Kleine Fluchten - WoMo-Blog

Blog über unsere Wohnmobilaktivitäten, gedacht für Freunde und andere Interessierte. Warum heisst der Blog kleine Fluchten? Ja klar weil es für uns nebst grösseren Reisen auch immer Wochenendausfüge in eine andere Lebensart, eben kleine Fluchten sind. Es gibt aber noch einen weiteren Grund, warum der Titel für uns so passt. Unsere Freundschaft begann einmal vor langer Zeit im Kino, der Film hiess: Kleine Fluchten...... wen es interessiert, der Film: https://de.wikipedia.org/wiki/Kleine_Fluchten PS: Wenn im Blog Produkte genannt werden, ist das nicht weil ich Werbung dafür mache und damit etwas verdiene, sondern rein aus eigener Erfahrung und Überzeugung.

Auf dem Stellplatz verlängert

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Wir haben uns spontan entschieden noch 2 Nächte länger auf dem schönen Stellplatz zu bleiben. Irgendwie ist es hier sehr ruhig und gemütlich. Nachdem wir am Morgen etwas im Wohnmobil geputzt und den Kühlschrank enteist hatten, sind wir in die nahe Ortschaft Praia da Vagueira gelaufen. Vom Stellplatz bis zum Ort führt ein über 1 Km langer Holzsteg durch die Dünen, allerdings ist der Steg teilweise ziemlich von Flugsand zugeweht.

Im Ort ist jetzt noch nicht viel los, im Sommer mag es anders aussehen. Wir fanden ein richtiges portugiesisches Restaurant, in dem wir mit Glück noch einen Tisch bekamen. Das ganze Personal konnte nur portugiesisch, die Speisekarte konnten wir mit dem Übersetzungsapp gut lesen, aber was die ältere Frau die unsere Bestellung aufnahm, uns sagen wollte verstanden wir nicht. Zum Glück war am Nebentisch ein Mann der als Dolmetscher zwischen portugiesisch und englisch fungieren konnte. So verstanden wir auch, dass uns als Vorspeise die frittierten Fische empfohlen wurden. Zum Hauptgang entdeckten wir die Spezialität Porco Alentejano, was wir natürlich bestellten. Porco Alentejano ist eine Art Eintopf mit Schweinefleisch, Venusmuscheln und Kartoffeln, sehr lecker. Kennen tun wir das Gericht aus einem ehemaligen portugieschischem Restaurant in unserer Heimat. Schon letztes Jahr waren wir in Portugal auf der Suche nach diesem Gericht und bekamen nur einmal etwas Ähnliches vorgesetzt. Auch heute war es dann nicht genau das was wir erwarteten, auf der Karte war das Gericht zwar richtig beschrieben, anstatt Muscheln waren dann aber Garnelen auf der Platte. Es war aber trotzdem richtig gut, allerdings viel zu viel, die Hälfte haben wir mitgenommen, das gibt noch einmal eine Mahlzeit. Unsere Suche nach einem Original Porco Alentejano geht also noch weiter.

Richtig warm

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Heute war der bisher wärmste Tag mit Temperaturen deutlich über 20°. Wir sind nur knappe 30 Km weiter gefahren auf einen recht einsam gelegenen Stellplatz gleich hinter den Dünen.

Wir legten einen Strandtag ein, den Strand hatten wir für uns alleine. Zum Baden wäre es zu kalt gewesen, vor allem aber sind die Wellen immer noch sehr gross.

Am Abend wurden wir dann noch mit einem schönen Sonnenuntergang verwöhnt.

Aveiro

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Auf „unserem“ Parkplatz haben wir ganz alleine übernachtet. Am Abend war die nahe Strasse noch gut zu hören - rasende Autos und Motorräder, in der Nacht war es aber ruhig. Am Morgen sind wir nach Aveiro aufgebrochen. Unterwegs fuhren wir durch Mimosenhaine, leuchtend gelb und darüber der blaue Himmel, einfach wunderschön.

