Unseren letzten Tag am Meer verbrachten wir recht gemütlich. Ausser das wir am Morgen einen Ausflug mit dem Boot zum Capo di Palinuro machten. Es gibt einen Ausflug ab dem Campingplatz um mit dem Boot rund um das Capo di Palinuro die diversen Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Diverse Grotten, Höhlen und sonstige Felslöcher. Herausragend dabei die Grotta Azzura, in die man mit dem Boot hineinfahren kann, drinnen leuchtet das Wasser wie der Name sagt ganz blau. In einer schönen Bucht konnten wir zudem das recht angenehme Wasser geniessen. Ansonsten haben wir geruht und nicht sehr viel unternommen
Kleine Fluchten - WoMo-Blog
Trotz der vollen Bäuche haben wir recht gut geschlafen, die Nachtruhe wurde nur vom Güggel unterbrochen, der sich das erste Mal um 02:30 Uhr bemerkbar machte. Nach einem erfrischenden Morgenbad im Pool haben wir uns auf den Weg gemacht, nicht ohne das wir herzlich verabschiedet wurden. Wir haben beschlossen nochmals etwas Zeit am Meer zu verbringen und fuhren dazu in die Region Cliento, genauer nach Palinuro. Einen grossen Teil der Fahrt fuhren wir auf der Autobahn A2, auch für Schweizer Verhältnisse eine sehr gut ausgebaute Autobahn und erst noch gratis.
Unterwegs besuchten wir die Kartause von Padula, eine sehr grosse Klosteranlage. In den verschiedenen Innenräumen und Höfen könnte man sich ohne Wegweiser durchaus verlaufen.
Etwas ausserhalb von Palinuro haben wir einen Campingplatz gefunden, an einem ziemlich steilen Hang zum Meer hinab, von einer Terrasse geniessen wir jetzt die Aussicht. Der Strand besteht aus Kies, aber zum Baden ist es OK, Hauptsache man kommt ins Wasser, um sich abzukühlen. Die Temperaturen betragen immer noch gegen 30°
Obwohl es am Abend laut war, wurde es in der Nacht ganz ruhig und wir haben recht gut geschlafen, einzig die Wärme machte uns etwas zu schaffen. Am Morgen gab es frisches Brot vom Bäcker, der auf den Platz fährt. Überhaupt können wir den Stellplatz „di Caccio“ empfehlen, die Besitzer sind sehr freundlich und der Platz und die Anlagen sind sehr sauber. Tropea hat uns gut gefallen, da werden wir sicher mal wieder hinfahren. Jetzt aber fuhren wir weiter, wir hatten uns einiges an Strecke für den Tag vorgenommen. Zuerst ging es ein Stück der Küste entlang und bei Pizzo besuchte wir die kleine Felskirche Piedigrotta. Die Kirche entstand den Überlieferungen nach, von Matrosen, die damit dankten, dass sie nach einem Schiffbruch überlebten.
Danach fuhren wir ein Stück auf der gut ausgebauten Autobahn, die gratis ist, bevor wir in Richtung Sila Nationalpark abzweigten. Der Sila Nationalpark liegt mitten in Kalabrien, auf ca. 1000 - 1500 Meter Höhe über Meer und besteht vor allem aus Wald und ein paar Stauseen. Im Winter hat es Schnee, davon zeugen die Stangen am Strassenrand, Schneepflüge und die Skilifte. Auch kann man Langlauf betreiben und selbst eine Sprungschanze gibt es. Ziemlich unerwartet für uns am Stiefel von Italien! Aber noch mehr überrascht hat uns die Schönheit der Landschaft, als wir an den Lago Arve kamen, konnten wir uns an den Farben kaum satt sehen.
Einen Zwischenstopp machten wir bei den Giganti della Sila, dabei handelt es sich um ca. 50 über 300-jährige Lärchenkiefern, die um die 40 Meter hoch sind und Stammdurchmesser von über 2 Meter haben, wahre Giganten eben. Dazu hörten wir die ganze Zeit Vögel, deren Ruf wir nicht kannten, auf Nachfrage bei einem Einheimischen klärte es sich, es ist der Ruf des Wiedehopfs. Den haben wir zwar schon einmal gesehen aber noch nie gehört.
Auf der Weiterfahrt haben wir bei einem der verschiedenen Strassenhändler, die ihre Produkte direkt ab Auto verkaufen angehalten, um etwas Käse zu kaufen. Schlussendlich sind wir mit gut 1,5 Kilo feinstem alten Peccorino, einem Schafskäse und etwas Ricotta weitergefahren und das alles für 15 Euro!
