Kleine Fluchten - WoMo-Blog

Blog über unsere Wohnmobilaktivitäten, gedacht für Freunde und andere Interessierte. Warum heisst der Blog kleine Fluchten? Ja klar weil es für uns nebst grösseren Reisen auch immer Wochenendausfüge in eine andere Lebensart, eben kleine Fluchten sind. Es gibt aber noch einen weiteren Grund, warum der Titel für uns so passt. Unsere Freundschaft begann einmal vor langer Zeit im Kino, der Film hiess: Kleine Fluchten...... wen es interessiert, der Film: https://de.wikipedia.org/wiki/Kleine_Fluchten PS: Wenn im Blog Produkte genannt werden, ist das nicht weil ich Werbung dafür mache und damit etwas verdiene, sondern rein aus eigener Erfahrung und Überzeugung.

anstrengender Tag

IMG_2267

Der anstrengende Tag begann schon in der Nacht, leider war die ganze Nacht durch der Lärm der nahen Strassen zu hören, entsprechend haben wir nicht gut geschlafen. Überhaupt ist in und um Grasse ein rechtes Verkehrspuff, das merkten wir auch am Morgen als wir weiterfuhren.  Wir wollten an den Strand von Pamplonne in der Nähe von Saint-Tropez, der avisierte Campingplatz hat zwar auf die Anfrage nicht reagiert aber wir versuchten es trotzdem da Platz zu bekommen.

Unterwegs haben wir an einem Automaten versucht eine französische SIM-Karte zu kaufen, allerdings akzeptierte der Automat keine einzige unserer Kreditkarten. Zum Glück war da aber ein freundlicher Kioskbesitzer, der uns mit seiner Karte aushalf. Zurück beim Womo merkte ich, dass ich das falsche SIM-Karten Format gekauft hatte für den Router, es sollte kein Mini sondern eine Nano-SIM sein. Kleiner machen geht ja aber, also habe ich die Karte zurechtgeschnitten. Am Abend mit etwas Zeit funktioniert jetzt der Router mit der SIM-Karte.

Unterwegs kamen wir wieder an landschaftlich sehr schönen Orten vorbei.

In Cogolin wollten wir einkaufen gehen, allerdings waren alle Parkplätze mit einer 2.2M Höhenbeschränkung versehen. Auf einem kleinen Kiesplatz hatte es ein paar wenige längere Plätze die alle besetzt waren. Nachdem wir hin und her gefahren waren und schon aufgegeben hatten, einen Parkplatz zu finden, war uns das Glück hold und auf dem Kiesplatz gab es Platz. Unser Grosseinkauf verlief ereignislos, als wir zurück zum Womo liefen begann es zu regnen, wir konnten gerade noch ins Womo schlüpfen bevor es wie aus Kübeln goss und auch etwas hagelte. Nachdem der Regen etwas nachliess fuhren wir zum avisierten Campingplatz, um Saint-Tropez herum war ein grosses Verkehrspuff, mit ziemlich viel Stau und Durcheinander. Beim Campingplatz angekommen, war da leider das Schild „Complete Full“, das Schild war auch beim zweiten Platz zu sehen. Auch beim dritten Platz hatten wir kein Erfolg. Alle diese Plätze lagen an schmalen Stichstrassen mit Gegenverkehr.  Wir fuhren ein Stück weiter zu einem Campingplatz nicht direkt an der Küste, dem Platz „Les Tournels“. An der Reception erfuhren wir die frohe Kunde, dass es noch Platz habe, wir konnten aus 3 Plätzen, die wir zuerst ansehen sollen, auswählen. Der Campingplatz ist ziemlich gross und liegt an einem steilen Hang, die Plätze waren ganz oben. Die Besichtigung artete in einen veritablen Fussmarsch mit kompliziertem Kartenlesen aus Weil die Karte des Platzes sehr unübersichtlich dargestellt ist. Der am weitesten oben gelegene Platz gefiel uns aber gut. Zurück bei der Reception mussten wir ewig lange anstehen, vor uns waren wohl alles komplizierte Fälle dran, aber irgendwann konnten wir für 7 Nächte buchen. Inzwischen hatte es draussen wieder begonnen zu schütten. Zum Platz wurden wir zum Glück von einem Platzwart mit einem Golfkart geführt, alleine hätten wir uns wohl verfahren.