Aveiro liegt an einer Lagune und ist von mehreren Kanälen durchzogen. Es gibt einen kleinen alten Stadtkern und ringsherum moderne Quartier. Auf den Kanälen fahren die farbenfroh bemalten Moliceiro-Boote, mit denen wurde früher Seetang geerntet und heute Touristen befördert. Am einen Kanal entlang war heute ein Flohmarkt, entsprechend waren auch viele Leute unterwegs, aber sicher auch wegen dem schönen Wetter. Mitten in der Stadt haben wir uns verköstigt. Wir mussten zwar ewig lange warten, der Octobus war aber ausgezeichnet und an der Sonne liess es sich gerade noch aushalten. Noch vor wenigen Tagen konnten wir uns nicht vorstellen, dass es so rasch so schön und warm wird. Übernachten werden wir auf einem Stellplatz mitten in der Stadt, mit ziemlich vielen Autoparkplätzen umgeben, mal schauen ob es hier auch so viele Spinner wie in Viseu gibt.

Viseu

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Vom Übernachtungsplatz sind wir ins nahe Lamego gefahren.

Da gibt es eine ganz ähnliche Kirchenanlage wie die berühmte Bom Jesus do Monte in Braga die wir schon erstiegen haben. Hier bei der Kirche Santuário de Nossa Senhora dos Remédios sind es mit 686 Stufen noch ein paar mehr als bei Braga. Insgesamt ist die Anlage aber etwas weniger gepflegt, das kann aber auch den Wetterverhältnissen der letzten Zeit geschuldet sein. Heute war es übrigens vom Morgen her sehr schön, am Nachmittag stieg die Temperatur auf 17°.

Unsere Weiterfahrt nach Viseu führte uns über typische portugiesische Rumpelsträsschen durch eine schöne Landschaft, leider ist ein grosser Landstrich einem Brand zum Opfer gefallen.

In Viseu waren die 8 Wohnmobilstellplätze besetzt, aber in der Nähe gibt es einen grossen Parkplatz der praktisch leer war. Wir haben die Altstadt besucht, vor allem die Kathedrale ist eindrücklich, ansonsten gibt es ein paar schöne Gässchen.

Peso da Regua

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Unsere Weiterfahrt haben wir entlang dem Dourotal bis nach Peso da Regua gewählt. Zuerst ging es durch das Strassengewirr rundum Porto. Erschwert wurde die Fahrt durch die typischen portugiesischen Strassen - immer mal wieder ein Schlagloch in der Strasse das zum Achsbruch führen könnte, wenn man da voll rein fährt.

Je weiter wir dem Douro entlang fuhren wurde die Gegend schöner. Aus den Hängen fliesst immer noch viel Wasser in den Douro der immer noch Hochwasser führt. Etwas vor Peso da Regua begannen die Rebhänge, hier werden vor allem Trauben produziert aus denen es in Porto dann Portwein gibt.

In Peso da Regua haben wir Platz auf dem Stellplatz gefunden und haben uns etwas die Ortschaft angeschaut.

Die Lage im Dourotal ist sehr schön aber die Ortschaft ist nichts Besonderes. Bei mittlerweile sehr angenehmen Temperaturen haben wir uns ein Glas Weisswein aus der Region genehmigt und die Sonne genossen.

Porto

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Bei wesentlich besserem Wetter als angesagt, trocken und etwas Sonne zwischendurch, sind wir nach Porto gefahren. Eigentlich sind wir nur bis nach Gaia gefahren, auf der einen Seite des Duoro liegt Gaia und auf der anderen Seite ist Porto. Wir haben hier wie in Braga auch wieder Uber gebucht, die Fahrten sind in Portugal sehr günstig. Über die Pont Dom Luis I die 1986 eingeweiht wurde, sind wir ins Zentrum von Porto gelaufen. Von der Brücke hat man eine super Aussicht. In der Stadt war war ziemlich viel Betrieb, die Spanier haben diese Woche auch Ferien - 1 Woche Karnevalsferien. Auf dem Rückweg sind wir mit der Seilbahn gefahren, die eine teure Verbindung vom Ufer des Douro auf das obere Niveau der Brücke anbietet, aber man kann sich viele Treppenstufen sparen.

Am späteren Nachmittag haben wir noch einen kurzen Ausflug an die Küste gemacht, das Meer hat immer noch grosse Wellen.