Nach einer weiteren Stunde Fahrt durch eine schöne Landschaft kamen wir bei unserem heutigen Ziel an, einem Agricamper Betrieb, wieder fast auf Meereshöhe. Gemäss Beschrieb ein Agritourismobetrieb, mit verschiedenen landwirtschaftlichen Produkten, Früchten, Olivenöl etc. Wir landeten in einem Paradies! Nebst der wunderschönen Anlage, die wir gratis benutzen durften, liegt der Betrieb in einem kleinen schönen Tal und die Besitzer sind sehr freundlich. Das Paradies heisst Trappeto Vecchio. Nebst der Möglichkeit mit dem Womo zu übernachten, gibt es 6 Zimmer zu mieten. Nach einem erfrischenden Bad haben wir leider zugesagt, das Nachtessen zu geniessen. Leider, weil das Resultat des ausgezeichneten Essens ein voller Bauch ist, der hauseigene Wein ist auch nicht zu verachten. Zum Glück ist der Weg zum Womo nicht weit.
In der Nacht wurden wir zwischendurch von prasselndem Regen geweckt. Auch tagsüber gab es kurze Wolkenbrüche, dazwischen aber auch längere schöne Abschnitte. Für uns der erste Tag mit angenehmen Temperaturen so um 25°, wobei es nach der Hitze schon fast kühl ist…..Wir haben den Tag auf dem Campingplatz verbracht, unterbrochen von einem Ausflug ganz an die Spitze des Capo Milazzo. Nebst einer super Aussicht gibt es da das Piscina di Venus (Venus Bad), ein kleines natürliches Bad, vom Meer durch Felsen getrennt, über die die Wellen schwappen. Im Sommer soll es da ziemlich voll sein, heute waren wir ganz allein da und genossen ein Bad im ruhigen Pool und draussen hatte es wirklich grosse Wellen. Ein sehr spezieller Ort und toll, wenn man den so allein geniessen kann. Ein würdiger Abschluss unseres Sizilien Aufenthaltes, morgen geht es mit der Fähre auf das Festland. Ein vorläufiges Fazit zu Sizilien: für uns überraschend grün, viele kulturelle Orte (die wir nicht gesehen haben, weil zu heiss), sehr freundliche hilfsbereite Menschen, etwas „verrückter“ Verkehr und noch vieles was wir nicht gesehen haben, also viele Gründe für ein Wiederkommen.
Nach einer einigermassen ruhigen Nacht haben wir uns auf dem Stellplatz verabschiedet, der Service geht so weit, dass jemand die enge steile Ausfahrt freihält, dass sicher kein Gegenverkehr herrscht. Wir wechseln heute nochmals die Küstenseite und haben als Ziel Milazzo vorgenommen. Kurz hinter Taormina beginnt die Alcantara Schlucht, beim spektakulärsten Teil gibt es so etwas wie einen Adventure-Park. Die Dinosaurier und ähnliches fanden wir nicht so spannend, aber die Schlucht ist recht eindrücklich und man kann ein Stück weit zu Fuss hineinwaten.
Die Weiterfahrt führte uns über einen Pass auf die Nordseite, bei Novara di Sicilia wollten wir eigentlich das Kloster anschauen. Mangels Parkplätze blieb es beim wollen, wir waren schon sonst froh heil durch die engen Gassen zu kommen.
Nach dem wir uns mit Lebensmittel eingedeckt hatten sind wir auf die Halbinsel bei Milazzo gefahren, fast am Ende ist der Campingplatz Riva Smeralda. Wir hatten Glück und bekamen einen «Logenplatz», mit schöner Aussicht auf das Meer. Leider gibt es keinen Sandstrand, sondern nur einen Kiesstrand und im Wasser grosse Steine, trotzdem hat der Schwumm gutgetan. Gegen Abend gab es einen Regenschauer, für Morgen ist regnerisches Wetter angesagt, aber trotzdem warm bei 23°-24°
Nach einer sehr ruhigen Nacht sind wir frühmorgens noch vor dem Frühstück ca. 2 Km weiter gefahren bis ans Ende der Strasse. Von da her ging es zu Fuss in die Schlucht hinunter, unterwegs gab es auch wieder Höhlen und Gräber zu bestaunen und unten in der Schlucht einen Bach mit glasklarem Wasser.
Als wir wieder beim Womo waren, hatten wir noch ein interessantes Gespräch mit einem Feuerwächter. Im Bereich der Nekropole, übrigens ein UNESCO Weltkulturerbe, sind in den heissen Monaten überall Feuerwächter postiert und es werden auch Feuerschneisen angelegt. Bei der Trockenheit die jetzt schon herrscht eine sehr sinnvolle Massnahme. Nach dem Frühstück sind wir weiter gefahren in Richtung Ätna.