Eingerichtet auf dem Platz wollte ich mich ans Nachtessen machen, allerdings war der Gasanzünder spurlos verschwunden! Ganz klein ist das Ding nicht und im Wohnmobil gibt es eigentlich nicht viele Orte wo etwas verschwinden könnte, allerdings ist der Anzünder bis jetzt nicht wieder aufgetaucht. Zum Glück haben wir einen Ersatz, ansonsten hätte es ein kaltes Abendessen gegeben.

Entrevaux - Gourdon - Grasse

IMG_2228

Zwar sind die Berge der Seealpen nicht mehr ganz so hoch, aber es gibt trotzdem einige Pässe und Schluchten. 3 dieser eher unbekannten Pässe, bis immerhin 1430 MüM sind wir heute auf dem Weg nach Grasse gefahren. Teilweise auch wieder sehr schmale Strassen, aber zum Glück wenig Verkehr. Nebst den Pässen haben wir aber auch einige sehr spektakuläre Schluchten durchquert.

Entrevaux

Ein kleiner Ort, mit ein paar hübschen Gassen, vor allem aber mit einer Burganlage auf dem Felsen über dem Städtchen.

Gourdon

Gemäss Wikipedia gehört Gourdon in die Serie der schönsten Dörfer Frankreichs. Wir fanden den kleinen Ort sehr touristisch, aber die tolle Aussicht bis ans Meer war nur schon den Besuch wert.

Grasse

Der Ort gilt als die Hauptstadt des Parfumes, entsprechend findet man diverse Läden mit Fläschen und Flacons, es riecht teilweise auch ziemlich intensiv.  Ansonsten verfügt Grasse über eine Altstadt mit engen Gassen und einer alten sehr schönen Kathedrale.

Übernachten werden wir bei einem Geschäft aus einem Eintrag von France Passion am Rande von Grasse, Parkplätze, bzw. Campingplätze sind in Grasse Mangelware.

in Frankreich

IMG_1943

Unsere heutige Etappe führte uns nach Frankreich. Gleich beim Übernachtungsort beginnt der Col de la Lombarde (2347müM). Die Fahrt war etwas abenteuerlich, die italienische Seite des Passes ist ziemlich schmal und ein kreuzen mit Autos nicht überall möglich. Zum Glück hatte es nicht sehr viel Verkehr, und das Meiste davon in gleicher Richtung wie wir. Nebst Autos waren das Motorräder, Velos, Wanderer und sogar eine Rollskifahrerin!

Von der Passhöhe, gleichzeitig auch Grenze, ist die Strasse dann deutlich breiter. Ein Stück weiter den Pass hinab, kommt man nach Isola2000, einem französischen Retortenskiort, ab da ist die Strasse sehr breit. Sehr lange führte uns unsere Strecke abwärts dem Fluss La Tinée entlang, eine teilweise recht spektakuläre Strasse.

Später fuhren wir dem Var entlang bis zu unserem heutigen Ziel Puget-Théniers. Nach einem kleinen Bummel durch das kleine Städtchen haben wir es uns beim Womo bei warmen 23° gemütlich gemacht.

Vinadio

IMG_1929

Quer durch‘s Piemont sind wir südwärts gefahren und hinter Cuneo ins Stura-Tal abgebogen. Bei Vinadio sind wir über Nacht auf dem Campingplatz. Vinadio ist nur ein kleines Dörfchen, viel gibt es nicht zu sehen ausser der Festungsanlage die ab 1834 als Talsperre gebaut wurde. Bei einem Rundgang haben wir uns die Anlage angeschaut.

Turin besucht

IMG_1904

Am Morgen nahmen wir den Bus in die Innenstadt von Turin.

Unser Womo durfte den Tag auf dem schönen, ruhigen Stellplatz verbringen.

