Kleine Fluchten - WoMo-Blog

Blog über unsere Wohnmobilaktivitäten, gedacht für Freunde und andere Interessierte.
Warum heisst der Blog kleine Fluchten? Ja klar weil es für uns nebst grösseren Reisen auch immer Wochenendausfüge in eine andere Lebensart, eben kleine Fluchten sind. Es gibt aber noch einen weiteren Grund, warum der Titel für uns so passt. Unsere Freundschaft begann einmal vor langer Zeit im Kino, der Film hiess: Kleine Fluchten...... wen es interessiert, der Film: https://de.wikipedia.org/wiki/Kleine_Fluchten
PS: Wenn im Blog Produkte genannt werden, ist das nicht weil ich Werbung dafür mache und damit etwas verdiene, sondern rein aus eigener Erfahrung und Überzeugung.

gemütlicher Abend und heisse Nacht

gemütlicher Abend und heisse Nacht

Gestern verbrachten wir einen sehr gemütlichen Abend mit einem feinen Essen. Für Abendunterhaltung war die Hochzeitsgesellschaft besorgt, einzig die Karaoke-Einlagen waren teilweise etwas an der Schmerzgrenze.

Wir konnten im Hof vom “il convivio” bei schönem Wetter unser Essen geniessen.

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Es gab:

Russchischen Salat und verschidenen Salami

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Vitello Tonnato

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Gebackene Zuccini-Blüten und eingelegte Auberginen

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Sensationelle Gnocchi an einer Pesto-Sauce mit frischen Tomaten

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Braten mit Pepperoni-Gemüse

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zum Dessert hätte es Süsses gegeben, mir war aber mehr nach etwas Käse

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dazu natürlich feinen Wein

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Die anschliessende Nacht war die heisseste in diesen Ferien, auch am Morgen war das Thermometer noch auf 24°.

Recht früh am Morgen fuhren wir los in Richtung Heimat. Am Himmel ballten sich schon rechte Wolken und hinter uns ging ein Gewitter nieder.

Noch ein paar Blicke auf die weiten Felder, bevor es in Richtung Mailand ging.

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Bei Mailand holte uns dann auch das Gewitter ein, einen kurzen Moment sah man kaum mehr etwas und das Wasser stand auf der Strasse.

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Die Staumeldungen vom Gotthardtunnel verhiessen nichts Gutes, die Kilomterangaben stiegen an, so das wir beschlossen via San Bernardino zu Fahren.

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Das war ein guter Entscheid, als wir in den San Bernardino-Tunnel fuhren bei flüssigem Verkehr, betrug die Wartezeit beim Gotthard 2 Stunden. Via Walensee kamen wir wohlbehalten zu Hause an.

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Landschaftsvielfalt im Piemont

Landschaftsvielfalt im Piemont

Am zweit letzten Tag unserer Ferien, haben wir das schöne Valle Maira verlassen und sind wieder ins "Flachland" gefahren, wo uns auch wieder die Hitze empfing. Am Morgen war es noch angenehm kühl im Valle Maira, das Thermometer zeigte 14°, kletterte aber rasch über 20°. Unsere letzter Übernachtungsort ist gleich ausserhalb Alba,quais im Herzen des Piemont - oder was man so aus den Fotos kennt, auf dem Hof "il convivio", den haben wir vor Jahren auf der Suche nach Olivenöl entdeckt.

Wir sind also am Morgen das lange und wilde Valle Maira wieder hinuntergefahren, mit viel Gegenverkehr, wohl flüchten viele Italiener vor der Hitze, zum Glück ist die Strasse meist gut ausgebaut.

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Am Rande der Berge gibt es viele Obstplantagen, bevor es in die weiten Ebenen geht, mit wenig Aussicht, weil überall Mais gezüchtet wird.

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Nach Fossano sind dann die ersten Haselnussplantagen aufgetaucht, ein untrügliches Zeichen, dass wir uns unserem Lieblingsgebiet im Piemont nähern. Bei Monchiero hat sich dann die Landschaft auch wirklich schlagartig verändert, ein paar Meter aufwärts und schon findet man sich mitten im Weinbaugebiet. Obwohl wir jetzt schon ein paar Mal in der Region waren, überrascht uns die Schönheit jedesmal von Neuem. Allerdings war es heute zu heiss um etwas zu Laufen und Ansehen. So sind wir froh um unsere Klimaanlage über die Hügel gefahren uind haben die Aussichten aus dem WoMo genossen.

