Kleine Fluchten - WoMo-Blog

Blog über unsere Wohnmobilaktivitäten, gedacht für Freunde und andere Interessierte. Warum heisst der Blog kleine Fluchten? Ja klar weil es für uns nebst grösseren Reisen auch immer Wochenendausfüge in eine andere Lebensart, eben kleine Fluchten sind. Es gibt aber noch einen weiteren Grund, warum der Titel für uns so passt. Unsere Freundschaft begann einmal vor langer Zeit im Kino, der Film hiess: Kleine Fluchten...... wen es interessiert, der Film: https://de.wikipedia.org/wiki/Kleine_Fluchten PS: Wenn im Blog Produkte genannt werden, ist das nicht weil ich Werbung dafür mache und damit etwas verdiene, sondern rein aus eigener Erfahrung und Überzeugung.

Tirano

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Als nächsten Übernachtungsort sind wir nach Tirano gefahren. Die Fahrt ging heute über 2 Pässe, den Tonale und Passo d‘Aprica. Wobei beides ziemliche komische Pässe sind, oben auf der Passhöhe wo normalerweise, wenn überhaupt, ein Hospitz steht, ist bei beiden Pässen eine Ortschaft. Im Winter sicher sehr belebt ist jetzt eher tote Hose und macht auch nicht für eine Pause an.

In Tirano haben wir uns auf dem grossen Stellplatz platziert der erstaunlich leer war.

Bei einem Bummel haben wir Tirano erkundet und waren positiv überrascht. Wir waren vor Jahren mit dem Bernina-Express nach Tirano gefahren, damals wohl in der Zwischensaison war gar nichts los.

Heute lebte die Stadt und wir fanden auch ein paar hübsche Ecken. Am meisten hat uns der Salis-Palazzo beeindruckt, heute ein Museum. Man kann diverse Räume und einen hübschen Garten besichtigen.

5 Pässefahrt

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Am Morgen haben wir zusammengeräumt und haben uns auf unsere heutige geplante Tagesetappe über 5 Pässe gemacht. Auf 146 Km waren 5 Pässe zu überwinden: Kreuzbergpass 1635m, Passo San Antonio 1418m, Passo Tre Croci 1809m,  Passo di Giau 2209m, Passo Valles 2037m bis zum Tagesziel Predazzo.

Bis zum Kreuzbergpass waren es nur 5‘, der Caravanpark liegt ja an dieser Passstrasse. Der Passo San Antonio erwies sich auf der Südseite als eine Aneinanderreihung von Serpetinen, ziemlich schmal und steil, auf alle Fälle stieg die Temperatur der Bremsen ziemlich an.

Auf dem Passo Tre Croci war ein Riesenrummel, man konnte meinen der Giro D‘Italia käme vorbei. In Cortina d‘Ampezzo machten wir einen Halt, gingen Einkaufen und liefen durch die Fussgängerzone, wirklich gefallen hat es uns nicht. Zumindest die Sicht auf die Trofana (Ski-Weltcuppiste) ist aber ziemlich eindrücklich.

Als Dach der heutigen Etappe stand der Passo di Giau an, nebst uns waren auch unzählige Radrennfahrer daran den Pass zu bezwingen, vermutlich haben sie die fantastische Aussicht nicht so genossen wie wir, es war nämlich auch auf 2200m immer noch 17° warm.

Quasi zum Dessert gab es noch den Passo Valles, bevor wir in Predazzo auf den Stellplatz fuhren. Die heutige Fahrt war sehr schön, gestört nur von ein paar Porscherasern die an unmöglichen Stellen überholten, einem Töffahrer der uns überholte obwohl ich den Blinker nach links schon gestellte hatte und auf der Kreuzung stand, sowie ein paar Autos und Töffs die uns mehr oder weniger auf unserer Fahrseite entgegenkamen. Aber man kann ja für den Verkehr mitdenken und aufpassen!