Der Bus ersetzt durchaus eine Achterbahnfahrt im Europapark - allerdings mit dem Unterschied, dass das Tagesticket nur 4,50 Euro kostet. Es schaukelt, wackelt und über die Bodenwellen hebt der Bus fast ab, gut wenn man einen Sitzplatz hat. Nach 3/4 Stunden Achterbahnfahrt stiegen wir in der Nähe des Hauptbahnhofes aus und wollten die Stadtbesichtigung beginnen. Diese wurde aber stark eingeschränkt, weil vom Bahnhof bis zur Piazetta Reale die Austellung „Auto Torino“ stattfand und alles abgesperrt war. Sicher für Autofans interessant, für uns eher mühsam, weil erstens alles voller Leute war und zweitens die verschiedenen schönen Plätze und Gebäude zugestellt waren.

Gegen Mittag besuchten wir den Mercato Zentrale Torino, einen riesigen Markt, mit allem was man braucht. Es sollen über 1000 Stände sein, gezählt habe ich nicht, dürfte aber durchaus stimmen. Nur schon im Gemüse- und  Früchtebereich kann man sich verirren und an allen Ständen bekommt man praktisch das Gleiche.

Glück hatten wir dann beim Dom, weil wir kurz vor der Siesta kamen, waren wohl nicht mehr so viele Leute da, die den Dom und das Turiner Grabtuch besichtigen wollten.

Wir sind dann weiter bis zur Piazza Vittorio Veneto gelaufen, einem schönen Platz direkt am Po. Da unsere Füsse langsam müde waren haben wir ab da ein Tram genommen, ein weiteres ÖV-Erlebnis. Angefahren kam ein ziemlich altes Tram, das während der Fahrt wackelte, rumpelte und schüttelte, zudem kann man damit wohl nur beschleunigen oder stark bremsen…. auch hier ein Sitzplatz von Vorteil.

Anschliessend ging es mit dem Achterbahnbus zurück zum Stellplatz, die Fahrt war wesentlich entspannter, entweder haben wir uns an den Fahrstil gewöhnt oder der Busfahrer war milder zu seinen Passagieren gestimmt.

Schloss Venaria Reale

IMG_1869

Am heutigen Tag sind wir bis nach Turin gefahren. In Turin selber gibt es keinen Stell- oder Campingplatz, aber um die Stadt herum hat es einige Angebote. Wir haben uns auf einem Stellplatz am Rande von Venaria Reale einquartiert. Der Platz, Ist gut betreut und nachts geschlossen, die nächste Buslinie in die Innenstadt ist ganz in der Nähe.

Vor allem aber auch liegt der Platz in fussläufiger Entfernung von Schloss Venaria Reale.

Beim Schloss handelt es sich um eine Anlage der Savoyer, eine riesige Anlage.

Die Anlage umfasst das Schloss, den 60 ha großen Schlosspark und das ehemals für die Bediensteten des Schlosses angelegte historische Dorf.

Ein Teil des Schlosses kann besichtigt werden, ebenfalls auch der Schlosspark. Für den Park haben wir das Bähnli genommen, der Park ist über 1 Km lang.

Sacro Monte di Oropa

IMG_1841

Nach einer ganz ruhigen Nacht haben wir uns beim Agritourismo verabschiedet und sind bei schönstem Wetter nach Sacro Monte di Oropa gefahren. Die Fahrt ist nur 20 Km, einmal den Berg hinab nach Biella und dann scharf rechts wieder den Berg hoch, Luftlinie wären es sogar nur 4 Km gewesen.

