meer.

Vom Morgen her blies ein heftiger Wind, zum Glück praktisch die ganze Fahrt über als Rückenwind, da spürte man den Wind nicht so stark. Etwa 20 Km aber fuhren wir quer zur Windrichtung mit sehr starken Böen, mehr als mit 60Kmh konnten wir nicht fahren um das Womo auf der Strasse zu halten. Jedesmal wenn ein Lastwagen entgegenkam gab es einen regelrechten Knall und das Womo schüttelte es vom Winddruck. Recht unangenehm und es waren doch einige Lastwagen. Schlussendlich waren wir froh in Peñiscola angekommen zu sein. Hier haben wir uns für 2 Wochen auf einem Campingplatz einquartiert und hoffen auf warmes und schönes Wetter. Heute war es noch ziemlich windig und mit 15° halbwegs warm.

Escucha

Morgen geht es ans Meer. Vorher verbringen wir aber nochmals einen Tag im Hinterland auf über 1000 Meter über Meer. Entsprechend war es in der Nacht kalt, knapp über 0 Grad. Die Nacht verlief übrigens anders als befürchtet recht ruhig, auf der Strasse war nach 10 Uhr abends bis morgens 6 Uhr kaum Verkehr. Wir sind nach Escucha gefahren. Die Route führte uns wieder über Hochebenen zwischen 1000 - 1200 Meter. Die Landschaft ist in dieser Jahreszeit karg aber trotzdem sehr schön.

Früher wurde in Escucha Bergbau betrieben, davon zeugen noch verschiedene Anlagen, heute ist nur noch ein Bergbaumuseum in Betrieb, bei dem man in einen Stollen einfahren kann.

Das ist aber nicht der Grund warum wir her gefahren sind, unser Highlight ist ein schöner Stellplatz, mit Ver- und Entsorgung und auch Strom - und das alles gratis, trotzdem sind wir ganz alleine hier.

Nachdem der Morgen mit blauem Himmel begann, wurde es am Nachmittag bewölkt und ein paar Regentropfen gab es auch. Wir sind trotzdem zu einer kleinen Wanderung aufgebrochen, dick eingepackt in Thermohose, Jacken und Mütze, es war nur 4° und ein kalter Wind blies. Die vermeintlich durch unberührte Natur führende Wanderung erwies sich nach der Hälfte des Weges als ein Tal mit Schweinemästereien, mit entsprechendem Geschmack. Etwas bevor wir zurück beim Wohnmobil waren, passierten wir noch eine Fabrik mit regem Lastwagenverkehr auf unserer Strasse, natürlich ohne Troitoir. Auf der für die Wanderung konsultierten Karte war von alldem nichts zu sehen, ansonsten hätten wir eine andere Route gewählt.

Daroca / Molina de Aragon

Auf dem zwar nicht sonderlich attraktivem dafür ruhigen Stellplatz von Calatayud haben wir eine gute Nacht verbracht. Auf der Weiterfahrt sind wir zuerst nach Daroca gefahren, einem Ort der vom Tourismus wohl vergessen gegangen ist. Dabei hat der Ort eigentlich ziemlich viel zu bieten, Überreste der Stadtmauer, diverse Kirchen, schmale Gassen und diverse Geschäfte zum Einkaufen. Ein grosses Manko gibt es aber, das sind Parkplätze, ausgeschilderte gibt es gar keine, wir fanden aber zum Glück direkt entlang der Strasse einen Platz und sind durch die Gassen geschlendert.

Nach dem Besuch von Daroca sind wir weiter gefahren in Richtung Molina de Aragon, unterwegs wurden wir auf den Wegweiser zur Laguna de Gallocanta aufmerksam. Mit Nachschauen haben wir erfahren, dass es sich um einen der grössten Seen von Spanien handelt, der in einer Senke ohne Abfluss liegt. Was aber besonders Interessant ist, am See überwintern tausende von Kranichen. Wir sind also zum See gefahren und haben uns auf die Suche nach Kranichen begeben. Die Suche wurde uns durch einen giftigen Wind erschwert, der einem die Tränen in die Augen trieb. Wir sahen die Kraniche aber ziemlich weit weg, ebenfalls waren auch ganz viele Flamingos im See am Fressen. Eigentlich erstaunlich, liegt der See doch auf 970 Meter über Meer.

Auf der Weiterfahrt durch eine riesige Hochebene mit endlos geraden Strassen spürten wir den Wind beim Fahren ziemlich stark. Wir kamen uns wie im wilden Westen vor, der Wind trieb nämlich die typischen Strauchballen über die Strasse die man in den Western sieht.

Kurz vor Molina de Aragon fing es dann an etwas zu Regnen. Wir haben uns auf dem Stellplatz einquartiert, der leider direkt an einer Hauptstrasse liegt. In einer Regenpause sind wir die Ortschaft erkunden gegangen, der wieder aufkommende Regen und kalte Wind trieb uns aber bald wieder ins Wohnmobil zurück.

Calatayud

Nach einer einigermassen ruhigen Nacht, der Stellplatz in Pamplona ist direkt an einer Kreuzung, sind wir bei trockenem kühlen Wetter weiter bis nach Calatayud gefahren. Dabei kamen wir an den Ausläufern der Bardenas Reales vorbei und durchfuhren das Weingebiet von Navarra. Auch sonst sahen wir unterwegs allerhand Interessantes.