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Am Abend findet eine Hochzeit auf dem "il convivio" statt, wir haben trotzdem Platz für ein Abendessen und sind gespannt was es Feines gibt!

Parkplatz beim il convivio

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Campingplatz Cascate della Stroppia

Campingplatz Cascate della Stroppia

Zuhinterst im Valle Maira liegt der Campingplatz Cascate della Stroppia. Das ist einer von zwei Plätzen die auch unter Campeggia senza frontiere bekannt sind, der Begriff ist tatsächlich zutreffend. Es handelt sich um ein weitläufiges, von lichten Wäldchen durchzogenes Wiesengelände. Zuhinterst hat es einen Bereich, der extra für Wohnmobile vorgesehen ist, da gibt es wunderbar lauschige Plätze direkt am vorbei fliessenden Bach.

Selbst eine einfache VE ist vorhanden. Kosten pro Nacht, für 2 Personen mit Wohnmobil = 11 €, wir haben schon deutlich mehr für wesentlich schlechtere Plätze bezahlt!

Das ganze Gelände ist sehr grosszügig angelegt, da findet wohl jeder eine lauschige Nische für sich. Die Umgebung ist schlichtwegs grandios, mit den spektakulären Felskolossen rings herum.

Die Gegend eignet sich hervorragend zum Wandern oder auch einfach um da zu sein und geniessen – wir sind wirklich begeistert.

Campingplatz von oben

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Plätze im lichten Wald

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Ein kleiner See gehört auch dazu

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Ver- und Entsorgung, einfach aber völlig genügend. Dafür kann man das frische Bergwasser trinken.

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Infotafeln

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Die Umgebung ist sehr eindrücklich

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Webseite des Platzes

Es ist warm…

Es ist warm…

Mittwoch, 2. August

Bei Temperaturen gegen 35° sind wir zu einer kleinen Wanderung rund um Entracque aufgebrochen. Zum Glück war es teilweise schattig und ein leichtes Lüftlein hat auch noch dazu beigetragen, dass die Temperatur etwas erträglicher schien. Wobei wir nach zweieinhalb Stunden Fussmarsch froh waren, wieder beim WoMo anzukommen.

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Die Landschaft rund um Entraque gefällt uns sehr gut. Im Winter scheint es einiges an Wintersportmöglichkeiten zu geben, wobei die Biathlon-Anlage im Sommer etwas komisch mitten im Gras ausschaut.

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Bei der Hitze sind wir am Nachmittag gerne etwas im Schatten geblieben, nur unterbrochen von einem Schwumm im Freibad, dass erfreulich kühl ist.

 

Donnerstag, 3. August

Eigentlich wollten wir heute weiterfahren nach Saluzzo, um auf dem dortigen Stellplatz zu Übernachten und die Stadt anzuschauen. Aber schon vor dem Mittag war es, mit wolkenlosem Himmel sehr heiss, das Thermometer zeigt bereits 36° an. Kurz entschlossen haben wir unsere Pläne geändert und sind weiter in die Berge hineingefahren. Genauer sind wir durch das wildschöne Valle Maira gefahren, so weit hoch wie es mit dem Camper möglich ist.

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Ich habe nämlich herausgefunden, dass es zuhinterst im Valle Maira einen Campingplatz hat, auf dem man auch mit dem Wohnmobil stehen kann, kaum zu glauben wenn man das enge Tal hochfährt. Tatsächlich öffnet sich das Tal zu einem etwas grösseren Talkessel. Der einfache Campingplatz liegt auf einem Wiesengelände zum Teil mit lichtem Wald durchsetzt, auf dem man sich seinen Platz aussuchen kann. In der Höhe von 1600M ist auch die Temperatur etwas angenehmer, 27° im Schatten kommen uns schon fast kühl vor. Das Panorama ringsherum ist eindrücklich, obwohl der Wasserfall der spektakulär über die Felsen fliessen sollte, versiegt ist. Aber immerhin fliesst im Bach gleich neben unserem Stellplatz noch kühles Bergwasser. Selbst einen kleinen Badesee hätte es, da ist uns dann das Wasser aber doch zu kalt!