Am frühen Abend machten wir noch einen Spaziergang nach Predazzo hinein, aber viel gibt es nicht zu sehen.

Caravanpark Sexten

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Unsere Woche auf dem Caravanpark Sexten geht zu Ende, morgen fahren wir langsam in Richtung heimwärts. Wir verbrachten eine sehr schöne Woche hier, obwohl das Wetter durchzogen war. Nebst zweimaligem guten Essen, waren wir einmal im schönen Bad und haben uns einmal eine Massage gegönnt.

Wir waren in dieser Woche viel Wandern, die wunderschöne Umgebung lädt auch dazu ein.

Sexten

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Wir bleiben 1 Wochen auf dem Caravanpark in Sexten. Die Umgebung (Berge) haben wir erst teilweise gesehen, es hat zwar heute kaum mehr geregnet, aber ist immer noch wolkenverhangen. Am Nachmittag reichte es für einen Spaziergang durch die schönen Wälder. Überall, auch auf den Wegen, läuft Wasser von den Regenfällen.

Den heutigen Tag haben wir sowieso recht gemütlich genommen, es ist immerhin unser Hochzeitstag. Entsprechend sind wir auch am Abend ins Restaurant zum Essen gegangen. Wir wurden mit einer sehr kreativen und ausgezeichneten Küche überrascht und einem tollen Service.

Es gab Kräutersalat, Variationen vom Kalb, Bergkräuterrisotto, Hirsch mit Aalglace, Ananassorbet mit Pina Colada Schaum und ein Dessert aus Gemüse und zum Schluss noch ein paar Süssigkeiten. Alles sehr schön präsentiert und erklärt, ein tolles Esserlebnis. Begleitet von verschiednen Weinen die sehr gut dazu passten.

Regenwetter

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Es hat die ganze Nacht geregnet und am Morgen ging das Regenwetter weiter. Wir sind trotzdem in Meran auf den Freitags-Markt gelaufen, gut in Regenkleider eingepackt. Auf dem Markt haben wir uns mit allerlei feinen Dingen eingedeckt.

Zurück beim Wohnmobil haben wir uns auf den Weg nach Sexten gemacht. Am Rande von Meran machten wir noch einen Zwischenstopp in einem grossen Interspar um uns mit Lebensmitteln einzudecken. Das ganze „Einkaufserlebnis“ wurde dann recht anstrengend, irgendwie fanden wir die benötigten Lebensmittel nicht und irrten im Geschäft umher. Es dünkte uns ziemlich unübersichtlich, wir hatten den Eindruck, dass es nicht nur uns so ging. Zudem wurde das Ganze erschwert durch recht schmale Gänge in denen auch noch einzelne Gestelle den Hindernislauf erschwerten. Als Abschluss funktionierte das Serlf-Scanning nicht richtig und das Personal musste 2 mal helfen.

Schon leicht angesäuert sind wir dann weitergefahren, direkt in einen ziemlich grossen Stau bei Bozen. In Deutschland gehen die Frühlingsferien zu Ende, entsprechend viel Verkehr (Stau) auf der Brennerautobahn und dadurch der Ausweichverkehr auf den Hauptstrassen.

Wir sind dann im Verlauf des Nachmittags trotzdem noch auf dem Caravan Park Sexten angekommen und haben unseren Platz bezogen. In einer Regenpause haben wir das Vorzelt aufgestellt, irgendwie ging das auch schon einfacher, irgendwie schien alles etwas verzogen. Pünktlich bevor es wieder zu Regnen begann, konnten wir dann aber unser Vorzelt beziehen.

Der viele Regen hat die Flüsse anschwellen lassen, aber der Bach direkt neben unserem Stellplatz sieht noch ganz brav aus.