In Calatayud gibt es einen kleinen Stellplatz, auf dem wir Übernachten. Am Nachmittag machten wir einen Bummel durch die Stadt mit knapp 20‘000 Einwohner. Es gibt mindestens ein dutzend prachtvolle Kirchen - zumindest von Aussen, den alle waren geschlossen. Viele Gebäude sehen ziemlich baufällig aus, wohl im Sommer scheint aber einiges los zu sein wie wir aus der „Flaniermeile“ schliessen, zumindest hat es Tische und Stühle in rauen Massen. In einer Gasse, als wir gerade ein schönes Tor bestaunten wurden wir von einem älteren Spanier angesprochen, der viel Freude hatte, als er hörte, dass wir aus der Schweiz sind. Leider ist unser spanisch nicht so gut, so verstanden wir nur die Hälfte davon, dass er eine zeitlang mit Schweizern auf dem Jakobsweg gelaufen sei. Er erklärte uns auch einiges zu den Kirchen der Stadt und verabschiedete sich freundlich nachdem er eine Viertelstunde ununterbrochen geredet hatte.

Pamplona

Wir haben gestern aufgrund der Wetteraussichten unseren ursprünglichen Plan, entlang der Atlantikküste zu fahren, vorerst verschoben. An der  Mittelmeerküste bei Peniscola haben wir ab Mittwoch einen Campingplatz gebucht. Das Wetter soll dort der nächsten Zeit schön und warm sein. Für heute war an der Atlantikküste recht schönes Wetter angesagt, aber sehr kalt, am Morgen hatte es Raureif auf der Wiese und dem Wohnmobil. Bevor wir in Richtung Mittelmeer aufbrachen, wollten wir eigentlich noch San Sebastian besuchen, stellten beim googeln aber fest, dass da Morgen ein Marathon ist. Nachdem wir im Frühling schon zweimal in eine Stadt mit Marathon geraten waren wollten wir das nicht unbedingt schon wieder. Deshalb haben wir unseren Plan nochmals geändert und sind nach Pamplona gefahren. Unterwegs durch die Ausläufer der Pyrenäen sind wir durch den Schnee gefahren, ab 200 Meter aufwärts war es über Nacht weiss geworden, die Strassen aber frei.

In Pamplona sind wir auf einem Stellplatz der nahe an der Altstadt ist und sind zu Fuss in die Stadt. Wir staunten ab den vielen Menschen die unterwegs waren und sich in den Gassen drängten. Vielleicht hatte es so viele Leute weil heute das „Lokalderby“ im Fussball zwischen Pamplona und San Sebastian stattfindet, wie wir mit Nachforschen herausfanden. Die Altstadt ist sehr schön, es gibt viele engen Gassen und gepflegte Häuser. Die Kathedrale haben wir nur von aussen angesehen, wieder einmal wäre ein Eintritt zu bezahlen gewesen. Ebenfalls nur von Aussen, weil geschlossen haben wir die Stierkampfarena gesehen. Stiere waren zum Glück keine unterwegs. Die werden in Pamplona ja jeweils durch die Gassen getrieben, es gibt jedes Jahr verwegene verletzte Zuschauer, kein Wunder in den engen Gassen kann man ja nicht ausweichen.

Saint-Jean-de-Luz / Camping Larrouleta

Am Mittwochmorgen war es bedeckt, doch der Regen liess zum Glück noch auf sich warten. Im Gegenteil, zwischendurch schien sogar die Sonne. Wir sind mit dem Bus nach Saint-Jean-de-Luz gefahren. Im Sommer ist da sicher ein rechtes Gewimmel, jetzt ist nicht viel los. Wir haben die schönen Gassen und Häuser bestaunt und haben uns an der Strandpromenade von der Sonne wärmen lassen. Überraschenderweise waren im Wasser recht viele Leute, es ist aber auch ein schöner Strand. Just als wir am Nachmittag zurück beim Wohnmobil waren, begann es zu Regnen.

Am Donnerstag war dann wirklich schlechtes Wetter, kalt und praktisch den ganzen Tag Regen nur mit kurzen Aufhellungen. Ausser einem kurzen Spaziergang haben wir den Tag im Wohnmobil verbracht. Langweilig wurde es nicht wir haben spannende Bücher und innen im Wohnmobil mal wieder etwas Putzen hat auch nicht geschadet.

Am Freitagmorgen hat es immer noch geregnet, dann gab es überraschenderweise plötzlich blauen Himmel, aber mit 6° war es immer noch kalt. Der Campingplatz liegt für kürzere Ausflüge etwas unglücklich, direkt in der Umgebung gibt es nicht viel zu sehen, man muss schon den Bus nehmen. Irgendwie war aber unsere Motivation nicht so gross, wohl auch nicht wegen den längerfristigen Wetteraussichten, die sind nämlich schlecht. So sind wir auf dem Platz geblieben, haben unsere Bettwäsche gewaschen und sind noch kurz ins Hallenbad.

Eine Seite für unsere Freunde. Wenn sich sonst jemand hierher verirrt hat, darf er sich natürlich auch an den Inhalten erfreuen.

Zu finden sind auf der Webseite Reiseberichte unserer Wohnmobiltouren.

 

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