Der Mittwoch war dann wieder verregnet. Wir waren vor allem mit einem Sightseeing-Bus unterwegs, zum Glück war das obere Deck zur Hälfte geschlossen, sonst wären wir pflotschnass geworden. Zwischendurch regnete es stark, die Aussicht war dadurch ziemlich eingeschränkt. Am Nachmittag gab es zwischendurch doch noch etwas Sonne, wir besuchten noch den zentralen Markt und spazierten nochmals über die spektakuläre Pont Dom Luis I.

Am Donnerstagmorgen sahen wir blauen Himmel und ein paar Restwolken. Die Schlechtwetterphase sollte jetzt vorbei sein und es wird auch wärmer. Wir sind heute mit dem Velo  dem Strand entlang in Richtung Porto gefahren bis zur Mündung des Douro.

Die 4 Übernachtungen haben wir auf dem Campingplatz Ista’s Garden verbracht. Die Besitzer haben beim Hausbau, keinen Garten angelegt sondern einen kleinen Campingplatz vor dem Haus. Der tolle Campingplatz hat nur 12 Plätze und ist nicht gerade günstig, aber bietet viele Annehmlichkeiten, inkl. einer Verkostung von Portwein.

Trüber Tag

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In der Nacht hat es etwas geregnet und der Morgen zeigte sich nass und neblig. Wir sind heute weitergefahren in Richtung Porto. Zuerst haben wir einen Abstecher an die Küste gemacht. Bei dem grauen Wetter und ziemlich starkem Wind war es aber nicht sehr attraktiv.

Auf der südliche Seite von Porto bzw. Vila Nova de Gaia haben wir auf einem kleinen Campingplatz reserviert. Durch Porto hindurch fuhren wir auf einer Stadtautobahn, nebst viel Verkehr war vor allem der schlechte Strassenzustand anstrengend, die Strassen sind übersät mit grossen Löchern, die man lieber umfährt. Heil auf dem Campingplatz angekommen, wurde uns alles erklärt und zum Willkommen gab es ein Glas Weisswein. Wir bleiben hier für vier Nächte um Porto zu erkunden.

Braga

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Es hat die ganze Nacht auf Freitag geregnet. Am Tag hatten wir dann richtiges Aprilwetter, immer mal wieder ein kurzer Regenschauer aber auch sonnige Abschnitte. Wir haben uns aufgemacht die Stadt zu Besichtigen. Die Altstadt ist praktisch autofrei und es gibt diverse schöne Parkanlagen.

Besucht haben wir auch den Markt, der am Rande der Altstadt liegt. Anstatt einem alten Marktgebäude haben wir eine moderne schöne Halle vorgefunden, sehr beeindruckend.

Ebenfalls sehr beeindruckend ist die Kathedrale, in einem eigenwilligen Stil.

Nebst den obligaten Pastel de Nata, heute hatten wir besonders feine Exemplare, haben wir zum Mittagessen Francesinha probiert. Dabei handelt es sich um ein „Sandwich“ aus viel Käse, Brot, Steak, Wurst, Speck und darauf ein Spiegelei, das ganze wird dann mit einer Sauce aus hauptsächlich Bier, Tomate, Zwiebeln und Knoblauch übergossen. Abgesehen, dass eine Portion fast für eine Familie gereicht hätte, ist das Ganze nicht so unser Geschmack, aber probieren muss man sowas ja, was als Portugals National-Sandwich bezeichnet wird.

Am Samstag haben wir die Wallfahrtskirche Bom Jesus do Monte, etwas ausserhalb von Braga auf einem Hügel gelegen, besucht. Die Kirche gilt als einer der wichtigsten Wallfahrtsorte von Portugal und ist ein UNESCO Weltkulturerbe. Wir haben die Anlage via die 581 Treppenstufen erstiegen und alle Kapellen angeschaut, sowie natürlich die Hauptkirche. Von oben hat man auch einen schönen Blick über Braga. Oberhalb der Kirche hat es einen kleinen Park, mit Grotten und einem Seelein.

