Es ist kaum zu Glauben, über einen Monat waren wir soweit nördlich, dass die Sonne theoretisch um Mitternacht hätte zu sehen sein sollen. Aber wir sahen sie kein einziges Mal! Entweder war es bewölkt, so wie gestern bei unserer letzten Chance in Andenes oder wenn es klar und schön war, stand uns ein Berg oder Gebirge vor der Sonne. Jetzt etwas weiter südlich tauch die Sonne, wenn sie den mal zu sehen ist kurz unter den Horizont, aber taghell bleibt es immer noch. Heute sehen wir die Sonne eh nicht, weil einerseits bedeckt ist und wir andererseits auf einem kleinen Campingplatz bei Stokmarknes in einem Talkessel sind.
Heute Morgen fuhren wir auf der Westseite von Andøya südwärts, bei bewölktem Himmel und etwa 14°. Vor Sortland wurde dann das Wetter immer schöner und auch etwas wärmer.
Wir fuhren bis nach Stokmarknes auf der Insel Hadseløya. Nachdem wir auf dem Campingplatz angekommen waren, regnete es etwa 2 Stunden lang. Danach klarte es auf und wir machten einen Spaziergang in die Umgebung und wähnten uns mitten im Schwarzwald, dunkler Tannenwald mit moosigem Boden und vielen Heidelbeeren. Innert kürzester Zeit hatten wir ziemlich viele für einen feinen Dessert gesammelt, Moltebeeren hätte es auch sehr viel gehabt, aber die schmecken uns nicht so.