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Entracque

Entracque

Den heutigen Tag haben wir wie geplant gemütlich auf dem Campingplatz Valle Gesso verbracht. Der Campingplatz liegt in der Nähe der Ortschaft Entracque, eingebettet von schon recht ansehnlichen Bergen. Es handelt sich um einen recht einfachen Campingplatz, mit nicht sehr viel Infrastruktur, aber dafür in schöner Lage und einem grossen Schwimmbad. Die Plätze sind zwar etwas klein es gefällt uns trotzdem hier. Das Gebiet ist perfekt zum Wandern, gleich hinter Entracque beginnt der Naturpark "Seealpen". Allerdings ist es uns für grössere Unternehmungen zu heiss - wobei auf dem Campingplatz ein angenehmer Wind weht.

Für einen Spaziergang nach Entracque hat es dennoch gereicht, die Ortschaft stellt sich als schmuckes Städtchen heraus, mit allerhand interessanten Geschäften zum etwas Stöbern und Einkaufen. Unter Anderem fand in unserem Rucksack, der zunehmend schwerer wurde, frische Pasta, Wein und Käse aus der Region Platz. Schlussendlich auch noch ein "Bodi-Beer", einem Bier gebraut mit Bergkartoffeln, eben "Bodi", das durchaus trinkbar ist.

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Das ganze Städtchen wirkt sehr gepflegt, der Tourismus hinterlässt wohl seine positiven Spuren. Eine eindrucksvolle Kirche (eine von mehreren) gehört ebenfalls zum Ortsbild

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Am Abend haben wir dann bei einem milden Abendklima ein feines 1. Augustmenü genossen.

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Morgen wollen wir eine kleine Wandertour unternehmen, bei den vorausgesagten Temperaturen von gegen 34° wird es wohl nicht allzu weit gehen, wobei bisher die Temperaturen gut auszuhalten waren, dank dem Wind der jeweils am Nachmittag aufkommt. 

Quer durch’s Piemont

Quer durch’s Piemont

Eigentlich haben wir gemeint, an der schönen Lage des Stellplatzes von Germignaga eine ruhige Nacht zu verbringen. Am Abend hat aber der Bass von einem nahen Rummelplatz gewummert und ein paar Leute haben wohl den frühzeitigen 1. August gefeiert - auf alle Fälle hat es ein paar Mal geknallt und ein "kleines" Feuerwerk war zu sehen. Wobei wir eigentlich schon in Italien waren und da ist der 1. August eh nur ein normaler Tag!?

In der Nacht hat dann der Wind zugenommen, die offene Dachluke hat geklappert und die Wellen auf dem See gerauscht. Aber egal wir haben ja Ferien und konnten gemütlich am Morgen etwas liegen bleiben.

Wir sind zuerst dem Lago Maggiore entlang in Richtung Süden gefahren, eine Strecke die wir schon mal mit dem Velo gefahren sind - damals kam mir die Strasse nicht so eng vor! Den Seitenspiegel mussten wir einklappen, sonst wäre das Kreuzen mit den entgegenkommenden Lastwagen nicht möglich gewesen.

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Nachher ging es auf der Autobahn doch viel entspannter weiter südwärts, durch die schöne Piemont-Landschaft, via Asti, Alba und Cuneo fuhren wir in Richtung unserem Ziel dem Valle Gesso. Wie jedes Mal fasziniert uns die Landschaft, zuerst ausgedehnte Maisfelder, dann die riesigen Reisfelder, bevor es hügelig wird und die Felder mit den Haselnusssträuchern den Weg säumen, bevor dann die schönen Hügel auftauchen mit den Dörfern oben drauf.

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Mittagsrast gab es irgendwo hinter Alba.

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Nach Cuneo wurde die Landschaft dann wieder anders, die Ausläufer der Seealpen prägen da die Aussicht

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Auf dem gleichnamigen Campingplatz, wie das Tal Valle Gesso, in der Nähe von Entracque, werden wir die nächsten 2 Tage verbringen, wohl vornehmlich mit nicht viel bis gar nichts tun.

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Stellplatz Germignaga

Stellplatz Germignaga

Der Stellplatz von Germignaga bietet Platz für 6 Wohnmobile. Sehr schön, direkt am See gelegen und in der Nacht ruhig. Die VE war geschlossen als wir da waren. Nach Luino geht es problemlos zu Fuss. Ganz in der Nähe hat es einen grossen Carre Four der 7 x 24 Stunden offen hat - falls mal der grosse Hunger morgens um 3 Uhr plagt.