Für den Rückweg haben wir die spezielle Standseilbahn genommen. Es handelt sich dabei um die älteste noch in Betrieb stehende Wasserballastbahn der Welt, entwickelt vom Schweizer Ingenieur Niklaus Riggenbach und seit 1882 in Betrieb. Ganz ohne elektrisch funktioniert die Bahn, indem oben ein Tank mit Wasser gefüllt, dass unten wieder abgelassen wird. Vom Führer der Bahn bekamen wir,  als er hörte das wir aus der Schweiz sind, eine ausführliche und interessante Erklärung wie das ausgeklügelte System funktioniert.

Am Sonntag zeigte sich das Wetter wieder von der garstigen Seite. Trüb und etwas Nieselregen motivierten uns nicht gross zum etwas zu Unternehmen, wir blieben den ganzen Tag an der Wärme.

Auf nach Portugal

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Vom Morgen her war es heute trocken, zwischendurch zeigte sich auch mal kurz die Sonne. Wir sind weiter gefahren in Richtung Portugal. In den Bergen blühen die Mimosen und der Ginster.

 

Unser Ziel für heute heisst Braga. Für die nächsten 3 Tage wollen wir in Braga bleiben und die Stadt erkunden. Die Anfahrt zum Campingplatz erwies sich dann als etwas aufregend, weil das Navigationsgerät uns mitten durch das Zentrum von Braga führen wollte. Nach einigen Wirrungen sind wir dann auf dem Campingplatz angekommen.

Caceres

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Am Morgen war es neblig, ein Wetterwechsel kündigt an. Unsere Fahrt ging weiter über die Grenze zurück nach Spanien. Quer durch die schöne Landschaft der Extremadura fuhren wir bis Caceres.

Auf dem Campingplatz bleiben wir für 2 Nächte. Der Platz liegt etwas ausserhalb der Stadt, als Besonderheit verfügt jeder Platz über ein kleines Sanitärhäuschen mit WC und Dusche.

Das Wetter war dann doch besser als befürchtet und wir sind mit dem Velo nach Caceres gefahren. Die Altstadt gilt seit 1986 als UNESCO-Weltkuturerbe. Es hat verschiedene Kirchen und sehr viele Palacios, irgendwie erinnert uns die Altstadt etwas an die schönen Städte in der Toskana.

Marvao

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Wir waren über Nacht ganz alleine auf dem grossen Campingplatz. Wie erwartet war es sehr ruhig. Am Morgen haben wir nochmals den schönen Blick auf den See  genossen bevor wir weiter gefahren sind. Die Strecke führte uns wieder durch wunderschöne Landschaften.

Einen Zwischenstopp machten wir in Castelo de Vide.

Anschliessend fuhren wir zum nahen Marvao. Der Ort liegt auf einer Felsenkuppe auf 900 Meter und wird von einer mächtigen Festung überragt. Auch die Ortschaft selber ist von Mauern umgeben.

Die Burg spielte über Jahrhunderte eine wichtige Rolle in der Verteidigung der Grenze zu Spanien.

 

Übernachten werden wir gleich unterhalb des Ortes auf einem Parkplatz, zwar etwas schräg, dafür mit schöner Aussicht.

Richtung Nordost

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Ab heute geht unsere Reise in Richtung Nordosten, mit einem Zwischenstopp anfangs Mai in der alten Heimat. Vorerst sind wir aber noch in Portugal. Aus Lissabon hinaus ging es zuerst über die gut 12 Km lange imposante Vasco da Gama Brücke.

Danach ging es durch flaches Land, erst kurz vor unserem Ziel bei Avis wurde es hügelig.

Wir haben unser Quartier auf einem Campingplatz direkt an einem Stausee bezogen. Die Landschaft ist sehr schön und es ist total ruhig, man hört nur die Vögel zwitschern. Es ist genau das Richtige um sich von der Hektik und dem Rummel von Lissabon zu erholen. Am Nachmittag wurde es so warm, dass wir froh um Schatten waren.

3 Tage Lissabon

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Am Donnerstag wollten wir mit dem Bus ins Stadtzentrum, nach längerer Wartei haben wir ein Taxi genommen. Wir sind kreuz und quer durch die Stadt gebummelt um erste Eindrücke zu sammeln. Natürlich sind wir auch zweimal mit den legendären Standseilbahnen gefahren und einmal mit der Strassenbahn.

