Piemont und Ligurien im Oktober 2014, vom 10.10.2014 – 25.10.2014
Unsere ersten Ferien im eigenen Wohnmobil! Am Mittwoch haben wir unser WoMo vom Vermieter (bei dem es ab Frühling im Einsatz war) endlich abholen können.
Am Freitagabend ging es also los, allgemeines Ziel Piemont und dann noch irgendwie an die Küste in Ligurien war unser grober Plan. Als ersten Übernachtungsort haben wir Locarno gewählt, es reichte gerade noch für einen kleinen Spaziergang bevor der Regen einsetzte.

Am frühen Samstagmorgen wurden wir von einem starken Gewitter geweckt, nachdem es schon die ganze Nacht geregnet hatte.

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Auch auf der Weiterfahrt dem Lago Maggiore entlang hat es immer wieder stark geregnet, zwischendurch haben wir sogar mal kurz angehalten, weil es wie aus Kübeln goss und kaum noch die Strasse zu sehen war. In den Weinbergen des Piemont kam dann sogar noch die Sonne raus, übernachtet haben wir bei einem Weinbauer in Monforte d’Alba.

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In Alba besuchten wir die Trüffelmesse, ein rechter Rummel aber doch mal ganz interessant für einen Besuch.

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 Als nächstes haben wir Acqui Therme besucht, da das Wetter eh nicht so besonders war, sind wir auch folgerichtig in die Therme um etwas Wellness zu Betreiben. Praktischerweise liegt der Stellplatz fast gegenüber der Therme, auch sonst ist Acqui Therme ein hübsches Städtchen.

Da aber das Wetter leider nicht allzu gut war, immer wieder starke Regenfälle (wir trafen einige überschwemmte Strassen an)

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sind wir weiter in Richtung Küste gefahren. Irgendwo unterwegs haben wir einen Stellplatz gesucht und sind auf eine Fischzucht aus Fattore Amici gestossen. Idyllisch gelegen – Fische gab es zwar keine mehr, dafür einen kurzen Spaziergang hoch zur Felsenkirche Santuri di Santa Lucia.

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Nach einer schönen Fahrt durch die Berge in Richtung Küste haben wir uns einen der letzten offenen Campingplätze gesucht und sind in Cervo fündig geworden. Für die nächsten 3 Tage haben wir uns da häuslich eingerichtet. Cervo liegt wunderschön am Hang, die Besichtigung ist allerdings etwas anstrengend ohne etliche Treppenstufen zu steigen geht es nicht. Auch das Umland von Cervo hat uns sehr gut gefallen, im Oktober sind die Temperaturen ideal für schöne Wanderungen.

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Als nächstes Ziel haben wir uns auf den Weg auf die andere Seite von Genua gemacht in Richtung Cinque Terre. Die ganze Strecke fuhren wir auf der Küstenstrasse, es gibt immer wieder schöne Ausblicke aber oft fährt man auch einfach durch die recht dicht bebaute Gegend.

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Auf der Halbinsel Portofino besuchten wir San Rocco und beschlossen auf einem ruhigen, idyllisch gelegenen Parkplatz, auf dem schon einige andere Wohnmobile standen zu übernachten. Bis nach zwei Uhr am Morgen ging das auch ganz gut, dann wurden wir aber von der Dorfjugend die aus der Disco oder so kam geweckt. Nach einer knappen Stunde Motorengeheul, Reifenquitschen, Autotüren schlagen, lauter Musik und lautem Gelächter war der Spuk dann vorbei und der Rest der Nacht war es wieder idyllisch ruhig.
Für die nächsten paar Tage haben wir uns auf dem Campingplatz in Levanto einquartiert, dem CP Aqua Dolce, einem sehr schön gelegenen Campingplatz, der eine ideale Ausganglage für Ausflüge in die Cinque Terre ist.

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Nebst einer schönen, aber anstrengenden Wanderung in den Cinque Terre verbrachten wir einige ruhige Tage.

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 Am Strand konnten wir den Wellenreitern zusehen, ich habe am Mittelmeer noch nie so grosse Wellen gesehen und etwas durch Levanto bummeln.

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 Eine Radtour haben wir auch noch gemacht, obwohl Levanto und die umliegenden Dörfer an einer Steilküste liegen, gibt es einen mehrere Kilometer langen total ebenen Radweg der Küste entlang. Entstanden ist der durch eine wohl etwas eigenartige Planung der Eisenbahnlinie, da wurden etliche Kilometer Strecke, mit vielen Tunnels gebaut, bevor man auf die Idee kam die Strecke etwas weiter «nach hinten» an den Hang zu verlegen. Aus der Not machte man eine Tugend und so kann man sich jetzt also auf einem «Luxusradweg» mit schön beleuchteten Tunnels vergnügen. In Levanto gibt es darum jetzt auch zwei Bahnhofsgebäude, eines bei der Bahnlinie und eines an der Küste ohne Eisenbahn…..

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Die Heimfahrt haben wir auf mehrere Tage aufgeteilt um noch etwas kreuz- und quer durch das Land (den Apenin) zu Fahren. Übernachtet haben wir in Bardone einem kleinen Ort irgendwo «in der Pampa», ausser schöner Landschaft gibt es nicht viel zu sehen, trotzdem hat es einen sehr schönen Stellplatz, an dem man tatsächlich ruhig übernachten kann. Die Dorfjugend hat das Dörfchen wohl schon verlassen.

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Als nächstes Ziel stand Parma auf dem Programm. Ein Besuch der Altstadt ist wirklich lohnenswert, nicht umsonst gilt Parma als eine der schönsten Städte Oberitaliens.

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Auf der Weiterfahrt sind wir dann eigentlich zufällig über Don Camillo und Peppone «gestolpert». In Brescello wurden die legendären Filme gedreht, wer sie kennt wird die Kirche und den Dorfplatz sofort wiedererkennen. Auch gibt es natürlich ein entsprechendes Museum in dem diverse Requisiten und Aufnahmen usw. zu sehen sind, selbst der Panzer der einem der Film eine Rolle spielt steht da.

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Übernachtet haben wir am Flussufer des Po ganz in der Nähe von Brescello, bei Boretto. Da gibt es einen Parkplatz auf dem man in bevorzugter Lage mit dem WoMo stehen kann.

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Auf der Heimfahrt in Richtung Tessin, kam ich dann auf die Idee, dass wir noch etwas dem Comersee entlangfahren könnten und da noch einen Übernachtungsplatz zu suchen. Die Strassen entpuppten sich als ziemlich eng, davon hatten wir zwar schon einige aber der Verkehr machte das Ganze ziemlich anstrengend. Wenigstens wurden wir mit einem exklusiven Übernachtungsplatz entschädigt, auf dem kleinen Campingplatz La Fornace durften wir obwohl er geschlossen war übernachten, so standen wir da ganz alleine direkt am See.
Die restliche Heimfahrt verlief dann recht angenehm, bei Bellagio ging es auf die Fähre nach Griante, von dort via Lugano nach Hause.