Da der Wetterbericht recht gut aussieht, haben wir beschlossen das Wochenende im Elsass zu verbringen. Nach etwas Stau in Basel sind wir in Eguisheim gelandet und haben uns mit dem Elsass etwas angefreundet.
Kleine Fluchten - WoMo-Blog
Am Dienstag haben wir unsere Gastankflasche das erste Mal gefüllt. Eigentlich eine einfache Sache, wenn man weiss wie!
Das erste Problem war aber überhaupt eine Gastankstelle in der Region Zürich zu finden. Die diversen Apps und Webseiten die es zum Thema gibt sind oft falsch, zudem scheint es teilweise Verwechslungen mit Erdgas-Tankstellen zu geben. Wirklich verlässlic, scheint mir nur die Webseite von Autogas zu sein. Da sieht man dann auch, dass es in Zürich genau eine Gastankstelle gibt, an der Wehntalerstrasse in Zürich Affoltern, in der weiteren Umgebung gibt es noch ein paar Andere, die an der Wehntalerstrasse ist für uns von zu Hause aus aber am Nächsten.
Also sind wir am Dienstag Abend dahin gefahren, mit einem leicht mulmigen Gefühl mal an der Anlage hantiert (wer hantiert schon gerne mit Gas). Mal wie bei Benzin den Hebel des Zapfhans hochgezogen - und nichts ist passiert...... Nach 2 oder 3 Versuchen wollte ich schon unverrichteter Dinge aufgeben, zum Glück war aber der Besitzer noch anwesend und hat uns freundlich die Bedienung erklärt. Jetzt sind wir also in der Lage selber unsere Flasche zu füllen!
Sonntag, 26.10.2014
Am Morgen sind wir mit der Fähre von bei Bellagio über den Comersee übergesetzt und dann via Lugano heimgefahren. Kein Stau am Gotthard und auch sonst wenig Verkehr.
Coni hat die ersten erfolgreichen Fahrversuche unternommen und ist ab Lugano praktisch alles gefahren.
Fazit unserer ersten Ferien mit dem eigenen WoMo:
in 2 Wochen ca. 1900 km gefahren, viele schöne Orte gesehen und keine Probleme gehabt.
Am WoMo ist alles in Ordnung, ein paar Kleinigkeiten müssen repariert werden, zudem haben wir auch die eine oder andere Umbauidee.
Samstag, 25. 10. 2014
Nachtrag zum Freitag Abend.
Wir haben auf der “Stradivari” so heisst das Schiff, ein hervorragende Paella gegessen (Coni hat dem Kellner gesagt, sie sei besser als in Spanien – was durchaus stimmt, auf alle Fälle mögen wir uns nicht erinnern schon einmal so eine feine Paella gegessen zu haben). Das Problem war eigentlich nur, dass es zuerst Apèro gab, am Schluss noch Dessert und dazwischen die grosse Platte Paella und mit vollem Magen schläft es sich nicht so gut…..
“Happy End” bezieht sich nicht darauf, dass wir wieder zu Hause sind, dass wird erst Morgen der Fall sein, sondern auf den heutigen Tag. Am Morgen wollten wir Mantova besuchen, nach einigem Herumirren auf der Suche nach einem freien Parkplatz haben wir es aufgegeben und sind weiter gefahren. Da die Stadt vielversprechend aussieht, werden wir es wohl einmal unter der Woche wieder versuchen. Die Weiterfahrt in Richtung Como haben wir dann auf der Autobahn unternommen, mit viel Verkehr. Am Comersee in der Nähe von Lecco haben wir dann versucht einen schönen Stellplatz zu finden, diejenigen die wir angefahren sind, haben uns nicht gefallen und in und um Lecco ist es ein “Puff” und viel Verkehr. So sind wir also am Comersee entlang gefahren, unsere letzte Hoffnung war ein kleiner Campingplatz. Der ist zwar offiziell geschlossen wir dürfen aber trotzdem übernachten, so haben wir also einen kleinen Campingplatz für uns alleine, inkl. der traumhaften Aussicht.