Trappeinerweg

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Gegen Morgen setzte etwas Regen ein, ansonsten war es in der Nacht sehr ruhig. Gemäss Wetterbericht hätte es praktisch den ganzen Tag regnen sollen. Zum Glück irrt sich der Wetterbericht manchmal. Im Verlaufe des Morgens klarte es immer mehr auf, es gab zwischendurch blauen Himmel und Sonne. So machten wir uns auf den Weg für eine kleine Wanderung, wir wollten den Trappeinerweg laufen:

„Der Tappeinerweg, eine sonnige Promenade entlang des Küchelberges oberhalb der Stadt Meran, bietet einen herrlichen Blick auf die Stadt Meran und das Etschtal. Der Weg ist gesäumt von einer artenreiche Bepflanzung mit Bäumen und Sträuchern, die überwiegend aus mediterraner Vegetation besteht.“ Der Weg wurde von einem Arzt und Botaniker namens Franz Trappeiner infiziert, das war mal eine gute Idee!

Der Aufstieg bis zum Weg war ziemlich schweisstreibend, es ging sehr steile Treppen hoch. Oben angekommen läuft man auf einem gut ausgebauten Weg dem Berghang entlang. Die Aussicht ist tatsächlich sehr schön und auch die Botanik ist interessant. Für den Rückweg nahmen wir einen Weg einem Bach entlang hinab, bevor es dann leider über längere Zeit auf geteerten Strassen zurück ging.

Da inzwischen die Sonne ziemlich intensiv schien, waren wir ziemlich platt als wir beim Womo angelangten und Schatten suchten.

Der angekündigte Regen traf dann gegen 19 Uhr ein, da hat es uns nicht mehr gestört.

Meran

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Wir haben eine ruhige Nacht verbracht, ausser dem Rauschen des Inn und ein paar Kuhglocken war nichts zu hören. In der Nacht wurde es 2°, aber am Morgen mit Sonnenschein wurde es rasch wärmer. Unsere Fahrt ging weiter über den Ofenpass ins Münstertal.

In Mustair machten wir einen Zwischenstopp beim Unesco Weltkulturerbe Benediktinnerinnenkloster. In der Kirche sind alte Fresken zu Bestaunen, am meisten beeindruckt hat uns aber der sehr schöne Friedhof, ein schönes Plätzchen für die endgültige Ruhe.

Eigentlich fuhren wir heute gar nicht sehr weit, nur bis Meran, aber unterwegs im Vinschgau nahm der Verkehr dermassen zu, dass wir froh waren in Meran anzukommen.

Wir haben für die nächsten 2 Tage haben zum Übernachten den Stellplatz mitten in Meran gewählt. Es handelt sich dabei um einen eingezäunten Platz mit geschlossenem Tor. Den Eingang erhält man, indem man per WhatsApp eine KI anruft und ein paar Fragen im Chat beantwortet, dann geht das Tor auf. Glück wer WhatsApp hat und eine Internetverbindung! Zwar sollte es ein WLAN am Platz haben, mit dem funktionierte es aber nicht. Nachdem ich dann unseren mobilen Router in Betrieb genommen hatte gab es Verbindung. Das Ganze ist ziemlich kompliziert und etwas stressig, wenn der nächste Camper hinten ansteht und ein Anderer hinausfahren will (es ist ziemlich eng). Mit Hilfe diverser freundlicher Leute hat es dann irgendwann geklappt - wie „Sesam öffne dich“, wenn mans falsch macht, geht’s nicht.

In Meran war es heute richtig heiss mit über 25°, für den Stadtbummel war kurzärmlig und -beinig angesagt. Was wir nicht unbedingt erwartet hätten, sind die vielen Leute die an einem normalen Mittwoch durch die Gassen strömen. Schön war es trotzdem, aber ziemlich müde vom Rummel und der Hitze sind wir zum Womo zurückgekommen. Für den späteren Abend und Morgen sind Regen und Gewitter angesagt, wir wollen aber trotzdem eine kleine Wanderung machen - mal schauen wie das Wetter dann tatsächlich ist.