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Ab in den Süden

Ab in den Süden

Über den 1. August haben wir eine Woche Ferien. Ursprünglich wollten wir eine Woche in die Berge, zuerst planten wir ins Engadin zu fahren. Der Langfrist-Wetterbericht war aber nicht sehr verheissungsvoll, als Variante befassten mir uns mit dem Wallis, aber auch da war der Wetterbericht nicht ganz so wie wir das gerne hätten.

So viel unsere Wahl schlussendlich auf den Süden, da soll es gemäss Wetterbericht die ganze Woche schön und ziemlich heiss sein. Unsere Wahl viel wieder einmal aufs Piemont - nicht nur weil wir wieder Olivenöl brauchen.

So sind wir also am späteren Sonntag Nachmittag losgefahren in Richtung Süden, Übernachten wollen wir am Lago Maggiore. Ohne Stau ging es durch den Gotthard (nach Norden standen die Automobilisten ziemlich lange an) und weiter in Richtung Lago Maggiore.

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Je weiter wir fuhren, desto dunkler wurden die Regenwolken eines Gewitters. Am Lago Maggiore entlang sah es dann richtig dramatisch aus, aber mehr als ein kleiner Regenguss gab es nicht, danach klarte es wieder auf und es wurde noch ein richtig schöner Abend.

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Übernachten werden wir auf dem Stellplatz in Germignaga, einer kleinen Ortschaft gleich bei Luino. Der kleine Stellplatz liegt in bester Lage gleich am See.

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Telepass

Telepass

Als Nachtrag zu den Bikeferien am Gardasee, hier noch einen Beitrag zu den Erfahrungen mit der Mautbox Telepass.

Schon länger habe ich mich wie viele andere Verkehrsteilnehmer in Italien über die Mautstellen auf den Autobahnen geärgert. Nebst dem Theater mit dem nötigen Kleingeld zusammenkramen oder Kreditkarten die mal immer wieder nicht funktionieren, kommt beim Wohnmobil das Ärgernis hinzu, dass der obere Bezahlterminal für LKW's zu hoch oben und der untere für PKW's zu tief unten ist. Das heisst immer möglichst nahe an den Terminal fahren, auf den Spiegel aufpassen, sich losgurten und mit ausgestrecktem Arm irgendwie an einen Terminal zu gelangen. Wenn es dann doch nicht klappt kriegt man die Tür kaum auf um auszusteigen – die nachfolgenden Verkehrsteilnehmer bringen bei welchem Fall auch immer eh kein Verständnis auf. Von den langen Kolonnen die sich zum Teil vor den Mautstellen bilden und dem Gefluche, wenn man wieder mal so einen Depp vor sich hat, der das nötige Kleingeld nicht hat, die Kreditkarte nicht geht oder was auch immer und man darum wieder einmal in der falschen Kolonne steht, reden wir jetzt mal gar nicht. Jedem ist das wohl, wenn er nach Italien fährt schon genau so ergangen und hat dann mit neidischem Blick auf die leeren Telepass-Spuren geschaut, auf denen die Autos vorbeifahren und rasch durch die Schranken kommen.

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Ermutigt durch die Erfahrungen in Norwegen mit der Mautbox (die es da aber eigentlich nicht braucht) habe ich deshalb bei der Firma Tolltickets eine Telepass-Mautbox bestellt, die ihre "Feuertaufe" eben in den Bikeferien gemacht hat. Die Box kann man bei Tolltickets entweder für eine beschränkte Zeit oder Fix bestellen. Bei der Fixen Box, fällt eine Jahresmiete von 35 Euro an. Natürlich kann man der Meinung sein, das man sich das Geld sparen kann, das stimmt sicher, die Frage ist halt immer was einem irgend etwas Wert ist (ich habe auf jeden Fall schon viel mehr Geld für Dümmeres ausgegeben – meine Meinung)

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Wie ist also nun meine Erfahrung mit der Box. Die Box wie beschrieben vorne unten an der Windschutzschreibe festgemacht (praktisch das gleiche Klettgegenstück von der Norwegen-Mautbox passt). An der ersten Mautstelle bin ich dann mal vorsichtig, langsam auf der Telepass-Spur in Richtung Schranke gerollt. Gleich zu beginn der Durchfahrt durch die Mautstelle, gab die Box einen Piepser von sich und die Schranke öffnete sich, einen zweiten Piepser gab es dann noch beim Verlassen der Zahlstelle. Bei den nächsten Mautstellen bin ich dann schon etwas schneller gefahren (soweit man das mit dem Wohnmobil bei den recht engen Durchfahrten geht) und immer hat es einwandfrei funktioniert.