Es gibt auf der Südseite des Ätnas eine Strasse bis auf gut 1700 Meter über Meer, mit oben einem grossen Parkplatz und einer Gondelbahn, mit der man bis auf 2400 Meter hochkommt. Oben geht es mit Bussen nochmals 300 Höhenmeter weiter.
Als wir ankamen war da schon einiges los, viele Touristen und viele Souvenierstände etc. Wegen zu starkem Wind fuhr die Gondelbahn nicht, dafür kamen wir zum Vergnügen vom Parkplatz her die ganze Strecke mit dem Bus hochzufahren. Unglaublich wie steil hoch die Offroadbusse fahren können, zudem ist es trotz der Rumpelpiste erstaunlich bequem. Oben angekommen, kann man mit einem Führer einen kleinen Fussmarsch machen, durch die eindrückliche Landschaft. Wir waren aber auch froh als wir wieder zurück beim Womo waren, es windet wirklich recht stark und wirbelt Lavastaub herum, Unsere Haare sind ganz steif vom Staub - zum Glück haben wir im Womo eine Dusche.
Bevor es unter die Dusche ging, haben wir noch einen Rundgang um einen der Silvestri Krater gemacht, die 1892 entstandenen Krater liegen nicht weit vom Parkplatz entfernt.
Nach der letzten Nacht, ohne in der Umgebung ein Licht zu sehen verbringen wir diese Nacht mit dem Blick auf das Lichtermeer von Catania.
In der Nacht wurde es nicht kühler als 24°. Dafür konnten wir das Frühstück in angenehmer Wärme und schöner Aussicht geniessen, bevor wir den wirklich sehr schönen Übernachtungsplatz verliessen.
Als erstes Tagesziel wollten wir zur Villa Romana del Casale. Auf dem Weg dahin erwischten wir wieder einmal eine Strasse, die zwischendurch Schritttempo als sinnvoll erwies. Ein bunter Mix aus Teerflecken, Betonpiste, Schotter und Schlaglöchern schüttelte unser Womo durch. Danach überraschte uns das Navi mit einer sehr schmalen Strasse, auf der ein Kreuzen unmöglich war, zum Glück kam nur ein Auto entgegen, gerade an einem Ort wo eine Einfahrt zu einem Privat-Grundstück war. Ansonsten hätte das andere Auto oder wir ein paar hundert Meter rückwärtsfahren müssen.
Die Villa Romana del Casale ist eine römische Villa aus dem zweiten oder dritten Jahrhundert nach Christus und ist heute ein UNESCO Weltkulturerbe. Es handelt sich um einen grossen Gebäudekomplex der Jahrhunderte unter dem Schlamm versteckt und geschützt lag. Das herausragende sind die vielen gute erhaltenen Mosaikböden, wirklich ein Besuch wert.
Nach dem Besuch der Villa fuhren wir ins nahe Piazza Armerina und bummelten durch das Städtchen, eigentlich wollten wir die von weit sichtbarer Kathedrale besichtigen. Als wir uns bei brütender Hitze bis nach oben gekämpft hatten, war jedoch bereits Siesta und die Kathedrale geschlossen. Uns entschädigte dafür ein ausgezeichnetes Mittagessen in der Osteria del Conte, bevor wir weiterfuhren bis nach Caltagirone.
Caltagirone ist das Zentrum sizilianischer Keramikherstellung, im Zentrum ist ein Geschäft neben dem anderen mit allerhand Variationen von Keramik. Auch eindrücklich ist die Scala Santa Maria del Monte, wir haben aber die 142 Treppenstufen die aktuell mit hunderten von Blumentöpfen geschmückt sind nur von unten angeschaut. Dafür gab es zur Abkühlung ein Granite.
Danach sind wir quer durchs Land in Richtung Küste gefahren, unser Ziel war Punta Secca, genauer das Agricampeggio Capo Scalambri. Unterwegs fuhren wir längere Zeit durch eine Gewächshaus-Landschaft, zuerst waren es vor allem Reben unter den Plastikplanen und später dann vor allem Gemüse: Auberginen, Tomaten etc., leider gehört auch der Abfall am Strassenrand und in den Dörfern / und Städten zum gewohnten Bild. Zumindest in Küstennähe ein gewohntes Bild, im Hinterland war es zum Teil sehr sauber.