Ein wirklich winziger Campingplatz, etwa Platz für 20 Zelte und ein paar WoMo’s. Wunderbar direkt am Comersee gelegen.
Freitag, 24.10.2014
Am Morgen sind wir nach Parma gefahren um die Stadt zu besichtigen. Eine sehr schöne gepflegte Altstadt, nicht umsonst wird sie als eine der schönsten in Oberitalien bezeichnet. Sehr viele eindrückliche Kirchen sind zu bewundern, dies konnten wir bei milden 18°-20° geniessen.
Am Nachmittag sind wir weitergefahren und eigentlich zufällig über Don Camillo und Peppone “gestolpert”. In Brescello wurden die Filme gedreht, auf dem Hauptplatz steht die Kirche und das Ratshaus aus den Filmen, alles gut zu erkennen, wie auch Weiteres. Es gibt ein Museum über die Filme (wir haben beschlossen, dass wir die Filme unbedingt mal wieder anschauen müssen). Danach haben wir noch einen Spaziergang an den Po gemacht, bevor wir zu unserem Übernachtungsplatz nach Borreto gefahren sind. Wir können hier mit einer wunderbaren Aussicht schlafen.
Das Nachtessen nehmen wir auf einem Restaurant-Schiff ein, dass gleich nebenan vor Anker liegt. Es gibt Paella (mitten in Italien!), wir freuen uns!
Ein einfacher Parkplatz zum Übernachten ohne Infrastruktur, dafür wird man mit einer wunderbaren Aussicht auf den Po belohnt.
Donnerstag, 23. 10.2014
Heute haben wir uns aus Levanto und damit vom Mittelmeer verabschiedet. In Levanto hat es uns sehr gut gefallen, da werden wir wohl wieder einmal vorbeikommen. Gerade in der Nebensaison ist es recht ruhig und stressfrei zum Geniessen. Unsere Fahrt führte uns heute quer durch den Apennin über den Cerreto-Pass in Richtung Parma. Meist gut ausgebaute Strassen mit wenig Verkehr, erst im Landesinnere, wurde etwas rumpelig und eng (sogar ein Stück Kiesstrasse). In einem Dorf war es dann ganz zu eng, wir mussten umkehren und ums Dorf herumfahren. Übernachten werden wir in Bardone, in einem winzigen Nest mit einem schönen Stellplatz in wunderschöner Umgebung. (letztes Bild = Bardone)
Nach Bardone würde wohl kaum jemand gehen, ein paar Häuschen, eine antike Kirche und eine schöne Landschaft. Interessanterweise hat es aber eine sehr gepflegten Stellplatz, mit kompletter Infrastruktur, selbst ein sehr sauberes WC- und Duschhäuschen gibt es.
Mittwoch, 22.10.2014
Nach einer Nacht mir wenig Schlaf, unter anderem wegen den Ausläufern von Gonzalo, den man auch gespürt hat, haben wir heute nicht sehr viel gemacht. Einen Teil des Tages verbrachten wir mit Lesen und viel Zeit am Strand, um den Wellen und Wellenreitern zuzusehen. Sehr imposant bei Wellen von bis gegen 3m Höhe.
Dank Gonzalo war es zwar den ganzen Tag windig, bescherte uns aber auch einen strahlend blauen Himmel, bei ca. 20°.
Dienstag, 21.10.2014
Wenn mir jemand erzählen würde, dass es in dieser Region, in der kaum richtige Strassen in die Ortschaften führen, einen schönen flachen Veloweg gibt, würde ich das kaum glauben. Es ist aber tatsächlich so, es gibt einen Veloweg von Levanto nach Framura. Die “Veloautobahn” ist flach, super ausgebaut und durchgehend geteert ohne irgendein Schlagloch, zudem praktisch durchgehend beleuchtet.