Die Innenstadt lässt sich gut zu Fuss erkunden, im Alfama-Quartier geht es gar nicht anders, durch die schmalen Gässchen mit vielen Treppen. Ansonsten kann man sich mit Bus, Tram, Tucktuck und Taxi transportieren lassen. Auf alle Fälle ist es ein quirliges Durcheinander.

Den Freitag haben wir mit Sightseeing Bus fahren verbracht. Es gibt mehrere Rundfahrten die man mit dem Ticket machen kann. Einen längeren Stopp machten wir beim ehemaligen Expo Gelände, da gibt es auch eine Gondelbahn dem Tejo entlang.

Es hatte gefühslmässig noch mehr Verkehr als gestern, es war aber auch ein sehr schöner Tag mit Temperaturen um 21° Grad.

Am Samstag war es noch etwas wärmer und es hatte noch mehr Verkehr und Leute unterwegs. Wir waren nochmals mit dem öffentlichen Verkehr unterwegs, dass erwies sich aber als ziemlich anstrengend, teilweise kamen gar kleine Busse oder dann irgendwann, aber sicher nicht nach Fahrplan, ist aber auch kein Wunder bei dem Verkehrschaos. Wir schauten uns noch diverse Sehenswürdigkeiten von aussen an, überall waren sehr lange Menschenschlangen vor den Kassen.

Wir haben nochmals portugiesische Spezialitäten geschlemmt.

Gegen Abend sind wir dann ziemlich müde zum Wohnmobil zurückgekommen. Für uns Landmenschen waren die 3 Tage zwar schön, aber gerade heute mit dem Trubel etwas Zuviel. Jetzt freuen wir uns auf ruhigere Gegenden.

Parkplatz- und Campingplatz Suche

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Nach einer ruhigen Nacht sind wir am Morgen in Richtung Lissabon aufgebrochen. Die zu bewältigende Strecke waren nur 50 Km, wurden aber etwas Anstrengend, weil der Verkehr in Richtung Lissabon deutlich zunahm.

Unterwegs, schon im Vorstadtgebiet, wollten wir in einem Mercadona einkaufen gehen. Die Zufahrt zu den Parkplätzen war auf 2,5 Meter höhenbegrenzt, also nichts für uns, am Strassenrand war auch alles zugeparkt. Wir fanden dann aber einen separaten Parkplatz, der zwar nur für Mitarbeiter gekennzeichnet war, es war aber die einzige Möglichkeit um mit dem Wohnmobil zu Parkieren. Auf jedenfall war unser Wohnmobil noch da ohne Strafzettel als wir beladen zurück kamen. Als nächstes Ziel wollten wir in einen Handwerkermarkt, der Parkplatz davor war übervoll und wir waren froh nur schon wieder vom dem Gelände zu kommen. Wir sind dann darum zum Campingplatz gefahren, der ganz in der Nähe ist.

Das Navi, dass eigentlich bisher recht zuverlässig funktioniert, hat zu diesem Campingplatz aber anscheinend eine falsche Zufahrtsinformation (stellte sich auch als einigermassen kompliziert heraus).   Jedenfalls sind wir nach ca. 5 Minuten rumgekurve wieder bei einem Kreisel gelandet bei dem wir schon waren, ohne die Einfahrt zum Campingplatz gesehen zu haben. Das Navi wollte uns dann nochmals auf die gleiche Runde schicken. Wir haben dann selber auf der Karte geschaut und haben das Navi nicht beachtet - sonst würden wir jetzt noch Runden drehen! So sind wir schliesslich doch noch beim Campingplatz angekommen. Der Platz liegt schön im Grünen, die nahe Autobahn ist aber gut zu hören. Auf dem Platz sind noch gut die Spuren des Sturmes Martinho zu sehen, es muss hier ziemlich schlimm gestürmt haben. Auf dem Platz bleiben wir bis Sonntag, heute konnten wir schon mal grosse Wäsche machen.