Viel Aufregendes ist nicht mehr passiert, als das wir vor einer Ortsdurchfahrt lieber frühzeitig umgekehrt sind, bevor wir steckengeblieben wären, dann war noch eine Strasse gesperrt, aber wir kamen dann trotzdem noch beim Agricampeggio an. Eine kurze Abkühlung im Meer gab es auch noch. Mal schauen wir die Nacht wird, es ist recht laut und vor allem auch heiss, um 21:00 Uhr immer noch 28°.
Wir haben heute den Campingplatz verlassen und sind nördlich in Richtung Madonie gefahren. Die Madonie ist eine Gebirgskette und ein Nationalpark. Unterwegs besuchten wir bei Musomelli die gleichnamige Burg oder auch Castello Manfredonico genannt. Den Aufstieg mussten wir uns bei über 30° richtig verdienen.
Weiter fuhren wir durch eine schöne recht dünn besiedelte Gegend.
Während der Siesta Zeit schauten wir uns das Städtchen Polizzi Generoso an. Im Gegensatz zu den Ortschaften an der Küste ist es hier sehr sauber und gepflegt. Zum Glück war eine Bar offen in der wir ein feines Gelati zum Abkühlen bekamen, den mittlerweile war die Temperatur auf 35° Grad angestiegen.
Nach Polizzi Generoso führte die Strasse in den Mandoniepark bis auf 1700 Meter, da war es mit 28° doch etwas kühler. Leider fanden wir da keinen Übernachtungsplatz, der uns zusagte, dafür fanden wir ein paar Kilometer weiter und 500 Höhenmeter tiefer einen schönen Platz. Einsam mit schöner Aussicht, am Abend konnten wir Hirsche ganz in der Nähe beobachten. Leider hatte im Verlauf des Tages der Fotoapparat den Geist aufgeben, und mit dem Handy waren die Hirsche dann doch etwas zu weit weg.
Eventuell ist dem Foto das Gerumpel auf den gewählten Strassen nicht bekommen, wäre kein Wunder. Wir haben einige wirklich schlechte Strassen erwischt, unser Womo musste einiges aushalten. Wurden aber auch von schönen Ausblicken entschädigt.
Unseren Hochzeitstag feierten wir in Form eines Ruhetages. Ausser am Morgen einen Veloausflug in die nahe Ortschaft verbrachten wir den Tag beim Womo mit Lesen und zwischendurch einer Abkühlung im Meer. Am Abend haben wir ein feines Essen im nahegelegenen "Dune" genossen.
Die Nacht war tatsächlich sehr ruhig. Am Morgen sind wir recht beizeiten weitergefahren. Anstelle von engen schmalen Strassen haben wir heute eine sehr schöne Strasse etwas im Hinterland in Richtung Agrigento genommen, ca. 100 Km recht entspanntes Fahren.
Kurz vor Agrigento sind wir wieder an die Küste gelangt, um die Scala die Turchi zu besichtigen. Es handelt sich dabei um markante weisse Kalkfelsen in Treppenform, ein tolles Naturwunder. Mit dem Meer in allen möglichen Farbtönen wirklich fantastisch. Am Strand hatte es erstaunlich wenige Leute unterwegs, vielleicht auch weil wir noch am Morgen vor Ort waren.
Heute betrugen die Temperaturen am Nachmittag ca. 30°, der Wetterbericht sagt für die nächsten Tage steigende Temperaturen vorher. Darum beschlossen wir einen Campingplatz zu suchen, um einen Tag mit Baden zu verbringen, bevor wir etwas ins hoffentlich kühlere Hinterland abzweigen. Kurz nach Agrigento entdeckten wir den kleinen Campingplatz «Nettuno», schön schattig und direkt an einem langen Sandstrand. Wir haben für 2 Nächte gebucht und genossen den Nachmittag mit Ausruhen und Baden.
Wir haben auch schon besser geschlafen, Ursache waren die vollen Bäuche aber auch die Wärme, am morgen früh waren es immer noch 24°. Dazu kam dann ab 05:30 Uhr noch das Taubenkonzert, in San Vito lo Capo scheint es neben vielen Menschen auch viele Tauben zu haben - zumindest auf dem Campingplatz „La Pineta“.
Einen Vorteil hatte die frühe Weckstunde, wir sind früh in Richtung Trapani losgefahren, da auf den Parkplatz für die Seilbahn nach Erice. Erice liegt auf einem Berg ca. 750 Meter über Meer, es gibt auch eine Strasse hoch aber oben wenige Parkplätze. Da haben wir lieber die über 3 Km lange Gondelbahn genommen.
Am Morgen um 10:00 Uhr waren wir noch recht alleine unterwegs und konnten den Ort in Ruhe anschauen. Natürlich haben wir auch Canolli und Genovesi probiert. Genügt eigentlich als Mittagessen.