 

Der Regen blieb am Abend aus und wir genossen den milden Abend vor dem Womo. Beruhigt nahm ich dabei zur Kenntnis, dass ich nicht der Einzige war, der Schwierigkeiten mit dem Eingangstor hatte. Auch bei den diversen weiteren einlassbegehrenden Wohnmobilisten war die Zeit vor dem Tor durchschnittlich um die 10 Minuten.

Cittadella - Peschiera

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Wir sind heute quer durchs Land in Richtung Gardasee gefahren, als Übernachtungsort haben wir Peschiera gewählt. Zuerst besuchten wir aber Cittadella eine Stadt die ca. 1220 von den Paduanern gegründet wurde. Das spezielle an Cittadella ist die gut erhaltene Stadtmauer, bzw. die 2013 wieder fertig instandgestellte Mauer um die ganze Stadt herum. Das besondere Highlight an der Mauer ist, dass der Wehrgang in luftiger Höhe von 15m begehbar ist, man kann also in knapp 2 Km die Stadt umrunden. Ein absolut lohnenswerter Rundgang, die 5€ pro Person die der Rundgang kostet sind gut investiert.

Danach fuhren wir weiter in Richtung Peschiera, zuerst übers Land, mit viel Lastwagenverkehr und kurz vor Verona auf der Autobahn (mit noch viel mehr Lastwagenverkehr).

In Peschiera reichte es noch für einen Bummel und einen Apéro an der angenehm warmen Sonne, bevor es am Abend kalt wurde.

Spilimbergo - Sacile - Bassano del Grappa

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Am Morgen war es frostige 2° und neblig, es kamen richtige „Heimatgefühle“ auf. Zum Glück löste sich der Nebel im Verlauf des Morgens auf und die Temperaturen stiegen so gegen 10°. Wir fuhren zuerst nach Spilimbergo, ein recht hübsches Städtchen, in dem auch die Mosaikschule des Friauls angesiedelt ist. Entsprechend finden sich an verschiedenen Orten und vor allem auf dem Gelände der Schule zahlreiche Mosaikkunstwerke.

Als nächsten Ort hatten wir uns Sacile vorgenommen, das sah auf der Karte recht interessant aus, es gibt verschiedene Flüsschen durch die Ortschaft. Unterwegs waren auch verschiedene breite Flusslandschaften zu überqueren, jetzt vor allem Kieswüsten, man kann sich aber gut vorstellen wie es aussieht wenn es mal stark regnet.

Sacile entpuppte sich leider nicht als besonders attraktiv, auch weil durch jede  Gasse der Verkehr rollt.In der Kirche war immerhin eine interessante Krippenausstellung, zwar ist Weihnachte ja schon eine Weile her.

Zum Übernachten fuhren wir nach Bassano del Grappa. Die Ortschaft ist vor allem auch durch die Brücke bekannt, aber auch sonst hat es einige hübschen Gässchen, die meisten leider auch mit Verkehr, zudem sind die Autos auf dem Kopfsteinpflaster recht zügig unterwegs.

 

Palmanova - Cividale

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Um das Pickerl von Slowenien zu sparen, sind wir bis zur italienischen Grenze im Zick-Zack mehr oder weniger der Autobahn entlang gefahren. Ab der italienischen Grenze ging es dann zügig in Richtung Palmanova.

Die Stadt liegt unbemerkt ganz nahe der Autobahn und ist seit 2017 ein Unesco Weltkulturerbe. Genauer gesagt, die Verteidigungsanlagen, sternförmig angelegt, ähnlich wie Neuf-Brisach im Elsass und gut erhalten. Die Stadt wurde 1593 von den Venezianern als Festungsanlage gegründet gegen die Feinde aus dem Osten. In der Mitte hat es einen riesigen Platz, daneben gäbe es auch noch ein Museum zu bestaunen, darauf haben wir aber verzichtet. Die Ein- und Ausfahrt durch die Tore ist ziemlich eng, wenn es nicht angeschrieben wäre mit den Massen, hätten wir es glaube ich nicht probiert.