Sesimbra

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In der Nacht ist es zwar ziemlich kalt 9°, aber am Tag wird es jetzt schön warm. Heute erreichte das Thermometer schon knappe 20°. Mit der hochstehenden Sonne wird es ausserhalb des Schattens schon ziemlich heiss. Heute fuhren wir weiter nach Sesimbra. Zuerst nach Setubal und LPG zu tanken, was auch in Portugal problemlos geht. Wieder führte uns die Strasse zuerst durch eine Park ähnliche Landschaft und wie immer seit wir in Portugal sind nisten die Störche an allen (un)möglichen Orten.

Nach Setubal fuhren wir eine spektakuläre Strasse der Küste entlang, die Strasse führt in eine Höhe von knapp 400 Meter von wo man eine super Aussicht über die Küste und zurück nach Setubal hat, auf der anderen Seite sieht man bis nach Lissabon.

In Sesimbra haben wir uns auf dem Campingplatz einquartiert, der praktisch leer war. Schon erstaunlich, der Platz liegt schöne im Grünen, ganz ruhig und ist sehr günstig. Schon der schöne Platz in Alcacer do Sal war extrem günstig, mit nicht mal 13 Euro, inkl. Strom.

Am Abend haben wir in Sesimbra mit einem feinen Nachtessen Geburtstag gefeiert. Sesimbra hat uns eigentlich nicht so gefallen, ziemlich viele Hotelburgen, ein paar nette Gässchen und Restaurants und ein schöner Strand.

Comporta

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In der Nacht gab es noch ein paar Regengüsse, am Morgen schien dann aber bereits die Sonne. Wir haben den schönen Campingplatz verlassen und sind ca. 30 Km nördlich bis nach Comporta gefahren. Praktisch die ganze Strecke führt durch eine schöne Dünenlandschaft, allerdings musste ich mich beim Fahren auf die Strasse konzentrieren. Immer wieder ist die Strasse von Schlaglöchern regelrecht durchlöchert, wenn man die voll erwischt könnte auch mal eine Achse brechen.

In Comporta gibt es mitten im Ort einen Parkplatz, der als Stellplatz genutzt werden darf.

In 20 Minuten ist man zu Fuss am wunderschönen Atlantikstrand, der Weg führt quer durch eine Dünenlandschaft.

Überhaupt ist die Umgebung von Comporta sehr schön, es gibt Reisfelder und der Ort grenzt an einen grossen Naturpark.

Vom Ort hatten wir nicht viel erwartet und wurden überrascht von einigen hübschen Häusern und unzähligen Restaurants, gefühlsmässig hat es fast so viele Restaurants wie Einwohner.

Eigentlich wollten wir nicht Essen gehen, aber beim vorbeilaufen beim Restaurant Flavours haben wir auf die Karte geguckt und entdeckt, dass es ein gesuchtes Essen gibt, nämlich Schweinfleisch mit Muscheln.

Das Essen entpuppte sich zwar nicht als das Gesuchte, war aber ausgezeichnet und ein super freundlicher Service dazu hat auch gepasst. Wer in der Gegend ist, dem sei das Restaurant Flavours in Comporta wärmstes zu empfehlen.

Wind, Regen, Sonne, Wind, Regen, Sonne…

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Wind, Regen, Sonne zeichneten die letzten 2 Tage aus, zwischendurch gab es ziemlich starke Windböen, zum Glück ist der Campingplatz zumindest leicht windgeschützt. Regen und Sonne wechselten sich in rascher Folge ab. Bei Temperaturen um 16° wäre es an der Sonne eigentlich recht angenehm gewesen, wir probierten ein paarmal draussen die Stühle aufzustellen, jedesmal nur für ein paar Minuten bis zum nächsten Regenschauer. Durch den starken Wind gab es auch grosse Wellen am Strand, obwohl der Campingplatz fast 1 Km vom Strand entfernt ist hört man die ganze Zeit das Toben der mehrere Meter hohen Wellen. Zweimal waren wir am Strand um das Schauspiel anzuschauen, wir hatten den kilometerlangen Strand für uns alleine, der Wind war aber auch heftig.

Hinter der Düne war es etwas geschützt und wir konnten die schöne Dünenflora anschauen.

Parque de Campismo de Santo André

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Wir verbrachten eine erstaunlich ruhige Nacht. Das Rauschen des Windes in den Bäumen war zwar zu hören und zwischendurch prasselte der Regen auf das Dach, aber nicht so stark wie erwartet.