Zurück beim Womo sind wir weitergefahren in die Salzgewinnungsanlagen bei Trapani und haben uns auch mit feinem Salz eingedeckt,
Danach fuhren wir zum Strand San Teodora, einem Strand mit Sand und weit hinausreichendem knapp knietiefen Wasser. Weil das Wasser so flach ist, war es auch richtig schön warm.
Zum Übernachten haben wir uns einen Platz aus dem Agricamper Verzeichnis kurz nach Marsala ausgesucht, bei dem es Öl, Gemüse und Wein geben sollte. Die Route führte quer durch Marsala, vermutlich wäre es ohne Baustelle mit entsprechender Umleitung durch enge Gassen gut gegangen. So wurde es zwischen den parkierten Autos immer enger, bis es zu eng wurde und zuerst ein Auto um parkieren musste, bevor wir weiterfahren konnten. Auf engen Strassen kamen wir dann endlich bei der auserkorenen Agricamper-Adresse an und standen vor einem verschlossenen Tor. Da weit und breit niemand zu sehen war fuhren wir weiter, das Navi führte uns in eine Strasse die verwinkelt war und immer schmaler wurde, bis wir vor uns ein Tor sahen das geschlossen war. Also ging es rückwärts, bis wir wenden konnten und uns einen anderen Weg aus dem Labyrinth suchen konnten, Mit nochmals anstehen und warten bis ein Lieferungswagen weiter fuhr kamen wir dann wieder auf eine halbwegs normale Strasse. Wir hatten uns als Alternative zum Agricmperplatz ein Camping in der Nähe ausgesucht, das Navi lotste uns zuerst wieder in eine Strasse, die irgendwann zur Sackgasse wurde, zum Glück mit guter Kehrmöglichkeit. Den avisierten Campingplatz scheint es nicht mehr zu geben, stattdessen landeten wir auf einem Parkplatz bei einer Strandbar. Auf Nachfrage in der Bar können wir auf dem Parkplatz übernachten, Tauben sollten nicht stören, am Abend gab es aber diverses Hundegebell. Der ganze Stress wurde noch «perfekt» ergänzt mit Temperaturen von über 30°.
Nach einer zweiten ruhigen Nacht haben wir uns auf den Weg für unsere Inseltour gemacht. Als erstes Ziel haben wir San Vito lo Capo festgelegt. Auf möglichst direktem Weg sind wir aus dem Palermo-Verkehr hinausgefahren. Die Strassen in den Randbezirken der Stadt waren ein Puzzle aus Schlaglöchern und Teerflecken, unser armes Womo musste einiges mitmachen. Ausserhalb Palermos wurden die Strassen zum Glück etwas besser- Wir fuhren nicht der Küste entlang, sondern etwas im Hinterland durch eine karge wunderschöne Landschaft.Unterwegs kreuzten wir ein Radrennen, nicht gerade der Giro, aber viele Radrennfahrer kämpften sich den Berg hoch.
Auf halbem Weg machten wir eine Pause in Alcamo, mit einer hübschen Altstadt, dutzenden von Kirchen und einem imposanten Castello.
Zurück am Meer bei Castellammare del Golfo empfing uns eine Farbenpracht, blaues bis türkisfarbenes Wasser.
Durch eine schöne grüne Landschaft kamen wir nach San Vito lo Capo, der Stellplatz, den wir auf der Karte gefunden hatte, gab es nicht, dafür ganz in der Nähe einen Campingplatz, auf dem wir für eine Nacht bleiben San Vito lo Capo zeichnet sich durch einen langen schönen Sandstrand aus, von dem allerdings vor lauter Sonnenschirme kaum etwas zu sehen ist. Ganz am Rande kann man den Strand auch ohne Sonnenschirme in Reih und Glied geniessen. Das Wasser war zwar noch recht frisch aber doch ein Genuss. Danach fuhren wir mit dem Fahrrad noch etwas durch die Stadt. Irgendwie war ein riesen Rummel, so etwas wie Chilbi und Drachenfest, sowie Sonntag und schönes Wetter waren wohl die Ursache dafür.
Nachtrag:
Am Abend im Ristorante gna' sara sehr gut gegessen. In der Stadt ist am Sonntagabend "der Bär"los, irgendwie nicht unser Ding, wir sind froh liegt der Campingplatz etwas ausserhalb!
Auf dem Stellplatz „Idea Vacanze“ haben wir erstaunlich gut geschlafen, obwohl er eigentlich mitten in der Stadt ist. Aber geschützt von ein paar Häuserzeilen und etwas Grün ist es angenehm ruhig. Die Betreiber des Platzes sind sehr hilfsbereit und erklären, wie man am besten ins Zentrum kommt und geben sonstige Tipps. Auch Busbillette und z. Bsp. Wasser kann gekauft werden.