Wir fuhren weiter nach Cividale del Friuli, auf dem Stellplatz in der Stadt übernachten wir auch. In Cividale gibt es einige schöne alte Gebäude zu besichtigen, diverse Kirchen und vor allem die Teufelsbrücke. Es handelt sich dabei um eine sehr schöne alte Brücke, die der Sage nach vom Teufel gebaut wurde, wenn er dafür die erste Seele die darüber läuft bekommt. Die cleveren Cividalesen schickten einen Hund… vermutlich ging der Teufel nachher ins Urnerland um sein Glück zu versuchen. Bekanntermassen bekam er da nur eine Geiss und war wohl noch wütender, weil er einen Felsen warf - der fehlt nämlich in Cividale! Es gäbe auch noch ein Museum mit langobardischen Schriftstücken, auch ein Unesco Weltkulturerbe, wir haben es bei dem schönen Wetter aber nicht so mit Museen. Wesentlich mehr angetan hatte uns das Kaffee mit dem schönen Namen Zuckerfee.

Offroad in Slowenien

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Die Silvesternacht war wie erhofft sehr ruhig. Einzig gegen Morgen prasselte der Regen auf das Womo-Dach. Das Wetter wurde aber rasch besser, am Morgen noch etwas neblig, aber die Sonne kämpfte sich bald durch den Nebel. Wir haben heute Italien bei Triest verlassen und sind in Slowenien angelangt.

Übernachten wollten wir in der Nähe vom Zirknitzersee, der gewählte Platz zeigte sich aber als recht unansehnlich in einem Industriequartier. Deshalb haben wir uns einen anderen Platz gesucht und dabei eine 3/4 Runde um den See eingeplant. Der grösste Teil der Strasse erwies sich als Offroad- Piste, wie wir sie eigentlich eher von Skandinavien gewohnt sind - es hat etwas gerumpelt und geschüttelt. Dafür wurden wir mit schönen Blicken auf den See belohnt. Dabei ist das gar nicht selbstverständlich Wasser zu sehen, beim Zirknitzersee handelt es sich um einen sogenannten Sickersee, die Fläche des See beträgt max. 26qm, es soll aber auch vorkommen, dass gar kein Wasser im See ist.

Übernachten werden wir auf einem Stellplatz bei einem Restaurant in Zerovnica. Es ist ein sehr schön eingerichteter Platz und da das Restaurant heute geschlossen ist, wird die Nacht sicher auch wieder ruhig sein.

In der Nähe von Caorle

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Sylvester wollen wir an einem ruhigen Ort, möglichst ohne Knallerei verbringen. Darum haben wir im Camping Fusina ausgecheckt und sind weiter gefahren. Da am Sonntag, auch am 31.12 die grossen Einkaufscenter offen haben, sind wir noch unsere Lebensmittelvorräte auffrischen gegangen. Im ersten sehr grossen Einkaufscenter haben wir nach einer Runde durch das ganze Shoppingcenter festgestellt, dass es keinen Lebenmittelladen hat. Also weitergefahren zum nächsten grösseren Center, da wurden wir dann auch fündig und können gut versorgt das neue Jahr beginnen.

IN der Nähe von Caorle, im Gebiet Vallevecchia, gibt es direkt hinter dem Strand einen grossen Parkplatz und auch Stellplätze für Wohnmobile. Im Sommer sicher sehr voll und jetzt hoffentlich ruhig. Als wir ankamen waren wir nicht alleine es standen überraschend viele Camper da, aber es hat genügend Platz um etwas für sich zu sein. Bei einem Strandspaziergang genossen wir die Ruhe und schöne Stimmung am Meer.

Am Abend genossen wir unser traditionelles Sylversterfondue bei ca. 9° und leichtem Nieselregen, es war auch schon kälter gewesen.

2 Tage Venedig

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2 Tage lang haben wir Venedig erkundet. Auch in dieser Jahreszeit waren recht viele Leute unterwegs, wobei sich die Personenmassen vor allem auf die Strecke zwischen Rialto-Brücke und Markus-Platz fokussierten. Daneben gab es Gässchen in denen man ganz alleine unterwegs war. Wir haben diverse Sehenswürdigkeiten und auch einfach schöne Ecken bestaunt.