Sacro Monte di Oropa ist ein Wallfahrtsort auf 1100 Meter in einem Talkessel gelegen. Es hat auch einen Stellplatz, auf dem wir übernachten. Die riesige Anlage von Oropa geht in den Ursprüngen auf das 4. Jahrhundert nach Christus zurück. Heute umfasst die Anlage, zwei Basilika‘s, 12 Kapellen, ein Friedhof, 7 Restaurants und andere Anlagen. Hauptattraktion, darum ist es ein Wallfahrtsort, ist aber die schwarze Madonna. Leider ist die ganze Anlage etwas verwahrlost und wirkt ungepflegt, es dürfte aber auch einiges Kosten und ein grosser Aufwand sein alles Instand zu halten. Heute waren recht wenige Leute unterwegs, das dürfte auch dem Wetter geschuldet sein, im Verlauf des Nachmittages zogen Wolken auf und es war ziemlich düster.

Der Stellplatz liegt ganz oben mit schöner Sicht auf die obere Basilika und ist mit einer Schranke gesichert. Es steht leider nirgendwo geschrieben, dass man sich ganz unten in der Anlage melden muss um zu Bezahlen und die Karte bekommt um die Schranke zu öffnen! Das wären dann rund 60 Höhenmeter tiefer und 600 Meter weiter unten. Das aber wussten wir erst, als wir im Restaurant in der Nähe fragten. Die nette Dame sagte, es sei etwas kompliziert und meinte sie fahre uns mit ihrem Auto schnell hin.

Dafür sind wir dann nach einer ersten Besichtigungsrunde in dem Restaurant: Trattoria Vittino essen gegangen und haben es gar nicht bereut. Ein typisches italienisches Restaurant, wir assen eine Polenta mit Hirschpfeffer, bzw. Brasato. In der Region wird die Polenta typischerweise cremig serviert. Und oben darauf einen richtigen See aus flüssiger, kochender Butter. Ziemlich nahrhaft das Ganze aber sehr gut.

Zum Verdauen sind wir dann auf die andere Talseite gelaufen, von der man einen schönen Blick auf die Anlage hat und auch noch ein paar Dutzend Treppen hinab und hinauf gestiegen (Treppen hat es einige).

Biella

IMG_1828

Am Morgen bei schönem Wetter aufgewacht. Am Tag war es zwischen 25°-27° warm und knutschblauer Himmel. Bei Ponte Tresa haben wir die Schweiz für längere Zeit verlassen. Auf teilweise recht schmalen Strassen mit einigem Verkehr sind wir ans südliche Ende vom Lago Maggiore gekommen und weiter westwärts bis nach Biella. Landschaftlich schön wurde es erst kurz vor Biella, davor gab es nicht viel zu sehen.

In Biella kann man mit einem Funicolare in einen alten Stadtteil etwas oberhalb der neuen Stadt fahren. Allzu viel ist da aber nicht los, wie überhaupt in Biella. Die Kathedrale konnten wir nur von Aussen besichtigen, weil gerade eine Beerdigung stattfand.

Wir sind dann zu unserem heutigen Ziel ganz in der Nähe gefahren. Aus dem Agricamperverzeichnis haben wir uns beim Agritourismo Ca‘ d‘Andrei angemeldet. Essen kann man zwar nur am Wochenende aber wir wollen ja auch nur übernachten. Es ging gleich hinter Biella recht steil auf ganz schmalen Strassen den Berg hoch, bis zu einem kleinen Weiler. Beim Agritourismo wurden wir sehr herzlich begrüsst und konnten unser Wohnmobil mit schönster Aussicht platzieren.

Unsere Reise beginnt: 09.09.2024

IMG_1794

Die letzten Tage waren wir noch mit putzen beschäftigt. Heute Morgen zum letzten Mal in die Kehrrichtverbrennung, die letzten Dinge in die Zebrabox verstaut und am Nachmittag das Auto in der Garage abgegeben.

Jetzt kann also unser Abeteuer starten. Unsere erste Etappe unserer Reise führt uns irgendwie nach Südfrankreich und dann nach Spanien. Bis vor Weihnachten wollen wir bei Almeria sein, da haben wir über die Festtage einen Campingplatz reserviert. Alles andere entscheiden wir spontan von Tag zu Tag, unsere Reiseroute ist völlig offen und dürfte nicht so gradlinig wie auf der Karte animiert dargestellt sein.