Mit dem Bus sind wir zum Hafen gefahren und haben uns zu Fuss aufgemacht die Altstadt zu entdecken. Wir waren schon einmal vor ca. 15 Jahren auf einer Kreuzfahrt in Palermo vorbeigekommen. Damals erschien uns die Stadt ziemlich düster und schmutzig und zudem ein Verkehrswirrwar. Auch heute ist es noch schmuddelig, aber die Altstadt ist trotzdem einen Besuch wert.
Besonders die verschiedenen Märkte sind sehr faszinierend.
Zwischendurch haben wir einen Sightseeing Bus genommen, um die Füsse zu entlasten. Mit dem Bus kann man auch recht entspannt den Verkehr geniessen, auch da gibt es allerhand Sehenswertes.
Eigentlich hatten wir vor mit dem Bus auch noch nach Monreale zu fahren. Nach einer dreiviertel Stunde Wartezeit kam der Bus gestopft voll mit Leuten, anhand der vielen Leute in der Stadt und dem vollen Bus, liessen wir das Unterfangen Monreale sein - schon ein Grund, um mal noch etwas mehr ausserhalb der Saison wieder zu kommen. Am Nachmittag war es bedeckt und ein paar Tropfen Regen fielen, bei angenehmen 22°. Gerade richtig, um sich einzugewöhnen. Mit müden Füssen, vielen Eindrücken und ein paar Lebensmittel vom Markt kamen wir wieder zurück zum Wohnmobil.
Pünktlich um 23:30 legte die Fähre ab in Richtung Palermo. Unsere Kabine lud zum Schlafen ein, leider mit einem etwas harten Bett, was mein Rücken am Morgen zurückmeldete. Den Freitag verbrachten wir mit Lesen und etwas Schiff Besichtigung. Das Meer war den ganzen Tag über sehr ruhig, also keine Gefahr für allfällige Seekrankheiten. So konnten wir das sehr gute Essen auf dem Schiff wirklich geniessen. Pünktlich legten wir in Palermo um 19:30 Uhr an. Da kam ein kleiner Kulturschock in Sachen Auto fahren, Bis zum avisierten Stellplatz waren es zwar nur knappe 3km, aber an den Verkehr müssen wir uns erst noch gewöhnen. Heil angekommen auf dem Stellplatz haben wir für 2 Nächte gebucht. Am Abend um 21:00 Uhr waren es immer noch angenehme 23°.
Nach einer ruhigen Nacht sind wir früh durch Hundegebell und Vogelgezwitscher geweckt worden. Um 08:30 Uhr sind wir losgefahren mit dem Ziel Genua. Die Fähre nach Genua fährt aber erst um 23:3ß Uhr, deshalb haben wir einen Zwischenstopp mit einem Besuch von Pavia geplant. Der Verkehr war bis kurz vor Chiasso recht flüssig. Vor dem Zoll dann Stau, der sich dann mit wenigen Unterbrüchen praktisch bis nach Mailand fortsetzte. Schlussendlich brauchten wir bis Pavia anstatt geplanter guter eineinhalb Stunden dreieinhalb Stunden. Bevor wir das Zentrum von Pavia besuchten, wollten wir noch das Kloster Certosa die Pavia besuchen. Durch den Stau kamen wir leider erst zur Siesta Zeit an und konnten nur von aussen in die Anlage schauen. Den Besuch heben wir uns für ein anderes Mal auf.
In Pavia fanden wir gleich am Rande des Zentrums einen Parkplatz und erkundeten die schöne Altstadt zu Fuss. Zuerst die bekannte Brücke „Ponte Coperto und dann die Innenstadt. Es gibt einige sehr schöne Plätze und stattliche Häuser. Besonders beeindruckend fanden wir den Dom mit einer riesigen Kuppel.
Da wir nach dem Stadtbesuch immer noch Zeit hatten führen wir zuerst noch etwas übers Land in Richtung Genua, eine rechte Strecke auf einer schmalen Dammstrasse entlang dem Po, leider mit recht viel Verkehr, so war das etwas anstrengend. Danach ging es in ein Weinbaugebiet, dass uns ganz stark an die Gebiete im Piemont erinnerte, auch die schmalen Strässchen - diese zum Glück mit ganz wenig Verkehr.
Nach Voghera ging es zurück auf die Autobahn nach Genua - fast ohne Stau! So ging ein abwechslungsreicher Tag mit Warten auf das Einschiffen zu Ende. Ach ja, die Temperaturen: am Nachmittag und Abend war es 29° - passend zum sich für den Süden einzugewöhnen.