Welch ein "erhabenes" Gefühl, so an den Kolonnen vorbei zu fahren, die an den Zahlstellen anstehen!

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Interessant ist auch, dass ich bei Tolltickets jederzeit transparent sehe, welche Gebühren angefallen sind und dies auch noch Jahre später.

Fazit: Die Telepass-Box bleibt fix im Wohnmobil die paar Euro sind es mir absolut Wert, ich will ja meine Ferien geniessen und dazu gehört für mich auch eine möglichst ärgerfreie Fahrt.

Bildungswochenende

Bildungswochenende

Eigentlich wollten wir dieses Wochenende etwas die südlichen Vogesen erforschen. Weil wir aber später als geplant am Freitag zu Haue weg kamen und bei Basel in ein richtiges Verkehrspuff gerieten, haben wir kurz entschlossen den Parkplatz bei Kembs-Löchle angesteuert. Am Abend machten wir noch etwas Schleusen und Schiffskunde in dem wir die grosse Schleuse bestaunten, es werden 13,6 Meter Höhe überwunden, das Schleusentor wiegt 600 Tonnen. Eindrücklich sind auch die grossen Schiffe welche die Schleuse passieren.

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Am Samstag setzten wir unsere “Bildungsreise” fort mit einer Wanderung auf der Ile de Rhin, der langezogenen Insel zwischen dem Kanal und dem ursprünglichen Rhein. In grossen Teilen ist dies ein Naturschutzgebiet, auf den Wegen erfährt man allerhand interessantes zur Entstehungsgeschichte, Flora und Fauna. Wir entdeckten unter anderem, dass der Rhein in diesem Gebiet ein rechtes Gefälle hat, darum gibt es auch den Kanal und wir sahen Goldwascher am anderen Ufer. Noch nie davon gehört, dass man am Rhein unterhalb Basel  Gold waschen kann, das Internet belehrte uns eines Besseren. Das wir noch nie davon gehört haben, mag auch daran liegen, dass wohl noch niemand so richtig reich damit wurde.

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Am späteren Nachmittag fuhren wir weiter auf den Stellplatz beim Écomusée d’Alsace, einem Freilichtmuseum, wo wir die Nacht verbrachten. Netten Besuch gab es auch noch.

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Am Sonntag Morgen ging es dann ins Museum. Wir waren echt begeistert und verbrachten praktisch den ganzen Tag im Museum. Die Anlage ist sehr weitläufig und sehr schön angelegt. Dutzende von Freiwilligen Helfern, bevölkern in den Originalkleidern der damaligen Zeit das Gelände und die Häuser, man kann beim Handwerk zusehen und sich in interessanten Gesprächen informieren lassen. Die Gebäude stammen alle aus verschiedenen Orten im Elsass, die dort abgebaut und im Museum wieder aufgebaut wurden. Nicht nur den menschlichen Besucher gefällt das was entstanden ist, praktisch auf allen Dächern nisten Störche.

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Am Nachmittag kamen wir in den besonderen Genuss einer Bademodeschau für Bademode aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Die heutige Bademode ist dann doch etwas angenehmer zu Tragen!

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Stellplatz Écomusée D’Alsace

Stellplatz Écomusée D’Alsace

Beim wirklich sehenswerten Freilichtmuseum gibt es eine Art Stellplatz, mit viel Platz. In der Nacht ist es sehr ruhig, eine Entsorgungsmöglichkeit für Grauwasser ist vorhanden, ebenso kann man Frischwasser tanken.

Parkplatz Kembs-Löchle

Parkplatz Kembs-Löchle

Früher war das eine grosse Wiese, zwischen den Kanälen, von der man aus sehr gut die Schleuse beobachten konnte. Leider wurde anscheinend vor einiger Zeit das Gelände von Fahrenden verwüstet. Darauf hin hat die Gemeinde mit Steinen und einem Graben abgesperrt. So ist zwar das Parkieren, direkt bei der Schleuse noch möglich, aber natürlich nicht mehr zu vergleichen mit dem vorherigen Zustand.