So konnten wir befreit von Balast am Nachmittag um 14:45 bei strömendem Regen losfahren (Kilometerstand 130‘230). Unsere erste Etappe führte uns auf den Stellplatz auf dem Monte Ceneri. Da der Gotthardtunnel wegen eines Pannenfahrzeuges zwischendurch gesperrt war und es darum 9 Km Stau gab, sind wir bei Nieselregen und kühlen Temperaturen über den Pass gefahren. Die Leventina hinab wurde das Wetter immer besser und auf dem Monte Ceneri war es richtig schön bei 24°.

Haus leer

IMG_2024-09-05-161707640

Heute wurden unsere Möbel in die Einstellbox gezügelt. Nun ist das Haus fast leer. In den nächsten Tagen ist jetzt noch putzen der der restlichen Räume angesagt. Wir sind froh, wenn wir fertig sind, die letzten Tage waren doch sehr anstrengend.

 

Start Vanlife

IMG_1748

Ab heute schlafen wir im Wohnmobil. Zwar sind wir noch ein paar Tage im Reppischtal zu Hause, aber. Am Donnerstag kommen die Möbel weg und wir haben alles was wir mitnehmen im Wohnmobil eingeräumt.

So gehen knappe 38 Jahre Wohnen im Reppischtal zu Ende. Es war eine sehr schöne Zeit aber zunehmend auch anstrengend mit Haus und Garten. Wir freuen uns jetzt auf ein wesentlich einfacheres Leben.

Zwischenbilanz unseres Vorhaben „Leben im Wohnmobil“

IMG_1155

Unser Vorhaben „Leben im Wohnmobil - Europareise“ schreitet voran.

Die Kündigung für das Haus ist auf die Post gegangen, das heisst ab Oktober haben wir keine feste Bleibe mehr.

Internet / TV ist ebenfalls terminiert. Zudem habe ich eine Möglichkeit gefunden eine Gratis-Festnetznummer in der Schweiz zu haben, die mit einer VoIP-App bedient wird. Praktisch um allfällige Telefonkosten in die Schweiz niedrig zu halten, falls nicht via WhatsApp Telefon möglich, da so Gesprächskosten nur innerhalb der Schweiz anfallen. Unsere Handy-Abos werden wir umstellen auf Prepaid und jeweils eine lokale Daten-SIM für den WLAN-Router organisieren.

Die diversen Abklärungen bei der Gemeinde und Versicherungen haben ergeben, dass ein Abmelden vom Wohnsitz nicht möglich ist, das heisst einen Wohnsitz (beim Sohn) müssen wir angeben und auch weiterhin Steuern zahlen. Überraschenderweise ist das Problem nicht mal die Gemeinde oder das Strassenverkehrsamt was ich im Vorfeld vermutet hätte, das Abmelden scheitert an den Versicherungen (Krankenkasse und Motorfahrzeugversicherung), zumindest wenn man in Europa bleibt. Zwar gibt es Reiseversicherungen und für´s Wohnmobil auch irgendwelche halblegale Geschichten, dafür ist uns aber das Risiko zu gross. Zudem wissen wir ja auch nicht, wie lange wir tatsächlich mobil unterwegs sein werden. Mit dieser Lösung, die zwar etwas teuerer ist, wird die Rückkehr vom Nomadenleben ins ortsansässige Leben dann einmal sehr einfach sein.

Nebst diesen Abklärungen, ist die Papierpost auch ein Vorhaben mit etwas Aufwand. Diverse Kataloge und Werbungen die ungefragt gesendet werden endlich abbestellen, aber auch bestellte Produkte, bei den einen Firmen klappt das sehr gut, bei anderen weniger oder erst im Nachfassen. Die sonstige Post möglichst alles auf elektronisch umstellen, das mache ich schon länger, aber es gibt doch noch das Eine oder Andere zu erledigen. Zudem probiere ich den Scanservice der Post aus, Papierpost wird eingescannt und in einer App zur Verfügung gestellt. Eigentlich eine recht gute Lösung, nur etwas aufwendig, bis das reibungslos funktioniert, weil jede Adresse zuerst freigeschaltet werden muss. Erst jetzt merken wir auf wieviele Adressen (Namen und Anschriften) die Post zugestellt wird! Aber der Erfolg stellt sich langsam ein, die Tage an denen der Briefkasten leer ist mehren sich.