Der Balkon von Commissario Brunetti‘s Wohnung war verwaist, es war wohl auch zu kalt um draussen zu Essen (Tag 1 leicht neblig bei 10°), dafür kann man mitten in Venedig Schlittschuh laufen. Aqua Alta gab es auch keins, die Stege wären aber parat gelegen.

Wir haben uns 2 Tagesticket für die Vaporetto gekauft, damit lassen sich vorzüglich auch richtige Sight-Seeing Touren machen. Wir sind so auch mehrmals den Canale Grande hinauf oder hinuntergefahren.

Haben auch einen Ausflug auf die Friedhofsinsel gemacht und sind nach Murano gefahren.

Das Wetter war trocken aber neblig bei ca. 10°, heute am Nachmittag kam dann noch kurz die Sonne hervor.

Der Camping Fusina ist wirklich optimal für den Besuch von Venedig, das merkt man auch daran, dass der Campingplatz auch in dieser Jahreszeit sehr gut besetzt ist. Direkt an der Einfahrt zum Fracht-Hafen von Venedig gelegen, kann man zudem viele grosse Ozeanfrachter beobachten die Ein- und Auslaufen. Mit unserem Platz direkt am Meer hatten wir einen Logenplatz um die Schiffe vorbeifahren zu sehen.

Nach Venedig - Camping Fusina

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Für den heutigen Tag haben wir die Autobahn gemieden und sind quer über´s Land gefahren. Ich hoffe unser Wohnmobil verzeiht uns die schlechten Rumpelstrassen, es hat geklappert, gescheppert und gequietscht. Unterwegs wollten wir einen Zwischenstopp in Este machen um das Castello Carrarese anzuschauen. Bevor wir aber nach Este kamen fuhren wir durch Montagnana und waren völlig überrascht von der sehr schönen Altstadt, die von einer gut erhaltenen Befestigungsanlage umringt ist. Der Dom war leider geschlossen, aber auch von aussen schön anzuschauen.

Nach dieser Überraschung ging es nach Este, nebst dem Castello ist auch die Altstadt von Este sehr schön mit grossen Plätzen wie in den Städten der Toskana. Das Castello entpuppte sich als ein recht grosser schöner Park, der mit einer Mauer umschlossen ist, vom Castello ist nur ein grosser Turm zu sehen.

Das Wetter war heute recht schön, zwischendurch schien die Sonne und gegen das Meer zu gab es etwas feinen Nebel, die Temperatur war um 12°.

Am späteren Nachmittag kamen wir beim Camping Fusina an, der Camping liegt ideal um Venedig zu besuchen. Mit dem Boot, dass gleich beim Camping ablegt, ist man in 20´in Venedig. Dafür haben wir die 2 nächsten Tage geplant. 

Zum Abendessen gab es die gestern erstandenen Tartufo gefüllt mit Riccota und Trüffel. Zum Glück haben wir diese Teigwaren gekauft, die waren äusserst köstlich.

Valeggio sul Mincio

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Gut geschlafen in Lugano und gut erholt weitergefahren. Heute fahren wir bis nach Valeggio sul Mincio. Ohne Stau bei Chiasso über die Grenze und auch weiter durch Mailand lief es gut. Bei der ersten Zahlstelle wie immer die Spannung ob das Telepass-Kästchen noch funktioniert - es funktioniert!

Vor Brescia gab es dann doch noch etwas Stau, Baustelle und zuviel Verkehr.