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Torbole

Torbole

Die ganze Fahrt auf der Autobahn ging sehr flüssig, bis Pischera, dann fing der Verkehr an zu stocken und es ging nur noch langsam vorwärts in Richtung Rovereto / Gardasee. Aber immerhin konnte ich das Telepass-Kästchen ein erstes mal testen und die Staus vor den Zahlstellen quasi “links” liegen lassen. Eine wirklich gute Sache, die ca. 30 Euro Miete im Jahr gebe ich gerne aus.

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Irgendwie haben wir es dann doch bis Torbole geschafft, früher als wir auf dem Campingplatz einchecken konnten, so haben wir versucht einen Parkplatz zu finden um noch eine kleine Biketour machen zu können. Das erwies sich als recht schwierig, nachdem wir zwei Runden mit dem Womo durch Riva gedreht hatten, versuchten wir es bei Torbole in Rchtung Arco und hatten Glück. Auf dem Parkplatz eines Restaurantes durften wir das Womo stehen lassen.

Nach unserer kleinen Biketour fuhren wir zum Campingplatz al Porto in Torbole, auf dem ich einen Platz reserviert hatte. Da stehen wir jetzt also eine Woche lang auf einem recht engen Platz, aber wir sind ja zum Biken hier und für das genügt der Platz.

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Bike-Ferien

Bike-Ferien

Für einmal ist unser Wohnmobil mehr oder nur Transportmittel um vo A nach B zu kommen. A = zu Hause, B = Torbole am Gardasee, dahin geht es nämlich für eine Woche Bikeferien von meinem Sohn und mir. Das Wohnmobil darf sich in der Woche auf einem Campingplatz ausruhen.

Heute fuhren wir gegen Abend los, staufrei durch den Gotthard ging es bis auf einen Stellplatz ausserhalb von Como.

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Am Abend wollten wir noch ein paar Schritte tun und etwas am See entlang flanieren, das ist dann aber gründlich misslungen, am See entalng steht eine Privatvilla an der Anderen, man kann also nur durch Häuserschluchten an einer stark befahrenen Strasse “flanieren”. Immerhin einen schönen Blick auf die Altstadt (Titelbild) gab es dann doch noch.

Aber egal bei den Wetteraussichten für die nächste Woche können wir das verkraften.

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Der Stellplatz an der via Brennero, bietet Platz für 10 Wohnmobile, eine komplette VE ist vorhanden, Strom kann kostenpflichtig bezogen werden. Ruhige Lage, aber nicht sehr attraktiv, ideal für eine Übernachtung auf der Durchfahrt.

Wochenende in Sempach

Wochenende in Sempach

Das Wochenende verbrachten wir in Sempach. Nicht weil wir auf den Spuren der alten Eidgenossen wandeln wollten. Auch nicht um an den Feierlichkeiten zur Übergabe des Wakker-Preises mitzufeiern. (Der Wakker-Preis wird vom schweizerischen Heimatschutz vergeben, die sich besonders verdient machen um den Ortsbildschutz. So heisst es zu Sempach: Die Luzerner Kleinstadt erhält die Auszeichnung für die sorgfältige und zeitgemässe Weiterentwicklung ihrer historischen Ortskerne von nationaler Bedeutung und für die breit verankerte Diskussionskultur über das Bauen und Planen in der Gemeinde.) Auch nicht um am grossen Grümpelturnier mitzumachen, dass über das Wochenende stattfindet. Sondern einzig aus dem profanen Grund, dass wir einen schönen Platz für das Wochenende suchten um die Sommerhitze zu geniessen. Für den richtigen Genuss suchten wir einen Platz an einem See und möglichst nicht zu weit weg von zu Hause, so viel die Wahl auf den Campingplatz Sempach. Wir sind ja nicht gerade die typischen Campingplatz-Benutzer, sondern sind eigentlich lieber sonst irgendwo, aber wenn man in der Schweiz an einem See stehen will kommt man fast nicht an einem Campingplatz vorbei.

Begonnen hat das Wochenende zumindest für Coni und das Wohnmobil aber schon am Donnerstag. Da sind die Beiden nämlich mit einer Kollegin, die auch einmal das Camperfeeling ausprobieren wollte vom Donnerstag auf Freitag auf dem Campingplatz am Türlersee gestanden (wäre eigentlich ja auch eine Möglichkeit für das Wochenende gewesen, das war mir aber zu nahe an der Haustür).

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So hat mich also Coni am Freitagabend abgeholt und wir sind nach Sempach auf den TCS-Campingplatz gefahren.

Die Fahrt nach Sempach hat sich nur sich nur schon fast wegen dem schönen Sonnenuntergang gelohnt!