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Wir haben ein Woche Ferien vor uns. In der Hoffnung auf schönes Wetter haben wir vor einiger Zeit auf dem Campingplatz in Locarno ein paar Tage gebucht. Vorher sind noch ungeplante Tage irgendwo unterwegs angedacht. Tatsächlich sieht der Wetterbericht ziemlich perfektes Wetter vor. Bei der Abfahrt am Freitagnachmittag ist es zwar noch grau und neblig und nach dem Gotthardtunnel (ohne Stau) fällt leichter Nieselregen, aber ab Biasca ist es zumindest schon mal trocken. Für das Wochenende fahren wir etwas über das Tessin hinaus bis nach Cannobio. Als wir am Abend ankamen, war der Stellplatz praktisch voll, wir haben aber Platz gefunden.
Am Samstagmorgen zeigte sich bald die Sonne und wir machten einen Spaziergang durch Cannobio, dass wir schon von einigen Besuchen gut kennen.
Dabei haben wir uns für die Ferien mit Colomba und Panettone eingedeckt. Es war schon recht angenehm warm, einen Apero liess sich gut draussen geniessen. Es blüht schon allerhand, eben richtiger Frühling.
Am Nachmittag sind wir mit dem Velo zur Kirche von Sant‘ Anna gefahren, die spektakulär über der Schlucht steht. Immer wieder ein Besuch wert, um die grossartige Aussicht zu geniessen.
So richtig schön wurde der letzte Strandtag leider nicht. Es war meistens bedeckt und etwas Wind blies auch noch, insgesamt recht kühl. So nutzen wir den Tag nebst etwas Strand zum Lesen und etwas Womo-Innenreinigung. Gegen 17:00 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Hafen von Porto Torres. Da wartete bereits Batman auf uns um uns über‘s Meer nach Genau zu transportieren.
Die Nacht war ähnlich wie bei der Hinfahrt, zwar etwas geschlafen aber kein erhohlsamer Schlaf, zu unbequemes Bett und zu laut war es für uns. In Genau ging es zügig ab den Schiff und auf die Heimfahrt. Die Fahrt verlief recht unspektakulär abgesehen von einem ca. dreiviertelstündigem Stau vor dem Gotthardtunnel. Mitte Nachmittag waren wir zu Hause und es ging ans Auspacken.
Am Morgen war es richtig kühl, 11° zeigte das Thermometer noch an, entsprechend nutzen wir die Heizung, um eine angenehme Temperatur beim Frühstück zu haben. Wir verliessen das Agriturismo in Richtung Sassari. Unterwegs hatten wir uns zwei Bergdörfer vorgemerkt für einen Besuch. Beides mal mussten wir leider unverrichteter Dinge weiterfahren, weil wir schlichtweg keinen Parkplatz fanden.
Die Fahrt führte uns durch ausgedehnte Korkeichenwälder, die aktiv genutzt werden.
Unterwegs besuchten wir noch die wunderschöne Kirche Trinita di Saccargia, eine Kirche aus dem 12. Jahrhundert, als Überbleibsel einer Klosteranlage.
In Sassari deckten wir uns mit Lebensmittel ein, auch mit Dingen, die wir nach Hause mitnehmen. Danach fuhren wir in Richtung Stintino, um den Nachmittag am Strand zu verbringen. Allerdings blieb es dann beim Versuch mit dem Strand, der Wind wehte definitiv zu stark und es war trotz den 23° Grad mit dem Wind sehr kühl. Wir sind aber auf dem Parkplatz beim Strand geblieben, morgen sollte der Wind nicht mehr so stark wehen, zumindest am Abend war es schon deutlich besser. So hoffen wir auf einen letzten schönen Strandtag, bevor es am Abend auf die Fähre geht.
Nach einer ruhigen und angenehm kühlen Nacht führte unsere Reise über unzählige Hügel und Kurven in Richtung Westküste.
Wie oft wunderten wir uns über die Interpretation der Verkehrsregeln, in der Situation fuhren wir ca. 80 km/h, bei signalisierten 50 km/h….
Wobei nach dem wir gestern in Arbus eine Fahrschule gesehen hatten, die ohne Blinker und Stopp bei einer entsprechenden Signalisation gefahren ist, wundert es nicht mehr viel. Auf alle Fälle interessieren nach ein paar Tage Sardinien Sicherheitslinien nicht mehr besonders, man muss sich ja den -Gepflogenheiten anpassen! Einen Stopp machten wir, um das Städtchen Orosei zu besichtigen. Nicht nur wegen dem feinen Mittagessen, dass wir genossen, gefiel uns Orosei sehr gut, die Ortschaft macht einen sehr sauberen und gepflegten Eindruck.