Des Rätsels Lösung: wie ich gelesen habe, wurde die Eisenbahnstrecke ursprünglich näher am Meer geplant, die Tunnels wurden gegraben, selbst ein Bahnhofsgebäude gibt es in Levanto direkt am Hafen. Jetzt führt die Eisenbahn aber etwas weiter im Landesinneren durch. So war also dieses Stück nicht gebraucht und wurde dafür als Velo- und Fussweg ausgebaut. Zum Laufen ev. nicht so interessant, das 6 Km lange Stück führt meistens durch Tunnels, mit zwischendurch spektakulären Ausblicken aufs Meer, mit dem Velo aber schön zum Fahren. Sicherlich einer der speziellsten Velowege die es gibt.
Am Nachmittag waren wir noch am Strand für einen Schwumm im Meer. Wenn man mal drinnen ist, ist es durchaus erträglich.
Montag, 20. 10. 2014
1000 Stufen waren es bestimmt, wir haben sie nicht gezählt, die wir auf unserer Wanderung von Monterosso nach Vernazza erklommen haben. Dafür wurden wir mit grandiosen Aussichten belohnt. Erstaunlich wieviele Touristen in dieser Jahreszeit immer noch in den Cinque Terre unterwegs sind, in der Hochsaison dürfte es auf den schmalen Wegen mühsam sein. Da mit der Cinque Terre Kombikarte beliebig viel Zug gefahren werden darf, sind wir noch nach Riomaggiore gefahren, um das südlichste Dorf der Cinque Terre auch noch anzuschauen. Die berühmte Via l’Amore ist leider seit 2012 geschlossen, so blieb es bei einem Bummel durch das Dorf.
Das Wetter war heute gerade passend für eine Wanderung, den ganzen Tag bedeckt aber sehr mild.
Sonntag, 19.10.2014
Die Nacht auf dem Parkplatz war sehr ruhig, bis sich um 02:30 Uhr die Dorfjugend lautstark, mit grossem Palaver und Musik verabschiedete, nach einer halben Stunde war der “Spuk” vorbei und wieder alles ruhig. Am Morgen sind wir der Küste entlang weitergefahren in Richtung Levanto. Nach einem Zwischenhalt, habe ich vergessen die Klappe von einem Oberschrank zu schliessen – in der nächsten scharfen Kurve flog dann der Laptop mit grossem Knall auf den Boden. Glücklicherweise scheint der Laptop ziemlich robust zu sein, er trug auf jeden Fall keinen Schaden davon.
Die nächsten Tage bleiben wir auf dem Campingplatz in Levanto, um von hier aus Ausflüge in die Cinque Terre zu unternehmen. Die Strassen sind ziemlich schmal und Parkplätze Mangelware, aber es gibt eine gute Zugsverbindung. Nur schon die Strasse nach Levanto ist ziemlich schmal, führt aber durch eine schöne Gegend.
Das Wetter ist an der Küste schön und ziemlich warm 23° – 25°, auch in der Nacht kühlt es nur auf etwa 18° ab. Im Hinterland regnet es des Öftern, wie man anhand der nassen Strassen feststellen kann.
Der einzige Campingplatz in Levanto, schön gelegen, gleich am Rand des Ortes und nahe am Meer. Ein idealer Ausgangspunkt für die Cinque Terre zu erkunden. Selbst Mitte Oktober noch gut besucht, es lohnt sich also, vorher anzufragen ob Platz da ist, zumal die Anfahrt über enge Strassen erfolgt.
Samstag, 18.10.2014
Am Morgen haben wir alles eingepackt und Cervo verlassen. Wir sind alles der Küste entlang, via Genau, bis zur Halbinsel Portofino gefahren, hier Übernachten wir auf einem Parkplatz ausserhalb von San Rocco. Wir haben noch einen schönen Spaziergang nach San Rocco und etwas weiter, hoch über dem Meer gemacht mit fantastischer Aussicht.