Im Haus haben wir angefangen zu Räumen. Wir wollen nur Weniges einlagern. Das heisst vieles was sich in knapp 40 Jahren (leider grosser Esterich und Keller im Haus) angesammelt hat muss weg. Das Auto haben wir schon 2-mal gefüllt für die Kehrrichtverbrennung, diverse Kleidersäcke sind in die Kleidersammlung und Anderes wird verschenkt. Zum Glück haben wir viel Zeit, so kann das Hausräumen in verdaulichen Häppchen erfolgen. So eine Aktion ist durchaus auch befriedigend und befreiend, richtig Ballast abzuwerfen.

Flaute?

IMG_1368

Ja auf dem Blog herrscht gerade etwas Flaute. Das weil es gerade nicht viel Neues gibt, was nicht heisst, dass unser Vorhaben nicht voran geht. Unser Reisestart konkretisiert sich immer mehr auf irgendwann anfangs September. Wir haben weiter geräumt, festgelegt was wir behalten wollen, einen Einstellraum gefunden und Einiges mehr geklärt und geregelt.

In letzter Zeit waren dann noch andere Aktivitäten im Vordergrund, so Wichtiges wie die Hochzeit unseres Sohnes. Zwischendurch war es auch ruhig bei uns aufgrund des schlechten Wetters, das hat uns nicht gerade motiviert um viel zu unternehmen.

Das Wohnmobil kommt erst wieder Ende Mai zum Einsatz, wir planen eine gute Woche auf dem Camping (Glamping) Platz in Sexten im Tirol. Zum Abschied im Büro habe ich von meinen Kollegen einen Gutschein erhalten den wir einlösen wollen.

9.9.24

IMG_1663

Titelbild: altes und „neues“ Haus.

Der Termin rückt näher! Am 9. September muss das Haus geräumt sein, dann kommen die Handwerker für Renovationsarbeiten. Dann geht es los mit unserem neuen Leben.

Inzwischen ist schon sehr viel geräumt, eine Mulde gefüllt und ein paar Autos voll mit Allerlei entsorgt.

Was wir behalten, haben wir auch entschieden und der passende Lagerraum dafür steht auch bereit. Heute die ersten Kisten hineingestellt, jetzt gerade hat es noch viiiiel Platz. Der wird dann  am 5.9 gefüllt, dann kommt das Zügelunternehmen und verstaut unsere Möbel die wir behalten in dem Lagerraum.

Ganzjahresreifen

IMG_5080

Eigentlich bin ich ja ein Verfechter von Sommer- und Winterpneu. Allerdings wird das mit dem Wohnmobil etwas schwierig, wenn man das ganze Jahr unterwegs ist. Zwar könnte man die Pneus einlagern und im Frühling und Herbst wechseln, aber im September schon mit Winterpneu herumfahren oder dann wieder April / Mai macht nicht viel Sinn. Zudem gibt es Länder wie z. Bsp. Italien in denen es Bussen geben kann, wenn man zur falschen Jahreszeit mit den falschen Pneus unterwegs ist. Darum sind seit gestern auf unserem Womo sogenannte Ganzjahresreifen montiert. In der angestrebten Reifengrösse 225 / 70 R15 ist die Auswahl nicht sehr gross, aber die relativ neuen Crossclimate CP von Michelin schneiden in den Test recht gut ab. Die Pneus haben ein eindrückliches Profil, nach der ersten Ausfahrt bin ich aber angenehm überrascht (zumindest bei trockenem Wetter), die Pneus fahren sich sehr angenehm und erzeugen auch keine lauten Abrollgeräusche. Damit sind wir jetzt also für alle Jahreszeiten und Wetter gerüstet.