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Aber auch sonst ist so ein Campingplatz durchaus eine Abwechslung die Unterhaltung bietet. Es gibt da allerhand zu bestaunen und zu sehen, z. Bsp was so alles an Gefährten herumsteht oder wie Dauercamper mehr oder weniger orginell ihr temporäres Heim schmücken.

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Wobei wir die Entensammlung mal wirklich lustig fanden, unglaublich die Vielfalt die es gibt.

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Lustig ist auch zuzusehen, wie die Einen sich einen halben Tag lang abmühen um sich mit Vorzelt und allem möglichen einrichten, um allenfalls einen Tag später wieder fast gleichlang zu haben um das ganze Material wieder abzubauen und zu verstauen, weil das Wochenende schon wieder vorbei ist. Wenigstens wird es den Leuten dann nicht langweilig.

Da haben wir es jeweils schon wesentlich schwieriger uns zu beschäftigen, wenn wir irgendwo in der Pampa stehen und es nach 10 Minuten nichts mehr einzurichten gibt!

Den Samstag haben wir also damit verbracht etwas herum zu staunen und uns zwischendurch im Wasser des Sempachersees etwas abzukühlen. Zum Glück war es am Morgen noch etwas bedeckt, so war es nicht ganz so heiss, was wir für einen Spaziergang durch Sempach nutzten. Ansonsten genossen wir das Nichtstun.

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So gegen zwei Uhr morgens in der Nacht auf Sonntag weckte uns dann unsere Alarmanlage aus unerfindlichen Gründen mit lautem Hupen. Unsere Camping-Nachbarn hatte sicherlich auch grosse Freude daran!

Eventuell konnte der Eine oder Andere dann der nächtlichen Ruhestörung doch etwas positives abgewinnen, es war nämlich gerade der Moment als es zu Regnen begann und die Dachfenster geschlossen werden mussten.

Am Sonntagmorgen war es dann recht kühl und bedeckt, so dass wir uns schon um die Mittagszeit auf den Weg nach Hause machten.

Zuhause habe ich dann zur Sicherheit sämtliche Knopfbatterien der Sensoren von der Alarmanlage gewechselt, es gibt nämlich Schöneres als mitten in der Nacht von lautem Gehupe geweckt zu werden und neue Freundschaften gibt es dadurch auch nicht unbedingt.

Campingplatz Sempach

Campingplatz Sempach

Sehr schön gelegener Campingplatz, direkt am Sempachersee gelegen. Ein flacher Einstieg mit Sand lädt zum Baden im See ein. Grosszügige Stellplätze, aber nicht ganz billig.

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Trüb und Nass

Trüb und Nass

Die Geschichte vom Pfingstmontag ist rasch erzählt.

Nachdem es am Sonntag Abend noch richtig schön war und wir die vielen Lichtlein am Gegenhang bestaunten, hatte der Wetterbericht für den Montag leider recht.

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Gegen Morgen fing der Regen an auf das Dach zu prasseln, als wir das erste Mal die Rollos hoch machten, sahen wir kaum ein paar Meter weit, um uns herum dicker Nebel oder Wolken.

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Eine Begehung der Bisse war bei diesem Wetter natürlich kein Thema, also lümmelten wir uns recht lange in unseren warmen Betten und hofften noch auf Wetterbesserung. Als gegen Mittag immer noch etwa das gleiche Bild vor dem WoMo herrschte, machten wir uns auf den Heimweg. Weiter unten am Hang tauchten wir dann aus den Wolken ab und wurden noch  mit ein paar schönen Ausblicken belohnt. Ein Gutes hatte wohl das Wetter, den Verkehr unterwegs hielt sich in Grenzen.

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Bisse de Savièse Torrent-Neuf

Bisse de Savièse Torrent-Neuf

In der Nacht hat es noch leicht geregnet. Am Morgen war von den Bergen rings herum nichts zu sehen, Wolken und Nebel waren zu sehen.

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Aber bald klarte es auf und als wir zurück ins Haupttal fuhren schien die Sonne.

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Wir fuhren bis Sion und da hoch in Richtung Savièse. Ein Stück oberhalb von Savièse liegt der grosse Parkplatz “Binii” auf dem man Übernachten darf, selbst eine Entsorgungsstation gibt es da. So haben wir unser Wohnmobil auf dem Platz platziert, mit toller Aussicht über das Wallis.