Ein Parkplatz auf dem auch Übernachtet werden darf, kurz vor San Rocco auf der Halbinsel von Portofino, schöne Wandermöglichkeiten.
Freitag, 17. Oktober
Bei schönem aber windigem Wetter haben wir am Morgen eine gut zweieinhalb stündige Wanderung in die Hügel hinter Cervo gemacht. Ziemlich anstrengend, wir wurden aber mit einer wunderbaren Aussicht belohnt. Den Nachmittag verbringen wir mit Nichtstun, leider sind die Wellen im Meer sehr hoch, Schwimmen ist kaum möglich.
Am Abend gehen wir nochmals in unser “Lieblingsrestaurant”, wir waren schon vorgestern da Essen. Wunderbare einheimische Küche mit allerlei aus dem Meer wird serviert. Falls jemand mal in der Nähe ist, unbedingt ins Restaurant Restano gehen!
Donnerstag, 16.10.2014
Einige Wolkenfelder die vorüberziehen, aber angenehme Temperaturen.
Heute sind wir auf den kleinen Markt in Cervo gegangen und danach zur Kirche hochgeklettert. Es handelt sich gemäss Reiseführer um eine der schönsten Barockkirchen Liguriens, tatsächlich ist die Kirche sehr schön, mit beeindruckenden Stuckaturen und Malereien. Das Städtchen Cervo ist richtig an den Hang geklebt, mit engen steilen Gassen und vielen Treppen, es macht einen sehr gepflegten Eindruck.
Den Rest vom Tag haben wir mit relaxen verbracht.
Eher kleiner Campingplatz in Cervo, direkt am Meer gelegen, mit eigenem Sandstrand. Grosse abgetrennte Stellplätze und sehr saubere Sanitäranlagen. Freundliches hilfsbereites Personal.
Mittwoch, 15.10.2014
Nach einer ruhigen, kühlen Nacht, das erste Mal die Heizung benutzt, am Morgen war es nur noch 12 Grad im WoMo, sind wir gegen Süden ans Mittelmeer gefahren. Unterwegs haben wir wieder ein paar Halte eingelegt, so z. Bsp. in Vicoforte, wo wir die sehr schöne und sehr grosse Basilika Regina Montis Regalis (Geburt der heiligen Maria) besucht haben. Einen längeren Spaziergang haben wir in Ormea, einem schönen Bergstädtchen gemacht.
Bei Imperia sind wir dann endlich ans Meer gekommen. Schon den ganzen Tag hatten wir Sonne, hier am Meer ist es schön warm (24°).
Die nächsten 3 Tage bleiben wir auf dem Campingplatz Lino in Cervo. Zum Glück ist der Platz noch bis nächsten Sonntag geöffnet.
Ein erstes Mal im Meer gebadet, nach dem ersten Kälteschock fühlt es sich durchaus erträglich an.
Eine Seite für unsere Freunde. Wenn sich sonst jemand hierher verirrt hat, darf er sich natürlich auch an den Inhalten erfreuen.
Zu finden sind auf der Webseite Reiseberichte unserer Wohnmobiltouren.
Blog
Blog über unsere Wohnmobilaktivitäten, gedacht für Freunde und andere Interessierte.
Warum heisst der Blog kleine Fluchten? Ja klar weil es für uns nebst grösseren Reisen auch immer Wochenendausfüge in eine andere Lebensart, eben kleine Fluchten sind. Es gibt aber noch einen weiteren Grund, warum der Titel für uns so passt. Unsere Freundschaft begann einmal vor langer Zeit im Kino, der Film hiess: Kleine Fluchten...... wen es interessiert, der Film: Link auf Wikipedia
PS: Wenn im Blog Produkte genannt werden, ist das nicht weil ich Werbung dafür mache und damit etwas verdiene, sondern rein aus eigener Erfahrung und Überzeugung.