Heute Morgen war dann noch die vorgezogene Motorfahrzeugkontrolle, damit wir nichtt wenn wir irgendwo in der Ferne sind eine Einladung bekommen. Fazit der MFK, keine Beanstandungen, die nächsten 2 Jahre können wir also beruhigt fahren.

Langzeitreise

Das ist quasi der Beginn unserer geplanten Langzeitreise. Noch wird einige Zeit vergehen bis wir unterwegs sind (Herbst 24), aber ein Schritt der unser Vorhaben näherer rücken lässt, ist erfolgt - meine Pensionierung.

Als erstes werden wir aber als Einstieg einen knappen Monat in Italien und Kroatien unterwegs sein, bevor es dann so langsam an die konkrete Umsetzung unseres Vorhabens geht.

Schon länger tragen wir uns mit dem Gedanken, dass wir nach der Pensionierung den Haushalt auflösen und im Wohnmobil auf Europareise gehen möchten. Schon als das Vorhaben noch weit weg war, gab es Überlegungen warum das nicht gehen soll. Es sind keine wirklichen Hindernisse sondern eher Barrieren im Kopf. Gar nicht so einfach diese zu überwinden! Was machen wir mit allen unseren lieb gewordenen Dingen, das bequeme Bett, Sofa etc.? Wie halten sich Freundschaften auf Distanz? Wie kommen wir wieder zu einer Wohnung, wenn wir genug des Reisens haben? Was machen wir wenn das Wohnmobil einen grösseren Schaden hat, wenn wir krank werden, Einbruch, Streit miteinander, schlechtes Wetter und viele Gedanken mehr gehen durch den Kopf, bis hin was mit dem schönen Anzug passiert. Irgendwie schon ziemlich schräg, wenn man sich das mal bewusst wird was einem alles für „Probleme“ einfallen. 

Dann aber auch ein paar echtere Probleme, das Gewichtsproblem mit 3,5t Wohnmobil, wir wollen bewusst mit 3,5t klar kommen, das heisst dann Verzichtsplanung.  Der Umstand, dass man zumindest wenn man in Europa unterwegs ist, einen festen Wohnsitz haben muss, aber gleichzeitig bei längerer Abwesenheit (ein halbes Jahr und mehr) sich bei der Gemeinde abmelden muss!? Die Nachforschungen haben bisher nicht viel her gegeben, sondern ich habe nur festgestellt, dass auch Fahrende einen festen Wohnsitz haben müssen - definitiv ein Wiederspruch. Die Empfehlung lautet: sich mit der Gemeinde in Kontakt setzen und abstimmen. Das werden wir alles angehen und sind selber gespannt was dabei raus kommt! 

 

Übrigens: KI (Bing Image Creator) hat meinen Übergang vom Arbeits- ins Rentnerleben aufgrund einiger Stichworte so dokumentiert:

- Mann erster Tag nach Pensionierung Freude Gemälde Stil Ferdinand Hodler

- Chausson Wohnmobil mit Frau und Mann in schöner Natur mit See Bergen und Feuer

Eine Seite für unsere Freunde. Wenn sich sonst jemand hierher verirrt hat, darf er sich natürlich auch an den Inhalten erfreuen.

Zu finden sind auf der Webseite Reiseberichte unserer Wohnmobiltouren.

 

Wir über uns

Kontakt

Blog

Blog über unsere Wohnmobilaktivitäten, gedacht für Freunde und andere Interessierte.
Warum heisst der Blog kleine Fluchten? Ja klar weil es für uns nebst grösseren Reisen auch immer Wochenendausfüge in eine andere Lebensart, eben kleine Fluchten sind. Es gibt aber noch einen weiteren Grund, warum der Titel für uns so passt. Unsere Freundschaft begann einmal vor langer Zeit im Kino, der Film hiess: Kleine Fluchten...... wen es interessiert, der Film: Link auf Wikipedia
PS: Wenn im Blog Produkte genannt werden, ist das nicht weil ich Werbung dafür mache und damit etwas verdiene, sondern rein aus eigener Erfahrung und Überzeugung.

Warte kurz, während wir den Kalender laden