Angekommen in Valeggio sul Mincio haben wir uns auf dem Stellplatz im Ortsteil Borghetto einquartiert. Das ist ein sehr grosser Platz für schätzungsweise gegen 200 Wohnmobile, jetz praktisch leer. In Valeggio sul Mincio gibt es einiges zu sehen, unten in Borghetto den Staudamm „Visconti Brücke“, die Anlage wurde zwischen 1393-1395 errichtet. Die Mauern sind teilweise verfallen, der Damm ist aber intakt, darüber führt auch eine Strasse. Noch bekannter als der Damm ist der kleine Ortsteil Borgehtto mit diversen Mühlerädern, auch in der Jahreszeit waren einige Leute unterwegs.

 

Oben im Hauptort gibt es die weithin sichtbare Ruine der Scaligerburg zu besichtigen, sowie die Kirche San Pietro (war geschlossen), deren Turm einige Monate nachdem Erdbeben im Friaul von 1967, zusammenbrach. Vom Frühling bis Herbst gäbe es noch den Botanischen Garten Sigurtà zu erkunden, der ist im Winter leider geschlossen. 

Bei einem Pastaladen konnten wir nicht wiederstehen und haben frische Tartufo gefüllt mit Ricotta und Trüffel gekauft. So viele verschiedene Sorten Tartufo habe ich noch nie gesehen - mit was man die alles füllen kann!

Heimfahrt ohne Gotthardstau

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Über Nacht blieb der vorausgesagte Regen aus und auch am Morgen war es zwar bedeckt aber trocken. Die Winzer hätten gerne etwas Regen, wie wir hörten, hate es ein Jahr lang praktisch nicht richtig geregnet. Nach einem herzlichen Abschied von der Familie Vada machten wir uns auf den Heimweg. Es blieb trokcken bis Ponte Tresa, da gab es einen kurzen Regenschauer.

Am Gotthard waren bis 6 Km Stau angesagt, deshalb fuhren wir nur bis nach Rodi und haben uns da auf dem Stellplatz einquartiert. Das war der erste Platz an dem wir in diesen Ferien eine Platzgebühr zahlen mussten. Kaum waren wir angekommen, begann es zu regnen. Der Regen hielt die ganze Nacht an und weckte uns früh. Ganz gegen unsere Gepflogenheiten, krochen wir darum früh aus dem warmen Bett und machten uns um 07:00 Uhr auf die Restheimreise. Dafür wurden wir mit kaum Verkehr belohnt und passierten den Gottahrd und die diversen Baustellen ohne jeglichen Stau und kamen so früh am Tag wohlbehalten nach Hause.

Olivenöl und Weinkauf

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Für den heutigen Tag wollten wir nebst Olivenöl kaufen auch etwas durch Alba bummeln.

Zum Olivenölkauf fuhren wir nach Diano d‘Alba, wo wir schon ein paar Mal Olivenöl aus Ligurien kauften, dass der Papa der Familie so halbprivat in einer Garage verkaufte. Leider erfuhren wir, dass der Papa im 2020 gestorben ist und niemand mehr den Olivenöl-Handel in der Familie betreibt. Aber es gäbe ganz in der Nähe ein Geschäft, dass auch sehr gutes Olivenöl habe. Also sind wir zum Geschäft Desidero gefahren, wo wir tatsächlich verschiedene köstliche Olivenölsorten probieren konnten und entsprechend unserer Garage des Womo beluden.

In Alba war an diesem Wochenende ein Weinfest, entsprechend waren auch sehr viele Leute unterwegs.

Wir blieben darum nicht sehr lange sondern fuhren bald zu unserem Übernachtungsziel weiter, einem Weingut aus dem Agricamper Verzeichnis. Bei Emilio Vada Weine wurden wir sehr freundlich empfangen und durften uns an schönster Lage mit dem Womo hinstellen. Natürlich probierten wir auch den Wein und füllten unsere Garag noch etwas mehr. Mit den Eltern von Emilio haben wir noch länger geplaudert, sie haben selber auch einen Camper. Wie hier haben wir überall freundliche hilfsbereite Leute getroffen, auch darum gefällt uns das Piemont so gut.