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Einer der Gründe für den grossen Platz, sind die im Frühling die stattfindenen Kuhkämpfe und ein weiterer Grund ist, dass der Parkplatz ist ein idealer Ausgangspunkt ist um die Bisse de Savièse Torrent-Neuf zu begehen. Die Bisse oder Suone wurde um 1430 gebaut und versorgte Savièse mit einem ca. 6 Km langen Kanal mit Wasser. Im untern Teil ist die Bisse am Hang entlang gut begehbar, im oberen Teil eigentlich auch, weil gut gesichert, aber man muss schwindelfrei sein.

So sind wir also der Bisse entlang nach oben gewandert, durch schöne Wiesen und Wälder, bevor es dann sehr hoch in den Felsen in eine Schlucht ging. Bald führt der Weg auf gut gesicherten Stegen den Felsen entlang, das wurde dann zuviel für Coni, so sind wir lieber umgekehrt. Falls morgen das Wetter noch passt, werde ich die Bisse alleine erkunden, weiter hinten sollen ein paar Hängebrücken montiert sein, die ich mir gerne ansehen möchte,

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Zurück beim WoMo haben wird die Aussicht und das schöne Wetter genossen. Zum Abendessen sind wir ins Restaurant Binii gegangen, wo wir sehr freundlich bewirtet wurden (falls mal jemand da ist, es lohnt sich da zu Essen, es gibt. z. Bsp. diverse Käse- oder Fleischfondues).

Inzwischen stehen wir nicht mehr ganz alleine auf dem Platz, ein paar weitere WoMos sind dazu gekommen, vom VW-Bus mit 4 Personen bestückt bis zum Luxusliner, inkl. in der Garage den Mini dabei, steht jetzt diverses auf dem Platz.

Parkplatz Binii

Parkplatz Binii

 

Oberhalb von Sion, zu Savièse gehörend liegt der Parkplatz Binii. Ein grosser Kiesplatz, mit fantastischer Aussicht. Eigentlich ist es eher ein Stellplatz, es gibt auch eine Euro-Relais Säule. Das Stehen ist gratis, Versorgung mit Wasser / Strom kostet etwas. Der Parkplatz ist auch ein guter Ausgangspunkt um die Blisse du Savièse Torrent-Neuf zu besichtigen.

Ebenfalls sehr empfehlenswert das Restaurant Binii.

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Saas Fee

Saas Fee

Am Morgen wurden wir von einem knutschblauen Himmel geweckt und die Sonne war angenehm warm.

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Der Grimselpass war heute schon wesentlich befahrener als Gestern. Vor allem viele Motorradfahrer nutzen das schöne Wetter, so wie es auch wir genossen.

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Im Goms bestaunten wir die kleinen Äckerlein die da an den Hängen kleben, auf den kleinsten kann man sich kaum der Länge nach Hinlegen. Irgendwie scheint die Idee der Erbteilung nicht die optimale Lösung zu sein.

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Bei Visp zweigten wir dann ins Saaser Tal ab und fuhren in Richtung Saas Fee.

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In Saas Balen machten wir einen Zwischenstopp um die Rundkirche anzuschauen.

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In Saas Fee gibt es einen grossen Stellplatz, den wir ganz für uns alleine haben, mit tollem Ausblick aus dem WoMo.

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Nicht nur auf dem Stellplatz sind wir alleine, auch bei einem Bummel durch Saas Fee waren wir fast alleine. Jetzt in der Zwischensaison ist überhaupt nichts los, praktisch alle Geschäfte, Hotel und Restaurant sind geschlossen, immerhin haben wir dann doch noch ein geöffnetes Restaurant gefunden, in dem wir eine feine Walliser Käseschnitte bekamen. Nebst vielen modernen Gebäuden findet man auch noch einige alte Gebäude.

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Unterhalb des Stellplatzes mitten im Hang befindet sich eine Kapelle, zu dieser könnte man auch den Kreuzweg von Saas Grund her nehmen, wir begnügten uns aber damit von oben herab zur Kapelle zu Laufen und den schönen Ort zu geniessen.

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Das Wetter war den ganzen Tag über ganz anständig, zwar gab es immer wieder Wolken, zu Regnen begann es aber erst nach 20:00 Uhr.

Ganz zum Schluss noch ein Bilderrätsel: was ist auf dem Foto falsch…?

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Warte kurz, während wir den Kalender laden