Als Tagesziel hatten wir den Strand von Berchida avisiert. An dem wunderschönen Strand, nach unserem Dafürhalten bis jetzt der schönste den wir auf Sardinien kennen, waren wir schon vor 4 Jahren. Dannzumal war das Meer total ruhig, heute gab es doch einige Wellen. Auch sonst ist wesentlich mehr los als vor 4 Jahren, es stehen deutlich mehr Wohnmobile auf dem Parkplatz, aber am weitläufigen Strand gibt es genügend Platz.
In der Nacht kam Wind auf, der uns ein paar Mal geweckt hatte, nebst dem Hundegebell, wir haben schon besser geschlafen. Der Wind blies auch tagsüber, nahm an Stärke sogar zu, unter anderem fiel unser Sonnenschirm dem Wind zum Opfer. So beschlossen wir gegen Abend einen anderen Übernachtungsplatz im Landesinneren zu suchen mit hoffentlich etwas weniger Wind. Auf der Karte entdeckten wir das Agriturismo Ertila in der Nähe der Ortschaft Mamone, mitten im Nirgendwo und fuhren dahin. Über unzählige Kurven führte die Strasse spektakulär durch die Berglandschaft, bis wir schliesslich auf der Hochebene auf ca. 900 Meter über Meer ankamen, wo das Agriturismo liegt.
Empfangen wurden wir vom freundlichen Besitzer und einem kalten Wind, in den letzten Tagen sind wir uns ganz andere Temperaturen als 12° - 13° gewöhnt. Dafür wurden wir aber mit einem feinen Nachtessen verwöhnt, bevor es eine hoffentlich ruhige Nacht gibt.
Die Nacht haben wir dann tatsächlich schlecht geschlafen, der Wind rüttelte am Wohnmobil und es war sehr heiss, am morgen früh zeigte das Thermometer immer noch 25° an. Etwas müde verliessen wir Torre die Corsari, nicht ohne noch beim namensgebenden Turm vorbeizuschauen und den grossen Sandstrand mit der riesigen Düne dahinter zu bestaunen.
Nach einem Stück der Küste entlang verabschiedeten wir uns von der Westküste und fuhren in Richtung Landesinneres.
Unser Zwischenziel war Villacidro, genauer gesagt der Wasserfall Sa Spendula, so wie es aussieht waren wir zur falschen Jahreszeit da, von Wasser war weit und breit nichts zu sehen wir mussten uns mit den Bildern begnügen.
Danach spazierten etwas durch Villacidro, die Ortschaft fanden wir aber nicht so attraktiv, das mag aber auch an den heissen Temperaturen von mittlerweile 30° gelegen haben. So fuhren wir bald weiter nach Barumini, um das dortige Gross-Nuraghe zu besichtigen, die Anlage Su Nuraxi soll eine der grössten Siedlungen sein auf Sardinien. An der Kasse zum Eintritt auf das Gelände erfuhren wir, dass die Besichtigung nur geführt möglich sei, bei der Hitze zu warten und dann dem Palaver eines Führers zuzuhören war nicht das was wir uns vorstellten. Entsprechend sahen wir die Nuraghe-Siedlung nur von aussen und fuhren weiter ins Landesinnere.
Durch sehr einsame Landstriche kamen wir zu unserem Tagesziel, dem Stausee Lago di Gusana auf ca. 650 Meter über Meer gelegen, war es doch recht angenehm kühl. Am Abend kühlte ein kleiner Regenguss noch etwas mehr ab, so dass wir auf eine angenehme Nacht hoffen.
Eine Seite für unsere Freunde. Wenn sich sonst jemand hierher verirrt hat, darf er sich natürlich auch an den Inhalten erfreuen.
Zu finden sind auf der Webseite Reiseberichte unserer Wohnmobiltouren.
Blog
Blog über unsere Wohnmobilaktivitäten, gedacht für Freunde und andere Interessierte.
Warum heisst der Blog kleine Fluchten? Ja klar weil es für uns nebst grösseren Reisen auch immer Wochenendausfüge in eine andere Lebensart, eben kleine Fluchten sind. Es gibt aber noch einen weiteren Grund, warum der Titel für uns so passt. Unsere Freundschaft begann einmal vor langer Zeit im Kino, der Film hiess: Kleine Fluchten...... wen es interessiert, der Film: Link auf Wikipedia
PS: Wenn im Blog Produkte genannt werden, ist das nicht weil ich Werbung dafür mache und damit etwas verdiene, sondern rein aus eigener Erfahrung und Überzeugung.