Heute war es tagsüber warm und schwül, gegen Abend gab es dann ein paar Tropfen Regen die etwas Abkühlung brachten. Ab Morgen soll schlechtes Wetter sein, nicht so schlimm, die Ferien sind eh zu Ende. Nebst dem, dass wir den schönen Platz bei Emilio Vada genissen konnten, durften wir auch die ganze Zeit einem Kuckuck zuhören. Bei uns zu Hause mittlerweilen eine Seltenheit, wenn man mal kurz einen Kuckuck rufen hört.

Langhe

Nach einem gemütlichen Morgen sind wir aufgebrochen um in die Langhe zu fahren. Das Rebbaugebiet gehört für uns zu den schönsten Regionen die wir kennen.

Zuerst aber besuchten wir die Riesenkirche in Vicoforte, die Kirche hat wie wir gelesen haben die grösste elippische Kuppel, auf alle Fälle eindrücklich gross.

In Dogliani machten wir den nächsten Halt und bummelten durch das Städtchen. Ab einer grossen Bank liess sich wunderbar die Aussicht geniessen - weniger wunderbar, war die Tatsache, dass die Bank recht frisch gestrichen und die Farbe noch nicht komplett getrocknet war! Als Andenken haben wir jetzt Kleider mit hellblauen Flecken.

Weiter fuhren wir in Richtung Monforte d‘Alba, auf dem Weingut Ca‘ Brusa wollten wir eigentlich übernachten und ein gutes Nachtessen geniessen. Leider erfuhren wir, dass es kein Nachtessen gibt, wir wären die einzigen Gäste gewesen, weil gerade die Zimmer umgebaut werden. So sind wir weitergefahren bis nach Castiglione Faletto, da gibt es einen Stellplatz.

Zum Nachtessen gingen wir dann in das Resturant Convino und haben sehr gut gegessen, dazu noch ein freundlicher Service - perfekt.

Mondovi

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Für Heute haben wir den Besuch von Mondovi geplant. Ein Teil der Stadt liegt auf einem Berg, zum Glück gibt es ein Funicolare hinauf, den das Wetter war wie immer in den letzten Tagen sehr schön und warm.

 

Am Nachmittag sind wir zu einem recht neuen Stellplatz bei Rocca de‘ Baldi gefahren. Der Platz hat eine gute Infrastruktur und wieder einmal ist alles, inkl. Strom gratis. Gleich beim Platz beginnt das Naturschutzgebiet Crava-Morozzo, durch das wir am Nachmittag eine Wanderung machten.

 

Den Abend genossen wir mit einem guten Nachtessen.

Störche und andere Vögel

Nach einer total ruhigen Nacht sind wir nach einem gemütlichen Frühstück weiter gefahren nach Soluzzo. Über recht schmale Strassen mit schöner Aussicht auf die schneebedeckten Berge fuhren wir zuerst nach Racconigi.

 

In Racconigi gibt es ein Schloss und dazugehörigen Park den wir anschauen wollten und in der Nähe hat es ein Naturzentrum für Störche und Enten. Das Schloss und der Park waren geschlossen, es sah aber auch nicht sehr einladend aus. Dafür entpuppte sich das „Centro Cicogne e Anatidi“ als echtes Highlight. Auf einem schön angelegten Gelände mit zum Teils renaturiertem Sumpfgelände lassen sich Störeche, verschiedene Entensorten, Schnepfen und viele andere Vögel beobachten. Selbst den Osterhasen haben wir entdeckt.

 

Mit vielen schönen Eindrücken sind wir weiter auf den Stellplatz in Saluzzo gefahren. Auch dieser Platz darf gratis genutzt werden, einzig für den Strom muss man bezahlen. Bei einem Spaziergang durch die Stadt sahen wir viele schöne Häuser und Gassen, wie oft in Italien auch diverse Kirchen.

Eine Seite für unsere Freunde. Wenn sich sonst jemand hierher verirrt hat, darf er sich natürlich auch an den Inhalten erfreuen.

Zu finden sind auf der Webseite Reiseberichte unserer Wohnmobiltouren.

 

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