Wir sind einige Kilometer weitergefahren auf den Campingplatz Santo André. Da bleiben wir bis am Sonntag, momentan sind wir fast alleine auf dem Platz, neben uns hat es noch einen Van und ein anderes Wohnmobil und ein paar Dauercamper. Es blieb heute bis am späten Nachmittag trocken aber bewölkt, dann gab es wieder ein paar Regenschauer. Für Freitag und Samstag ist weiterer Regen angesagt, dann sollte das Wetter langsam besser werden.

Santiago do Cacem

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Am Abend haben noch ein paar Frösche gequakt, sonst war es absolut ruhig. Zumindest bis in die frühen Morgenstunden, da fing der Wind an am Wohnmobil zu rütteln. Wind oder eher Sturm ist für heute und Morgen angesagt, zudem Gewitter und starke Regenfälle. Aufgrund dieser Wetterprognose haben wir den schönen aber exponierten Platz am See verlassen und sind nach Santiago do Cacem gefahren. Unterwegs gab es wie immer allerhand zu sehen. Oft fährt man durch Landschaften die wie Parkanlagen aussehen.

Da gibt es einen Stellplatz etwas in einer Mulde und davor ein Berg, der Windschutz bietet. Die Stellplätze sind zwar total schräg, aber mit einigem Rangieren stehen wir fast gerade.

Bei einem Spaziergang hoch auf den Berg, auf dem eine Kirche mit Friedhof und eine Burgmauer ist, haben wir den Unterschied zwischen der recht windstillen Mulde und dem starken Wind oben, gut gemerkt. Santiago do Cacem ist nichts Spezielles, ein paar hübsche Gässchen, sonst nichts. Aber mit der Wetterprognose sind wir nicht so wählerisch.

Evora

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Wir verbrachten eine ruhige Nacht, der Regen hörte zum Glück auf. Am Morgen sind wir nach Evora gefahren. Das Wetter war gar nicht so schlecht, bedeckt aber zumindest kein Regen.

In Evora haben wir zuerst die Kathedrale besucht, bei der man auf dem Dach herumlaufen kann.

Neben der Kathedrale gibt es einen Tempel aus der Römerzeit, ebenso von den Römern ist der Viadukt.

Evora hat eine sehr schöne Altstadt in der man gut etwas bummeln kann. Ein Highlight ist sicher die Capelo dos Ossos (Knochenkapelle), die von den Franziskanern im 16. Jahrhundert gegründet wurde. Dazu wurden anscheinend die Knochen von ca. 5000 Skeletten aus verschiedenen Friedhöfen gesammelt und „verbaut“, etwas makaber.

In der gleichen Kirche die zur Kapelle gehört hat es eine interessante Ausstellung von Weihnachtskrippen aus aller Welt.

Als nächstes Ziel haben wir den grössten Steinkreis von Portugal avisiert. Die letzten Kilometer waren eine Schotterpiste im üblen Zustand der durch die letzten Regenfälle wohl noch verschlechtert wurde. Ca. 1,5 Km vor dem Ziel war die Strasse gesperrt, weil weggespült.

Auf dem anschliessenden Fussmarsch durch einen schönen Korkeichenwald, wurden wir von einem Regenguss überrascht, bevor wir zum grossen Steinkreis kamen.

Zum Übernachten haben wir einen Stellplatz an einem wunderschönen See gefunden.

Eine Seite für unsere Freunde. Wenn sich sonst jemand hierher verirrt hat, darf er sich natürlich auch an den Inhalten erfreuen.

Zu finden sind auf der Webseite Reiseberichte unserer Wohnmobiltouren.

 

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Warum heisst der Blog kleine Fluchten? Ja klar weil es für uns nebst grösseren Reisen auch immer Wochenendausfüge in eine andere Lebensart, eben kleine Fluchten sind. Es gibt aber noch einen weiteren Grund, warum der Titel für uns so passt. Unsere Freundschaft begann einmal vor langer Zeit im Kino, der Film hiess: Kleine Fluchten...... wen es interessiert, der Film: Link auf Wikipedia
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